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20 Jahre Mauerfall

Unglaublich! 20 Jahre!? Gefühlt war es immer so und doch sind die Erinnerungen noch so präsent. Mark -DM-EURO.  Wohl hätten wir als Kinder für nur eine Pokemon-Karte einen Kniefall gemacht. Heute ist das etwas anders. Jetzt heißt es für uns Eltern neue Werte zu vermitteln: Nicht immer einfach, aber eine enorm wichtige Aufgabe…

Vielen Dank für dieses Stück von Rebekka Kricheldorf, unter der Regie von Markus Heinzelmann: Witzig,  unterhaltsam, kritisch. Mir hat es in krasser Form den Spiegel unserer Gesellschaft vorgehalten. Einziger Kritikpunkt: 2,5 Stunden ohne Pause (und ohne Ankündigung der Dauer), da sollte man schon vorher seine Biopause einlegen…. ;-)

Also, ich kann nur sagen: SEHR empfehlenswert!

Zitat aus dem Stück, gefunden auf der Webseite vom Theaterhaus

MASCHA: Aufstehn, sich waschen, leben, sich waschen, schlafen, aufstehn, sich waschen, leben, sich waschen, schlafen, aufstehn, sich waschen, leben, sich waschen, schlafen, was für ein Elend, ich glaub, ich bring mich um.

Szene aus "Villa Dolorosa" im Theaterhaus Jena, Quelle: http://www.theaterhaus-jena.de/uploads/pics/Villa_Dolorosa_1_netz.jpg

Szene aus "Villa Dolorosa" im Theaterhaus Jena, Quelle: http://www.theaterhaus-jena.de/uploads/pics/Villa_Dolorosa_1_netz.jpg

Ein kleiner Rückblick auf die Mail Order World der anderen Art: Neben meinen vielen Gesprächen mit netten Menschen am AGETO-Stand habe ich natürlich auch meinen künstlerischen Blick schweifen lassen und 2 interessante Schmankerl gefunden und kennengelernt.

Eine interessante Form der Werbung machte für mich ein Unternehmen, das den Scherenschnittkünstler Reinhold Stier buchte. In 2 Minuten meiner kurzen Mittagspause konnte ich Werbung vis a vis über mich ergehen lassen, um dafür ein Portrait des Meisters in den Händen zu halten. Ja, ich liebe Werbung. ;-)

kleines Kunstwerk in 2 Minuten von Reinhold Stier

kleines Kunstwerk in 2 Minuten von Reinhold Stier

Jetzt weiß ich auch, dass besagte Firma ein Inkassounternehmen ist und das ich das derzeit nicht brauche. Nur den Namen der Firma habe ich mir nicht gemerkt, obwohl der sogar auf der Rückseite des Kunstwerkes draufgedruckt ist. Also ich würde daher den  Namen schlichtweg ändern. Denn wenn trotz solch einer Aktion das nicht gewährleistet ist, lief aus meiner Sicht was daneben.

Also mein Fazit: Marketing-Aktion selbst: top! Name der Firma: flop.

Für mehr Infos zu Reinhold Stier geht bitte auf seine Webseite. Er kann auch für diverse Feiern oder guten Marketingaktionen gebucht werden ;-)

Meine 2. Bekanntschaft machte ich auf der sagenumwobenen MailOrder Party, zu der ich nach einem Geschäftsessen bereits gestärkt kam und daher das Büffett mit diversem Gebratenem leider nicht mehr wie sonst lobpreisen konnte. Da ich damit noch etwas Reserve hatte, um Dinge zu würdigen, konnte ich das im Kontakt mit Ellen etwas ausleben (bis die Lautstärke der Musik eine Unterhaltung unmöglich machte). Ellen Schulze  ist Malerin und hat sich der abstrakten Malerei verschrieben.

abtrakte Kunst von Ellen Schulze

abtrakte Kunst von Ellen Schulze

Für einen tieferen Eindruck schaut auf ihre Webseite. Die Bilder sind natürlich käuflich erwerblich.

Wahlhilfe…

Für alle unentschlossenen eine kleine Entscheidungshilfe zur Bundestagswahl 2009:

http://www.wahl-o-mat.de

Feininger oder Kandinsky?

Ja, zur Zeit habe ich die Qual der Wahl: Kandinsky-Ausstellung im Stadtmuseum Jena und/oder Feininger Austellung in Apolda im Kunsthaus?!

