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Noch bis zum 19.11.2017 kann man die Sonderschau in Jena in der Kunstsammlung im Stadtmuseum sehen. Das Motto lautet: „Es gibt nur ein Programm: Freiheit!“ und gefällt mir richtig gut. Es passt irgendwie auch zu einem meiner letzten Beiträge „Wir sind frei“ vs.  „Freier Wille ist nur eine Illusion.“

In der Ausstellung zu sehen sind Gemälde, Zeichnungen und Drucke der Expressionisten:

  • Emil Nolde
  • Ernst Ludwig Kirchner
  • Max Pechstein
  • Cuno Amiet
  • Ferdinand Hodler
  • Karl Schmidt-Rotluff
  • Erich Heckel …  und viele andere

Geehrt wird dabei der Kunsthistoriker Botho Graef (1857-1917), der sich seinerzeit sehr für den Expressionismus und deren Künstler einsetzte, mit einigen enge Kontakte pflegte, Rezensionen verfasste und im Jenaer Kunstverein aktiv war. Er war zum Beispiel auch mit Kirchner befreundet, der nach Graefs Tod 260 Grafiken der Jenaer Sammlung schenkte.

Die Ausstellung hat eine angenehme Größe – über zwei Etagen – und ist im ehrwürdigen alten Gebäude der „Göhre“ auf dem Markt gut platziert.

Ansprechend fand ich die Präsentation der Werke, die mich sehr an die große Nolde-Ausstellung im Sommer diesen Jahres in Leipzig erinnert hat. Die unterschiedlich farbigen Wände bringen aus meiner Sicht die Werke besonders gut zur Geltung und die Farbwechsel unterstützen die verschiedenen Schwerpunkte.


Eine schöne Idee fand ich auch, dass Zeichnungen aus einem Skizzenbuch auf einem Beamer in einer Bildershow gezeigt wurden.


Kinder in der Kunstausstellung

Ich habe noch nie darauf geachtet, ob es sowas schon in einem oder diesem Museum gab… Jedenfalls  können kleine Kinder an einer Magnetwand selbst zwei Bilder puzzeln. Toll war der Effekt, als das jeweilige Bild dann etwas später auf einmal real im Raum hing. Mein Jüngster (4 Jahre) war begeistert „Das kenn ich!“. Damit hatte die Arbeit an dem Puzzle wirklich den Effekt erreicht, nämlich Aufmerksamkeit zu erlangen. Toll!


Aber auch so ist die Ausstellung für Kinder gut machbar, da sie nicht so groß ist. Ich habe mir ein paar markante Bilder ausgesucht und die gemeinsam mit meinem Jüngsten entdeckt und beschreiben lassen.

Was jedem aber klar sein muss. Mit Kindern kann man nicht das volle Programm durchziehen. Wenn es zu viel wird, vergrault man dem Kind nur die Freude an der Kunst. Ich war daher so kurz wie lange nicht mehr in einer Ausstellung und dennoch finde ich: Das war es wert!

Meine Highlights

Ich mag Gemälde! Und es gab einige schöne zu sehen, auch die Pferde vom Titelplakat sind mein Fall. Aber die Bilder von Nolde mag ich in der Tat am meisten. Nolde würde ich mir auch in die Wohnung hängen. Sein breiter Strich und die kräftigen Farben sind wunderbar und man merkt noch die Nähe zum Impressionismus.

Nolde im Hintergrund auf der blauen Wand


Also: Nutzt die Gelegenheit und besucht die kleine und sehr feine Ausstellung… bis zum 19.11.2017

Noch ein paar Eckdaten:

Eintritt: 

  • 8€ Erwachsene
  • Kinder bis 14 Jahre und Schüler sind frei

Adresse:

  • Markt 7, 07743 Jena

Öffnungszeiten:

  • Dienstag, Mittwoch, Freitag 10 – 17 Uhr
  • Donnerstag 15 – 22 Uhr
  • Samstag und Sonntag 11 – 18 Uhr
  • Montag geschlossen
  • Einlass bis 30 Minuten vor Schließung.

Weiterlesen: 

Zum Hintergrund der Ausstellung – der 100. Todestag von Botho Graef

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Vor einigen Jahren hatte ich das Glück, ein Bild von Emil Nolde bei einer Ausstellung in Jena sehen zu dürfen –  einen Weg zwischen Bäumen, ein scheinbar einfaches Motiv, welches aber so facettenreich war, dass es mir nachhaltig in Erinnerung blieb und mich selbst sehr inspiriert hat.

