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Archive for the ‘Kommunikation’ Category

Du und ich

Ich stand am Zug und sah dich gehen
Nun halt ich deine Hand
Hab mich gesehnt dir zu begegnen
Der Traum ist Gegenstand

Wer hätt gedacht, an diesem Tag
Wie wir uns mal begegnen
Nicht nur ganz kurz – sondern sogar –
Für ein ganzes Leben

So steh ich hier und seh dich an
Und weiß nicht, wie ich’s sagen kann
Wie find ich Worte für all das
Was dich und mich umfasst?

Ein Schatz so groß – so reich beschenkt
Vom Schicksal gut bedacht
Ist eine Lust, die uns hier lenkt
Vom Tag bis in die Nacht

Es macht mich glücklich
Dir zu sagen, dass ich dich liebe
Ob mit Lachen oder Tränen
Wir haben uns – des Lebens Wiege

(Mai 2017)

 
Das Gedicht habe ich für eine meiner besten Freundinnen zur Hochzeit geschrieben. Ich hatte mir während der Vorbereitung zur Hochzeit überlegt, wie es sich wohl anfühlt, wenn man bei den vielen Eindrücken kleine Momente der Ruhe hat, in denen man in sich gekehrt ist und eigentlich nur denkt: Wow, was passiert hier gerade…?
In der Metrik hat das Gedicht einen kleinen Bruch, der aber beim Vortragen für mich mit der bestimmten Betonung dennoch stimmig ist.

Dass ich das Gedicht bei der Feier vor allen Gästen vortragen durfte (und mich getraut habe) und dass die Braut vor Rührung Tränen in den Augen hatte, hat mich sehr bewegt.
Es zeigt mir mal wieder mehr: Manchmal muss man einfach nur machen, selbst wenn es nicht ganz rund ist, und es passieren Dinge, die man nicht für möglich gehalten hätte.

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Ich bin gestern mal wieder mit der Musik von Coud-Atlas in Kontakt gekommen, die so eine besondere Stimmung inne hat, dass ich mich gleich an den Film und seine Aussagen erinnere. Und so schreibe ich jetzt, quasi einige Wochen später, nun doch noch etwas dazu.

Hier zunächst die Musik:

Wer mich gut kennt, weiß dass Einiges dagegen sprechen würde, dass ich mir diesen Film ansehe, aber es kam anders und so saß ich im Kino-Stuhl, mit Kuschelsitz natürlich ;-).  Ich wusste nicht, was mich erwartet, außer dass ich gutes Sitzfleisch brauche. Am Ende waren wir fast 4 Stunden im Kino, davon waren 3 Stunden Film, eine halbe Stunde Werbung und ca. 15-20min Pause. Trotzdem, und ich kann’s selbst fast nicht glauben, war ich enttäuscht, dass mitten drin eine Pause kam und der Film nicht weiter lief. Da ich sonst auch gern die Kino-Toilette überstrapaziere, will das schon echt was heißen.

Mein Eindruck?

Ich gehöre zur Fraktion der Befürworter des Films: Mir hat der Film sehr gut gefallen. Oft habe ich allerdings gedacht, dass er für einen 12-Jährigen (genehmigt ab U12)  stellenweise doch zu blutig ist. Ich plädiere ja generell sehr dafür, zu der üblichen Altersstaffelung noch eine Step „ab 14 Jahren“ anzubieten, aber das nur am Rande…

Werte machen „Cloud Atlas“ besonders

Warum ich den Film gut finde, kann ich klar benennen: Für mich ist es der Fokus auf die Werte im Leben, für die es sich lohnt zu kämpfen bzw. sich einzusetzen: Für Freiheit, Freundschaft und weg von Vorurteilen gegenüber Fremden. Und der Film hat auch gezeigt, dass man nicht zu naiv sein sollte, da manchmal der vermeintliche Freund der „Feind“ ist, wenn man genau hinsieht. Deutlich wurde darüber hinaus, dass gute Beziehungen häufig über Emotionen, über nonverbale Kommunikation (der Blickkontakt des Schwarzen) schon definiert werden.

