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Eine vertane Liebschaft

Ich habe mich total verliebt in die rote Keramik von Frau Mill aus Jena. Seit dem Weihnachtsmarkt im letzten Jahr überlege ich mir eine Teekanne von ihr zu kaufen – in einem warmen Rotton, mit Keramikhenkel und für etwa 1,3-1,5l.

Leider hat das nicht geklappt. Die Kannen sind entweder zu klein (habe ich schon) oder so groß, dass ich sie kaum heben kann. Die Verkäuferin erkläre mir heute, nachdem ich eine für mich zurückgelegte Kanne testen wollte, das Gewicht wäre bei ihrer eigenen Keramikkanne eines anderen Herstellers in dieser Größe genau so hoch…

Ich prüfte das mit den anderen Modellen und kam zum Ergebnis: Die Machart aller Kannen ist sehr massiv und robust. Vermutlich gehen die nicht so schnell kaputt und der Tee hält lange warm. Aber sie sind alle deutlich schwerer als meine filigrane Porzellankanne. Leider konnte ich die große Keramik-Kanne im gefüllten Zustand schlichtweg nicht mehr mit einer Hand hochheben. Ich muss fairerweise dazu sagen, dass ich auch nicht so kräftig bin.

Für mich war das nach so langer Träumerei wirklich ernüchternd und für den Alltag keine Option.

Ich glaube, es war dieses zerreißende Gefühl, dass die Kanne optisch so gut gelungen war, und gleichzeitig nicht zu mir gepasst hat. Ich wollte es nicht wahrhaben und habe lange überlegt und mich gescheut, es mir einzugestehen…. aber ich musste mich verabschieden…

Damit es mir etwas leichter fiel, habe ich mir spontan eine ebenso rote Tasse gegönnt. Zum Glück war mir gerade eine andere herunter gefallen, so dass dafür Platz im Küchenschrank war.

Das gute Stück habe ich zu Hause gleich eingeweiht und doch denke ich wehmütig, wie an eine vertane Liebschaft, an die bauchige Kanne in dem warmen Rot. Vielleicht bekomme ich irgendwann mal ein andere in Rot mit dünneren Wänden, der passenden Größe und dem gewissen Etwas. Aber optisch wird sie vermutlich nie heran reichen und die andere immer in Erinnerung bleiben. Nur das Praktikable wird dann sicher so sein, wie es zu mir passt und das, so versuche ich mir einzureden, ist doch mehr Wert, als die äußere Hülle…

Frau Mill ist mit ihrer wunderbaren Keramik zum Verlieben derzeit auf dem Weihnachtsmarkt in Jena und danach über ihre Webseite (leider fehlen noch Bilder der aktuellen Kollektion) erreichbar, oder in ihrem Laden „Am Heiligen Berg 38, Jena“.

Es gibt wunderbare Dinge, die alle gut in der (einen) Hand liegen und die sogar spülmaschinentauglich sind.

rote getöpferte Kanne von Frau Mill, Jena Keramik von Frau Mill, Jena

Oben Impressionen vom Weihnachtsmarkt aus dem letzten Jahr mit einer großen Vorversion DER Kanne und im 2. Bild weitere Keramikteile und eine Kanne mit Bambushenkel (diese nicht für die Spüli).

Unten nun die Tasse, die wohl die Erinnerung wach hält…  Sie liegt super in der Hand und wird sicher meine neue Lieblingsstasse… 😊

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Dieses Jahr habe ich Lust, etwas zu unserer Weihnachtsfeier vorzutragen.

Weihnachtsfeiern sind meistens ja doch eher speziell… sonst hat man kaum etwas Privates miteinander zu tun und plötzlich soll man zusammen Lieder singen (am besten Arm-in-Arm schunkelnd), wie alte Freunde gemeinsam essen und trinken und möglichst unterhaltsam vom Anfang bis Ende auftreten.
Klar mag ich meine Kollegen näher kennen lernen und wie das immer so ist: Egal welche Beziehungen man pflegt: so wie es in den Wald reinruft, so schallt es raus.
Ich habe also beschlossen, mal wieder einen Schritt zu wagen und mich noch mehr persönlich zu zeigen. Und ja: ich bin auch aufgeregt 😊

Ich mag es, schöne Gedichte und Geschichten vorzutragen. Nein, nicht auswendig, ich muss es ja nicht gleich übertreiben…
Im Privaten mache ich das schon ganz gern. Ich selbst liebe es ja auch, mich gemütlich einzukuscheln und dann zu lauschen und zu träumen.