Museum für bildende Künste Leipzig (MdbK)

Museum für bildende Künste Leipzig (MdbK)

Für mich ist eine Ausstellung gelungen, wenn sie etwas mit mir macht. Die aktuelle Emil Nolde Ausstellung in Leipzig im Museum der bildenden Künste (MdbK) ist eine solche. Ich mag die Art und Weise, wie er die Momente in Bildern festgehalten hat. Noldes Farbspiel ist betörend, berauschend, an der Grenze des Aushaltbaren – voller Leidenschaft und Impulsivität. Mutig in der Reduzierung, sinnlich im Festhalten des Momentes, des Lichtes, und gleichzeitig im Versuch etwas auszudrücken. Ich stehe vor den Gemälden und denke: Wie kann man nur so wunderbar malen? Wie schafft man es, solch eine Tiefenwirkung zu erzielen? Die Schatten sind so bunt, die Motive verfremdet und doch lebendig. Als würden die Gemälde etwas anderes offenbaren, den innewohnenden Charakter, der auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

Emil Nolde – Die Schaffenszeit rund um sein Wirken in der „Brücke“

Die sehr umfangreiche Ausstellung zeigt Nolde in seiner kurzen Mitgliedszeit 1906-1907 in der expressionistischen Künstlergruppe „Die Brücke“, sowie sein Wirken kurz vorher/nachher. Nolde wurde damals von der Künstlergruppe angeworben, trat aber nach einem Jahr wieder aus, angeblich, weil er sich gegen den Einheitsstil gewandt hat. Er meinte, „Ihr solltet euch nicht Brücke, sondern van Goghiana nennen“. Ich würde dem nach dem Besuch der Ausstellung aufgrund der Vielfalt der Werke nicht ganz zustimmen, aber man sieht sehr die Anlehnung an den berühmten Meister. Ich möchte es so sagen: „Wer den pastosen Auftrag und den breiten Pinselstrich von Vincent Van Gogh mag, wird sicherlich auch die Ausstellung mögen“. Überhaupt ist die Zeit 1906/1907 in der Tat eine Brücke zwischen Impressionismus und Expressionismus.

Emil Nolde in Leipzig

Eine Ecke der Emil Nolde-Ausstellung


Zu sehen sind im MdbK nicht nur Werke von Nolde, sondern auch die seiner Brücke-Kollegen, wie z.B. von Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel. Dabei werden insbesondere Landschaften, Akte und Portraits gezeigt, sowohl in der graphischen Form als auch als Gemälde. Dazu kann jeder im Nolde-Atelier kreativ werden, eine schöne Idee für Kinder.

Das "Nolde-Atelier" zum kreativ werden

Das „Nolde-Atelier“ zum kreativ werden

Bei der Vielzahl der Werke kann ich, wie auch sonst, nicht alle Bilder erfassen und so sind es einzelne Bilder, die mich besonders beeindrucken.

Besonders schön fand ich… 

…die Gemälde:

  • Emil Nolde „Feriengast- Mann unter Birken“ (1904)
  • Emil Nolde „Lesende junge Frau“ (1906)
  • Emil Nolde „Birken im Schnee“  (1907)
  • Emil Nolde „Stillleben“ (1907) – (das stammt aus der Kunsthalle in Jena)
  • Emil Nolde „Unterhaltung im Garten“ (1908)
  • Emil Nolde „Binnensee“ (1910)
  • Emil Nolde „Friesenhäuser“ (1910)
  • Karl-Schmidt-Rottluff „Am Pleißebach“ (1906)
  • Karl-Schmidt-Rottluff „Landhaus in Osterholm (1906)
  • Karl-Schmidt-Rottluff „Dorfhaus mit Weiden“ (1907)
  • Erich Heckel „Spätnachmittag Dangst“ (1907)

…und die Graphiken:

  • Emil Nolde „Kopf mit Pfeife“ (1907)
  • Emil Nolde „Aus Friesland“ (1910)
  • Emil Nolde „Segler und der kleine Dampfer“ (1910)
  • Fritz Bleyl „Frau unter Bäumen“ (1907)
  • Karl-Schmidt-Rottluff „Die Pappel“ (1907)

 

Noch bis zum Ende dieser Woche, bis zum 18.6.2017, habt ihr die Chance, diese wunderbare Ausstellung selbst zu erleben. Besonders, wenn Ihr schöne und ästhetische Dinge mögt, dann seid Ihr hier genau richtig.

 

Das Museum für bildende Künste Leipzig 

Nun noch Worte zum Museum selbst… Wenn ich den künstlerischen und ausstellerischen Wert betrachte, finde ich es perfekt. Die Bilder waren sehr gut ausleuchtet, das Stimmung wunderbar, die Hängung in dieser Ausstellung großzügig. Kein Bild hing, wie manchmal üblich, übereinander. Alle Werke bekamen den Raum, den sie aus meiner Sicht brauchen. Dabei wurden einzelne Trennungswände in kräftigen Tönen farbig hervorgehoben- ganz wunderbar.