Klarer Blick und Mut, neue Wege zu gehen

Manchmal bewegen sich die Menschen in einem über Jahrhunderte dauernden Raster der Gewohnheit, wie z.B. zum Thema Sklaverei, und hinterfragen bestimmte Dinge gar nicht mehr. Der Film zeigt, dass es lohnt, aus dem Gewohnten und Gelernten und sicheren Kontext auszubrechen, aus der scheinbaren perfekten Welt: diese in Frage zu stellen, Dinge und Verhalten in Frage zu stellen, um etwas Neues zu entdecken und Altes zu verändern. Eine Filmaussage zur Bedeutung des Einzelnen auf dem Weg der Veränderung war in etwa: „Manchmal ist man selbst mit seinem Engagement nur wie ein Wassertropfen, scheinbar unbedeutend, aber ohne diesen Wassertropfen gäbe es kein Meer.“

Es geht dabei aus meiner Sicht auch darum, über den Tellerrand zu sehen, um einen klaren Blick für wichtige Dinge und sich selbst zu bekommen. Schon bei „Matrix“ war diese Entscheidung mit der Pillenwahl ganz klar: Nämlich die Entscheidung dafür, zu sehen, was real ist, sich selbst zu erkennen und damit einem realen, emotionalen Leben zu folgen und nicht einer fiktiven Illusion hinterherzurennen.

Am Ende des Films blieb trotz einiger emotionaler Tiefschläge ein positives und auch etwas nachdenkliches Gefühl: Das Leben ist nicht perfekt. Aber es lohnt sich, es aktiv zu gestalten!

Hier findet Ihr den Trailer zum Film:

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Das ZDF bringt dieses Jahr einen großen Dreiteiler ins Fernsehen „unsere Mütter, unsere Väter“. Der Film spielt u.a. im Krankenhaus zur Zeit 1941-1945 und wird von teamworx für das ZDF produziert. Laut Buschfunk ist das die teuerste Produktion, die das ZDF je getätigt hat, mit über 10 Millionen Euro.

mehr Infos unter dem Filmmagazin „Negativ

Ich bin „durch Zufall“ hinter die Kulissen geraten und habe mich als Komparse neben vielen Soldaten in ein Krankenschwesteroutfit geworfen. Die Klamotten waren schon etwas „speziell“:

Komparsenoutifit

Komparsenoutfit im Film „Unsere Mütter, unsere Väter“

Allerdings fand ich im Gegensatz zu meinem letzten Dreh zum Märchenfilm „Brüderchen und Schwesterchen“ (vor mittlerweile 3 Jahren, lief mal wieder zu Weihnachten im Fernsehen) diesen Dreh sehr, sehr anstrengend, nicht nur wegen der düsteren Atmopshäre (Krankenhaus, schwarze Wände, verletzte Soldaten, entsprechende Geräusche), sondern auch, weil die Kommunikation im Filmteam gegenüber den Komparsen sehr schlecht und unkoordiniert war und viele Szenen sehr oft wiederholt wurden.

Wir als Komparsen standen die ganze Zeit am Dreh. Pausen gab es quasi nicht bis kaum, in 10 Minuten habe ich mein Mittag einnehmen müssen, weil die Schlange an der Ausgabe zu lang und der Dreh schon wieder weiter ging. Standardgetränke zwischendurch? Fehlanzeige. Ich habe mir ein Getränk während der Drehzeit erbettelt und auch zwischendurch diverse Snacks ergattern können. Wenigstens bin ich ein Typ, der fragt und dran bleibt. Schwierig ist es denen gefallen, die das einfach so hinnehmen.

Meine Aussage: „Komparse sind bessere Sklaven“ sehe ich damit mal wieder bestätigt.

Ich schätze leider auch, dass ich im Gegensatz zu meinem letzten Einsatz nicht richtig zu sehen sein werde, da zu viele Komparsen am Start waren und wir wirklich „nur“ klassisches Füllprogramm im Hintergrund darstellten, obwohl ich als eine der wenigen Frauen sehr lange vor Ort bleiben musste. Naja, ich bin mal wieder um eine Erfahrung reicher, die mir sagt: Ich muss das nicht (mehr) machen, nicht um jeden Preis. Also ich bin (vor)erst mal geheilt.

Der Dreh war übrigens an dem Tag in Zeitz in der alten Schule.

„Kennen gelernt“ habe ich vor Ort Katharina Schüttler, Miriam Stein, Götz Schubert und Henriette Richter-Röhl. Wobei ich fand, dass die Schauspieler zum Teil etwas schräg und distanziert drauf waren. Götz Schubert hat sich zwar mal „herabgelassen“ drei Worte mit mir zu wechseln, aber ich hatte das Gefühl, dass hier klar 2 Klassen bestehen bleiben sollten, also keine Offenheit seitens der Schauspieler da war. Das Drehteam war etwas lockerer drauf. Hm. Vielleicht hat die Atmosphäre doch mehr zu dem Verhalten beigetragen, als alle gedacht hätten (bei den vielen Schwerverletzen und dem schweren Thema) oder Schauspieler sind eigentlich gar nicht so kommunikativ…

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