Aber nun? Was für ein Gedicht??
Also was mit Völlerei, Bumserei oder dummer Blödelei kann ich in dem Setting nicht bringen und passt wohl auch generell nicht zu mir.
Also gegoogelt…
Hm. Und was finde ich?: Themen analog oben. Wie blöd…Nichts Gescheitetes, im wahrsten Sinne, oder dann richtig religiös, was für den Rahmen auch unpassend ist.

Also was suche ich?? Das Gedicht soll nicht zu schwer sein… nicht zu trübsinnig, nicht zu leicht, nicht zu flach, nicht zu religiös oder mystisch, möglichst viele ansprechend und doch auch unterhaltsam…

Und nun?

Ich habe nach langer Suche zwei Gedichte gefunden. Ob ich beide wähle oder nur eins… da überlege ich noch. Und auch mal sehen, ob sie immer noch passen, wenn es so weit ist, aber hier sind sie:

Joseph von Eichendorff
Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Quelle: http://gedichte.levrai.de/weihnachtsgedichte/weihnachtsgedichte.htm
Advent
© Vicco v. Bülow alias Loriot

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
läuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh‘,
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sternlein traulich funkeln.

Und in der guten Stube drinnen
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
(was der Gemahl bisher vermied) -,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt zum Schluß, es geht auf vier,
die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt’s von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten!
He, gute Frau, habt ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Des Försters Haus ist tiefverschneit,
doch seine Frau steht schon bereit:
Die sechs Pakete, heil’ger Mann,
’s ist alles, was ich geben kann.
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt – es ist Advent.

Quelle: https://www.deingedicht.de/weihnachten/adventsgedichte/advent.html

Übrigens gibt es dazu tatsächlich auch ein Video… 😊🎄

Falls ihr noch weitere Ideen habt: Ich freue mich über passende Tipps und Links.

Ich frage mich seitdem mein Baum steht: Wie machen das andere? Sieht der Weihnachtsbaum jedes Jahr gleich oder ähnlich aus? Oder wird das Festtagsoutfit regelmäßig gewechselt?

Eine Freundin meinte, die Kinder wollen die Routine und freuen sich genau auf IHREN Baum… ist das wirklich so?

Ich schätze, bei mir ist er jedes Jahr ähnlich. Dennoch laufe ich jeden Dezember oder manchmal schon im November los und lasse mich inspirieren… von Dekorationen aus Schaufenstern, Katalogen, Webseiten und den Geschäften. Mich hat da der Konsum fest im Griff und irgendein Teil kaufe ich mir immer.
Dieses Jahr habe ich nun erstmals auch Zweige in der ganzen Wohnung verteilt und geschmückt, so dass in meiner kleinen Schatzkiste nur noch wenige Sachen zu finden waren. So bin ich doch nochmal los gezogen….

Landhausstil als Basis

Vom Einrichtungsstil hat es mir der Landhausstil angetan, aber nicht mit Vollweiß, sondern Weiß in Kombination mit Holz, Wolle, Fell und Naturmaterialien (Trockenblumen, Steine, Keramik). Ich mag die Mischung aus rustikalen Alpencharme und schwedischem puren Ikea-Look.

Mein Baumschmuck

Und so ist der Baum auch mit Holzanhängern, Strohsternen und einzelnen Glamourteilen genau meins. Gut passend zu Weiß und Holz finde ich Rot. Daher habe ich rote Kugeln und für den festlichen Aspekt noch ein paar goldene Highlights und einzelne weiße für den Wintertouch hängen.
Gefühlt kann ich aber nie genug Weihnachtsbaumschmuck haben und könnte da ordentlich Geld versenken und muss mich wirklich sehr zurückhalten. Ich kaufe daher eher Chinazeug, muss ich zugeben.

