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Mein Jüngster: „Ich möchte in der Woche zu Hause bleiben und am Wochenende in den Kindergarten!“

Ich: „Und warum willst du am Wochenende in den Kindergarten gehen?“

Mein Jüngster: „Na, da ist es kürzer! Zack! Und schon bin ich wieder zu Hause!“

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Blicke zurück

Ich bin erstaunt. Immer wieder. Wie das nur funktioniert. 

Kaum empfange ich bestimmte Signale, Stimmungen, Reize, Worte, Gerüche, Musik usw. … schon denke ich an bestimmte Menschen. Zur Zeit sind es immer häufiger die verbliebenen. 

…es gibt da eine grüne Wolle… 

Einmal hatte mir meine inzwischen verstorbene Oma einen Pullover gestrickt. Das war von der Sache etwas besonderes, aber der Pulli war eben Giftgrün. Und drücken wir es so aus: Giftgrün war noch nie meine Lieblingsfarbe… Ich habe mich innerlich eine Weile an dem Pulli abgearbeitet, bis ich mich entschied – der ist nichts für mich – und ihn zurückgab. Verbunden hatte ich das mit dem Hinweis, dass ich ihn nicht tragen würde und es schade wäre, wenn er im Schrank vergammelt. Meine Oma hat sich dann aus der Wolle ein eigenes Exemplar angefertigt. Und jedes Mal, wenn ich sie damit sah, habe ich mich befreit und manchmal aber auch unsicher gefühlt, ob ich sie damit wohl gekränkt habe. Aber ich glaube, es war grundsätzlich ok. Nur hin und wieder hat sie gesagt: Weißt du noch… den hattest du mal…

Meine Oma fehlt mir schon manchmal. Und so viele Briefe bekomme ich nun auch nicht mehr geschrieben.

Und so kommt es wohl auch mit den Jahren, dass sich immer mehr Abschiede aneinanderreihen und damit die Bedeutung bestimmter Erinnerungen zunimmt. Und manchmal bin ich froh über solche Momente, wenn mich Trigger an eine andere Zeit erinnern lassen, die gut und besonders war. Und manchmal bin ich einfach nur traurig, dass diese Momente nicht mehr wieder kommen.

Mein Jüngster: „Arbeit ist wie Toben!“

Ich: „Auf meiner Arbeit ist es das ganze Gegenteil von Toben, da muss ich nur sitzen…!“

Mein Jüngster: „Das ist nicht Toben, das ist Yoga.“

😅

(Sein Verständnis für Yoga scheint übrigens aus dem Kindergarten zu kommen…)

Bestimmte Stimmungen sind bei mir manchmal mit Songs verbunden, meist sind es die Melodien, die mich gefangen nehmen, manchmal auch die Texte. Und dementsprechend kommt dann der passende Ohrwurm aus dem Nichts und bleibt eine Weile hängen…

Wunderbar finde ich Anna Depenbusch, die aus meiner Sicht noch viel zu unbekannt ist.

Sie singt schöne romantische Songs, ja Chansons, über die Liebe, das Leben und die damit verwobenen Unwegsamkeiten.

Ich mag ihre Stimme, die Art der Intonation und die Art ihres Klavierspiels. 

Als Ohrwurm bekomme ich manchmal den Song „Engel„, bei dem sie im zugehörigen Video beinahe selbst wie einer aussieht: unübertroffen wunderschön mit den langen wallenden Haaren und dem goldenen Kleid.

Die Sendung „Inas Nacht ist ja auch schon seit jeher ein Format für kleine Schätze und dort spielte Anna Depenbusch „Kommando Untergang„. Der Auftritt war aus ihrer Sicht die Initialzündung für ihre Karriere. Das Lied ist sehr besonders, sehr bewegend und wie ich finde wunderschön komponiert .

Anna Depenbusch scheint ja ein Faible oder zumindest eine Phase für Seefahrerthemen zu haben, denn bei „Leinen los“ greift sie das Thema gleich wieder auf – zwar ohne Video, aber irgendwie passend zu „Kommando Untergang“.

Vielleicht sind nicht alle ihre Lieder was für jeden Tag. Was mich aber beeindruckt ist, wie präsent diese Frau ist und wir klar und prägnant ihre Songs sind.

Aus meine Sicht: Wirklich eine Empfehlung!

Zum Weiterstöbern: Die Webseite von Anna Depenbusch

Windknollen Jena
Kaum sehe ich die Bilder vom letzten Wochenende, zieht es mich gedanklich wieder nach oben. Der Windknollen mit dem Napoleonstein ist ein wundersames Gebiet. Wenn ich dort oben bin, fühlt es sich an, als wäre ich unendlich weit von Jena entfernt und doch sind es vielleicht nur 40min Fußweg von der Innenstadt (Philosophenweg).


Der Windknollen ist ein Plateau über Jena und Naturschutzgebiet. Wie der Name schon sagt, weht hier häufig der Wind. Bei meinem letzten Spaziergang, am ersten Septemberwochenende, war es allerdings angenehm mild und fast windstill.