Beides ist Bauhaus und doch sehr unterschiedlich…

Werk von Kandinsky - Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/19/Gorge_Improvisation.JPG/603px-Gorge_Improvisation.JPG

Werk von Kandinsky - Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/19/Gorge_Improvisation.JPG/603px-Gorge_Improvisation.JPG

Werk von Lyonel Feininger Quelle: http://homepage.mac.com/cheilman1/images/artists/feininger/sailboats.jpg

Werk von Lyonel Feininger Quelle: http://homepage.mac.com/cheilman1/images/artists/feininger/sailboats.jpg

Kandinsky in Jena: 06.09-22.11.2009

Feininger in Apolda: 13.09.-20.12.2009

Wer Feininger kennt, weiß, dass er sich in diversen Orten in Thüringen regelrecht festgemalt hatte. Die Kirchen hatten es Ihm besonders angetan, insbesondere die in Gelmeroda, wozu bestimmt der zierliche Kirchturm beigetragen hat. Noch Jahre später malte er in New York die Modelle aus Skizzen und Erinnerungen.

Mein Kunst-Tipp an dieser Stelle zur aktuellen Jahreszeit: Wer an einem nasskalten und nebligen Herbst-/Winterabend noch nichts vorhat, sollte unbedingt nach Gelmeroda zu dieser Kirche fahren und dort die Lichtinstallation an der Kirche auf sich wirken lassen. Das lohnt sich wirklich – die Stimmung ist unglaublich! Das Foto verdeutlicht eine Ahnung….

     Kirche in Gelmeroda illuminiert nach Feininger (Foto: eigene Aufnahme)

Kirche in Gelmeroda illuminiert nach Feininger (Foto: eigene Aufnahme)

Die Installation wurde 1999 im Rahmen der Highlights „Weimar- Kulturhaupstadt Europas“ zu Ehren Feiningers vom Künstlerarchitekten Peter Mittmann entworfen.

Der Betrieb ist laut Webseite ganzjährig von Do-So, ab vollständiger Dunkelheit bis 24h (So bis 22h).

Aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Apolda: 13.09.-20.12.2009

Dauerausstellung in der Feininger Galerie in Quedlinburg

Mit dem Bauhausjahr 2009 ist derzeit wieder eine Kunstausstellung in Jena, die sicher auch den einen oder anderen Nicht-Thüringer anlocken wird: Denn mit dem Russen Wassilli Kandinsky ist natürlich ein excellenter Wurf gelungen. Wer also am 18.09.2009 nicht das Kleingeld hat, zur Kandinsky-Ausstellungseröffnung ins Guggenheim Museum nach New York zu kommen, kann gern nach Jena fahren.

Was ich ganz spannend bei Kandinsky finde, ist, dass er anfangs wirklich noch expressionistische Züge hatte und immer mehr abstrahierte.

bei der Geliebten Gabriele Münter lebt sichs gemütlich...

Murnau, bei der Geliebten Gabriele Münter lebt sichs gemütlich...

In Murnau, nahe Ettal/Oberammergau im tiefsten Oberbayern fand er den noch expressionistischen Stil, den er als ein Mitgründer und Vertreter der Künstlergruppe des „BlauenReiter“s (1911) vertiefte  und ist damit auch im Lenbachhaus in München zu sehen, dem aus meiner Sicht sehenswertesten Museum Münchens.

Kandinsky 1908 Blick auf Murnau Quelle: http://www.flickr.com/photos/andreas_helke/53177844/

Kandinsky 1908 Blick auf Murnau Quelle: http://www.flickr.com/photos/andreas_helke/53177844/

Dieser Stil der Gruppe, mit Franz Marc als für mich bedeutesten Teil des „Blauen Reiters“, hat natürlich kaum was mit dem klassischen Bauhaus zu tun.

Ecken und Kanten

Ecken und Kanten

Der Ortswechsel in den trockenen Nord-Osten, der Weiterentwicklung und schließlich Berufung als Lehrer am Bauhaus in Weimar und Dessau spiegelte sich auch in seinen Bildern wieder, die immer mehr abstrahierten. Diese geometrischen Bilder, die wirken wie konstruiert auf einem Reißbrett, sind wohl diese, die die meisten heute als DEN Kandinsky im Kopf haben. Dieser Konstruktivismus führte auch zu einer neuen Künstlervereinigung, die „blaue vier“. Jawlensky, als weiterer Russe, sowohl Lyonel Feininger und Paul Klee (welcher zuvor auch Mitglied des „Blauen Reiter“s war) waren neben Kandinsky Teil dieser Gruppe. Spannend ist, dass zudem sowohl Klee als auch Feininger viel in Thüringen unterwegs waren.

Kandinsky abstrakt

Kandinsky - viel Geometrie

Vor einigen Jahren gab es im Romantikerhaus in Jena bereits eine kleine Klee-Ausstellung und in diesem Jahr dürfen wir uns in wenigen Tagen auch wieder auf eine erneute Ausstellung von Feininger-Werken im Kunsthaus Apolda freuen.  Aber dazu dann an anderer Stelle mehr…

Jetzt erst mal zu Kandinsky, zu sehen noch bis zum 22.11.2009!

… zur offiziellen Seite des Stadtmuseum

…der Flyer zur Kandinsky Ausstellung zum Download

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