Meine Kugeln habe ich vor Jahren bei „Nanu nana“ gekauft, Sterne auf dem Weihnachtsmarkt und bei DM, einige sind noch von früher. Dann habe ich das Glück, dass ich von der Familie mit selbst geklöppelten Sternen versorgt werde. Das bringt nochmal eine besondere Note, das wirkt schön filigran. Ein bisschen schwer tue ich mich mit Anhängern. Viele sind so kitschig und ich ringe oft mit mir, ob das nun schon zu viel Kitsch für mich und andere ist. Der Grad ist doch sehr schmal, wie ich finde. Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich nicht für einen Anhänger 10€ oder mehr ausgeben möchte… ich bin gefühlt immer noch in der Ausprobierphase… 😊

Weihnachtsschmuck stöbern

Tollen Weihnachtsschmuck habe ich  bei „Westwing now“ gesehen und einzelne Stücke bei „H&M Home„. In Leipzig im „Massivum“ gab es letztes Jahr auch schöne Weihnachtsdeko und sicher dieses Jahr wieder. Zum Teil mit Fillialien vertreten ist der Onlineshop Maisondumonde, bei dem sich das Stöbern ebenfalls lohnt.

Ich habe schon kundgetan, dass ich mich immer über einen Weihnachtsbaumschmuck freue… Mal sehen, ob das Christkind-Weihnachtsmann-Gespann mich erhört. 🎄

… ich beim Stöbern auf dem Weihnachtsmarkt und bei „Blume 2000“:

Mein diesjähriger Baum: Eine Nordmanntanne, vom Holzhändler Schmidt direkt nach Hause geliefert. (Siehe Beitrag von letzten Jahr).

Und nun fertig dekoriert 😊🎄

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Geht das nur mir so…? Irgendwie habe ich gedacht, einen Artikel zur Kommunikation weiterschreiben zu können, aber ich komme nicht dazu.

Mein Kopf hängt völlig im vorweihnachtlichen Eifer fest:

  • Weihnachtsschmuck aus dem Keller holen (dafür zwischen unzähligen Kartons die richtigen finden)
  • Weitere Weihnachtsdekoration kaufen, da dieses Jahr mehr als sonst auf diversen Zweigen verteilt wurde 
  • Weihnachtsbaum besorgen
  • Weihnachtsbaum aufstellen
  • und ewig die Lichterkette am Baum befestigen (dabei kurz vorm Anfall zu stehen, weil in der Länge verkalkuliert)
  • Zwischendurch den Baum nochmal aufstellen, weil er umfallen wollte… war nicht fest genug im Ständer… (hätte wohl doch nicht meine Aggression an dem guten Stück ablassen sollen)
  • Dann Weihnachtskugeln verteilen und restlichen Weihnachtsschmuck zusammen mit Kleinkind am Baum aufhängen (nein, das Kleinkind hängt jetzt nicht am Baum…)
  • Mit Freunden treffen und brunchen und Weihnachtsfilm ansehen
  • Auf den Weihnachtsmarkt gehen und Glühwein trinken, Thüringer Bratwurst beim Grillteufel essen
  • Ach fast hätte ich noch vergessen: Gedanken machen, was ich wem schenke: Freund, Freunden, Kindern, Eltern, Großeltern … und und und…
  • Hm. Sobald erste Ideen aufkommen: Geschenke kaufen… (gerade eher unterbesetzt)
  • Wenn dann Luft ist: Märchen für die Weihnachtsstimmung schauen! 😊
  • Plätzchen essen und 
  • zur Abwechslung Kinderpunsch auf denn Weihnachtsmarkt trinken
  • Unbedingt noch den historischen Weihnachtsmarkt besuchen (Schmied und Dudelsack-Spieler müssen sein)
  • Mit den Kindern und anderen Kindern auf den Weihnachtsrummel gehen und diverse Karusselle fahren, wie Autoscooter, Riesenrad und Kinderkarussell… (na gut: letzteres nur zuschauen)
  • Schnell noch einen Glühwein zum Aufwärmen trinken
  • Zu Hause am Abend Wintersachen für die Kinder kaufen… da doch zu klein geworden und leider eine Nummer zu groß vorgekauft …
  • Nikolaus Geschenke besorgen… 
  • Für den guten Zweck was spenden und 
  • an der Tombola teilnehmen….
  • Nicht zu vergessen all die Dinge, die so mit Kindern und Haushalt so anfallen

… wird es ruhiger?

Vermutlich nicht.