Windknollen Tafel
Die höchste Spitze säumt der „Napoleonstein„, der eine kleine Historie hat: In dem Gebiet stand einst Napoleon, der mit dem französischen Heer die preußische Armee vernichtend geschlagen hatte. Das Denkmal erinnert noch heute daran.

Napoleonstein Jena
Napoleonstein Jena
Für mich rückt die historische Komponente allerdings weit in den Hintergrund. Ich komme lediglich wegen der Natur hierher. Diese ist Ergebnis jahrelanger Nutzung als Truppenübungsgelände und der damit verbundenen Komprimierung durch unzählige Panzerüberfahrten. Unglaublich, wenn ich mir überlege, wie wundervoll es heute hier ist. Das ständige Befahren mit den schweren Gefährten hatte die Wiederbewaldung unterdrückt und Raum für diese steppenartige Landschaft gegeben.

Windknollen Jena Graslandschaft
Windknollen Jena
Das Besondere liegt genau in der Kargheit, dem großzügigen weitläufigen Grasland mit den vereinzelten Sträuchern, unscheinbaren Orchideen oder glänzenden Silberdisteln.

Es ist einfach unbeschreiblich schön an diesem Ort, egal zu welcher Jahreszeit.

Windnollen Jena - Baum
Dieses Gefühl von Freiheit, das ich auch oft an der See empfinde, wenn der Strand so weit und die Luft so klar ist, dies habe ich auch hier. Diese Weite macht es wohl, dass ich manchmal den Hügel runter renne oder einfach spontan die Arme in die Luft reißen muss. 😊

Windknollen und Napoleonstein Jena
Dass das beschauliche Jena so nah ist, wird übrigens deutlich, wenn man ganz oben auf der Ebene angelangt ist. Dann sieht man ein Stückchen der im Tal liegenden Stadt hinter dem Wald hervorlugen und vielleicht auch den fast 150 m hohen Jentower, das Wahrzeichen der Stadt.

Blick vom Napoleonstein auf Jena
Nach den Eindrücken auf der Anhöhe laufe ich meistens noch ein Stück weiter und verbinde den Weg mit einer kleinen Wanderung zur Papiermühle (hier gehts zur Wanderroute). Dort kann man wunderbar im Biergarten sitzen oder es sich an kühleren Tagen in der urigen Stube gemütlich machen.

Papiermühle Jena - Biergarten

Bei bestimmten Songs bin ich echt prädestiniert für einen Ohrwurm. Mein Großer lässt seine Playlist gern hoch und runter laufen und ich kann mich dem nur marginal entziehen.

Nun kam also „We are the people“ von Empire of the Sun. Und ich liebe diesen Song, muss den laut hören, mitsingen und springe meistens durch die Wohnung dabei. 😊

Der Vollständigkeit halber hier noch das Video, auch wenn ich davon ausgehe, dass den Song jeder kennt, der irgendwie im Netz unterwegs ist…

Marktschätze

Samstag. Markttag! Wenn ich es schaffe, gehe ich los und schlendere über den Wochenmarkt vorm alten Ratshaus bei uns in Jena. Ich mag die Atmosphäre, die vielen alten Omis und Opis, die ihre Blumen sowie Obst und Gemüse aus ihrem Garten anbieten. Ich mag die verschiedenen Stände, den Bioladen, der meist – wie auch heute morgen – großen Andrang findet und die Auswahl, die eben mal nicht nur typische Supermarktware umfasst (aber auch).  Überhaupt sehe ich dort in viele freundliche Gesichter, es ist irgendwie schön. Und das macht es wohl aus.

Kleine Schätze kommen immer mit. Wobei ich mich dennoch etwas zurückhalte, um das Portemonnaie nicht zu sehr zu strapazieren.

Meine Schätze heute:

Thüringer Pflaumen

Nur eine Handvoll Pflaumen habe ich mir gekauft, denn wir haben eigentlich noch genug Obst zu Hause.

Preis: je 500g 1,49€


Kleine Tomaten aus dem Garten

Erstanden habe ich die bunten Tomaten von einem Renterehepaar. Die Portion kostete pauschal 2,50€. Ich habe gleich genascht und sie sind wirklich sehr lecker.

Und sicher mein Highlight:

Handgemachter Käse

Ich habe 2 Stückchen Käse aus eigener Herstellung von der Hofkäserei Tultewitz erworben, mit verschiedenen Kräutern und essbarer Rinde. Das Besondere: Die Tiere werden artgerecht gehalten und die ist Milch schonend verarbeitet, ohne Farb- und Konservierungstoffe oder Mittel zur Rindenbehandlung.

Preis zusammen 5,60€


Endlich zu Hause…. Ich musste erstmal ein zweites Frühstück einlegen und meine Schätze probieren: Mit einem frischen Brötchen von „Gräfe„, etwas Butter und Käse, sowie ein paar Tomaten. Sehr lecker!

Fazit: Das schmeckt nach Urlaub!

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