Momentan bin ich tatsächlich einfach nur froh, dass der Baum, der gestern geliefert wurde, heute geschmückt ist (Dazu später mehr). Also:Haken dran und Pause machen mit einer Tasse Tee und genießen!! 
  
Nicht-weihnachtliche Beiträge müssen wohl einfach noch ein bisschen warten… 😊

Mit wenig Aufwand und kaum Kosten: gute Unterhaltung und ein weihnachtliches Ergebnis bekommen.

Ich bin begeistert: und kann’s kaum glauben: Wie wenig Aufwand man nur benötigt, um etwas Kreatives zu schaffen, selbst wenn man nicht so kreativ ist…!??
Das ist eine wichtige Erkenntnis unserer Bastelsessions der letzten Tage.

Mein Sohn ist noch nicht ganz 4 Jahre alt, kann halbwegs die Schere bedienen und liebt alles was „Dekoration“ heißt. (Hm, woher das dieses Jahr wohl kommt… 😉)

Zur vorweihnachtlichen Beschäftigung kann ich daher „Sterne fürs Fenster basteln“ sehr empfehlen, insbesondere wenn man mit Kreativität nicht gerade gesegnet wurde.

Wie funktioniert das mit den Sternen und kleinen Kindern?
Ich habe das so gemacht, dass ich die ersten Schritte soweit im Beisein vorbereitet habe (er durfte auch helfen). Nachdem aus einem Quadrat (Druckerpapier) nach dreimaligen Falten eine Spitze wurde, musste nur noch das Schneiden vorbereitet werden. Dafür kommt das Muster „dran“, das reingeschnitten wird: Ich selbst probiere meistens aus und improvisiere. Fürs Kind habe ich einfache und brauchbare Schnitte einfach mit einem Stift vorgezeichnet. Entlang der Striche durfte dann ganz allein geschnitten werden. Ich empfehle dabei aufzupassen, dass man die Muster nicht zu eng setzt, da der Stern ja noch eine Basis braucht, um nicht auseinander zu fallen.
Die Kinder-Bastelschere hat dabei übrigens völlig versagt, ich habe schlussendlich eine Nagelschere erlaubt.

Und das Ergebnis?
Mich hat beeindruckt, wie das Vormalen meinem Kind eine gute Struktur gegeben und trotzdem seine Freiheit gelassen hat. Ich konnte gut lassen, wenn die Striche doch noch mehr „Rand“ hatten, als nötig. Waren die Ecken stark ausgefranst, habe ich um etwas Korrektur gebeten, was tatsächlich auch, mal mit kleinerem oder größerem Erfolg, umgesetzt wurde.

Wirklich nah ist mir dann aber gegangen, mit welcher Begeisterung dieses Stück Papier dann von meinem Jungen nach dem Schneiden auseinander gefaltet wurde, aus dem sich dann mit jedem Auffalten das Muster offenbarte. Selten habe ich die Augen so leuchten sehen. Und ich gebe zu, mir gehts ja selbst so:
Irgendwie hat das etwas von Überraschungseiern, nur besser: „Was ist es dieses Mal geworden?“ … Und dann: „Wow, das habe ich gemacht!!“ Das lässt den Adrenalinspiegel echt hoch schnellen, ob man will oder nicht.

Das Ganze, das eigentlich spontan entstand, kam am Ende so gut an, dass wir gemeinsam einen Stapel Sterne gebastelt haben und damit nicht nur ein Wohnzimmerfenster dekorieren konnten, sondern auch Sterne in den Kindergarten tragen „mussten“, natürlich zur Dekoration, versteht sich.
Alles in allem kann ich mich nicht erinnern, je soviel Spaß beim Basteln gehabt zu haben.

Und ganz klar: Man braucht als Erwachsener kein Alibi-Kind, um sich in wenigen Minuten zu seinem schön eingerichteten Lebensraum ein bisschen Dekoration herzustellen. 😉
Nun noch ein paar Bilder als Bastelanregung. Ein Stern dauert übrigens keine 5 Minuten…

Viel Spaß!

Wow! Das habe ich eben beim Stöbern entdeckt und nach der ganzen Plätzchenbackerei könnte ich ein paar fruchtige Alternativen gebrauchen…
Hättet ihr gedacht, dass man Fruchtgummis einfach selbst machen kann? Klar, irgendwie müssen die gekauften Teile ja auch hergestellt worden sein… aber so wirklich ist das nicht etwas, was ich als „das kann man selbst machen“ ablegen würde. Sprich, in meinem Kopf gibt es nicht mal die Idee davon. Na gut: gab. 

Schaut euch mal den verlinkten Beitrag an! Ich kann mir schon vorstellen, wie die süße, leckere und klebrige Masse sich langsam im Mund auflöst, nachdem ich sie nach und nach wieder aus meinen Zahnzwischenraum entfernt habe… 😊 Möchte ich unbedingt mal ausprobieren. 😀

Hier gehts zum Beitrag: Fruchtgummi’s selbst gemacht! 

Es gibt eine Stimme in mir, die sich manchmal fragt, warum ich das mache… Plätzchen backen, meine ich: So schmecken die gekauften von unserem Landbäcker mindestens genauso gut, ich stehe nicht stundenlang in der Küche bis zur Fertigstellung, um danach noch eine ganze Weile wieder Ordnung zu machen.
Zudem die Plätzchen innerhalb der kürzesten Zeit weggefuttert werden….

Eine andere Stimme sagt: Nun, mit Kindern ist das dennoch was anderes. Irgendwie etwas Besonderes.

Ich erinnere mich, wie es damals bei meiner Mutter war: Einmal im Jahr war es ein Event in der Vorweihnachtszeit, auf das ich mich immer gefreut habe. Ich kann mich gut erinnern, wie ich es geliebt habe, eine besonders hübsche Plätzchenform auszuwählen, diese in den Teig zu pressen und dann den geformten Teig irgendwie auf das Blech zu bekommen. Manchmal wollte der Teig partout nicht aus dem Förmchen und es kam durchaus vor, dass so ein oder anderes Plätzchen dabei kaputt ging. Dann habe ich versucht, es zu reparieren oder aber wieder zusammengeknetet und noch mal probiert.

Und dann die Aufregung: Wann sind sie endlich fertig? Vorm Herd zu sitzen und zu beobachten, wie die Formen sich ändern, die Plätzchen wachsen und dabei nach und nach der Duft durch die Küche strömt.
Dann endlich, wenn die Herdtür geöffnet wurde, ergoss sich ein Schwall von Hitze durch den Raum und der Duft wurde betörend.

Dann hieß es Geduld bewahren, bis sie abgekühlt waren, was mir nicht leicht fiel. Manchmal durften wir schon naschen und ein warmes Plätzchen kosten.

In der Zwischenzeit wurde die Glasur vorbereitet und ich habe mich mit einem Pinsel bewaffnet. Endlich ging es los: Jedes Plätzchen würde pepinselt und dann mit Streuseln verziert. Ich machte es, wie es mir gerade in den Sinn kam. Aber jedes Jahr das gleiche: Manchmal brachen die schönsten Plätzchen nach dem Backen auseinander. Das war für mich immer so schade, wenn die extra schöne Figur nicht überlebt hat. Kleiner Trost war, dass ich die abgebrochenen Stücke essen durfte. Aber das war nur ein kleiner Trost.

Und da wir sie vermutlich alle am liebsten sofort aufgegessen hätten, wurden die Plätzchen wie ein kleiner Schatz rationiert, so dass zu Weihnachten wenigstens einige da waren…

Meinem Jüngsten ging es heute vielleicht ähnlich und so blieb er bis zum Schluss dabei. Für mich als Mutter wandelt sich die Perspektive und es gibt Tage, an denen ich mich überwinden muss und es mir nicht so leicht von der Hand geht, solche guten Momente ruhig zu flankieren.

Aber was ich dabei immer wieder merke, manchmal auch erst hinterher? Es geht um das Ereignis, das Miteinander, das Machen, Ausprobieren, Lernen, auch mit Enttäuschung umzugehen und das Dran-zu-bleiben. Das Ergebnis darf so individuell sein, wie es jeder mag und kann und das kann ich nicht beim Bäcker kaufen. Und das miteinander Lachen, wenn das Ergebnis besonders lustig wurde, gibt es noch obendrauf dazu.

Fazit: Also auch nächstes Jahr werde ich die Förmchen aus der hintersten Ecke des Küchenschrankes hervorholen und die Adventszeit einstimmen. 😊

Adventsplätzchen

 

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