Farbenfrohe Ausstellungsräume

Farbenfrohe Ausstellungsräume bei „Emil Nolde“

Was mir gefehlt hat, waren ein paar weiterführende Informationen zur Ausstellung, eine kleine Einführung, ein paar Eckdaten oder Anekdoten zum Ein- und Austritt Noldes, ein Hinweis, wie die Ausstellung aufgebaut/gedacht ist. Im Katalog findet man dazu bereits beim groben Durchblättern einiges. Jedoch habe ich, bis auf einen Hinweis zu Werken, die in der Nazizeit als entartet eingestuft wurden, und den Lebenslauf Noldes,  keine relevanten weiterführenden Informationen direkt in der Austellung gefunden. Klar, wird man manchmal auch überfrachtet mit Infos, die gefühlt keiner liest, aber es gibt auch die Möglichkeit, wenig zu schreiben und relevante Sachen hervorzuheben, so dass es bei Interesse erfasst werden kann.

Sehr freundlich empfand ich das gesamte Personal. Vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle für die Möglichkeit, mit meinem Handy fotografieren zu dürfen. Sehr putzig fand ich in dem Zusammenhang eine Dame des Security-Personals. Sie war so in ihrem Job, dass sie mich im Affekt mehrmals ansprach, dass ich dies zu unterlassen habe, obwohl ich mit rotem Kleid und der Genehmigung um den Hals nicht gerade unauffällig aussah. Wir haben dann sehr nett ein paar Worte gewechselt und sie meinte, ihr wäre das auch schon fast im Alltag passiert, nämlich Menschen in bestimmten Schlüsselsituationen zu ermahnen. Auch hier sind also „mal wieder“ normale Menschen bei der Arbeit, was so mancher Besucher zu vergessen scheint, wenn er sich über die Strenge der Security aufregt.

Wie streng jedoch das Tragen einer Jacke im Ausstellungsraum genommen wurde, habe ich dann bei einem alten Herrn live erlebt. Dieser durfte die Jacke zwar ausziehen, aber nicht einfach über einer Schulter hängen lassen – diese könnte versehentlich beim Umherwirbeln ein Kunstwerk berühren… OMG. Hm – man sollte am besten jedem Besucher so ein kleines Heftchen mit in die Hand drücken, wie bitte die Sachen zu tragen sind. Klar, ist das ein bisschen ironisch, aber irgendwie auch wirklich so. Denn in bestimmten Fällen überlegt sich der alte Herr vielleicht VORHER, ob er nicht doch lieber das Schließfach nimmt. Mit der Garderobe/Schließfächern hatte ich übrigens selbst so meine Schwierigkeiten, denn ich habe sie anfangs schlichtweg nicht gefunden. Hier wäre für mich ein genauer Vorab-Hinweis der Damen an der Ticket-Kasse sehr hilfreich gewesen, die immerhin gesagt haben, dass ich meine Tasche einschließen muss. Ja, irgendwo stand es auch dran… Aber dass diese Fächer direkt hinter dem Ticketschalter liegen, da wäre ich nicht drauf gekommen, ich hatte zunächst im Untergeschoss gesucht. Schön wäre auch ein Hinweis zur 1€-Pfand-Nutzung, wenigstens im Inneren der Schließfächer.

Foyer des Museums für bildende Künste Leipzig

Foyer des Museums für bildende Künste Leipzig

Beschäftigt hat mich bei der Brillanz der Werke die Besucheranzahl. Für einen Samstag Nachmittag und einer proppenvollen Stadt (parallel allerdings das jährlich stattfindende Bachfest auf dem naheliegenden Markt) waren es doch ein übersichtliche Anzahl an Gästen. Im Anschluss saß ich naheliegenden Eiscafé und habe noch darüber nachgedacht. Mir ist aufgefallen, dass die Beschilderung zum Museum nicht gut war. Ich wusste noch ungefähr, wo es ist, habe es aber mit den zu sporadisch aufgestellten Wegweisern nicht gefunden, sondern bin am Ende dann doch meiner Erinnerung gefolgt. Denn ich finde, trotz der enormen Zentralität liegt das Gebäude doch auch etwas versteckt.  Vielleicht könnte man die Beschilderung in der Stadt für solche wichtigen Dinge einfach noch ausbauen/ bzw. an Frauen wie mich anpassen, um die Besucherzahlen nach oben zu ziehen…

Nach der Ausstellung bin ich – angefüllt wie immer – in den Museumsshop gegangen, um mir Karten zu kaufen. Nicht verstehen konnte ich, dass es generell nur 7 Postkarten zur Ausstellung zu kaufen gab – neben dem Katalog. Diese waren für meinen Geschmack leider etwas unspektakulär ausgewählt, so das ich seit langem keine Karte nach einer Ausstellung erworben habe. Sehr schade. Es gab so schöne Motive…. Ich frage mich: Gab es da einen besonderen Grund für? Bestimmte Rechte, die man beachten muss?

Noch ein Tipp: Wer diese Woche nicht ins Museum mag oder eher darauf steht, Werke aus unterschiedlichen Epochen zu sehen, ist mit der „festen“ Sammlung gut beraten. Das moderne Gebäude selbst hat einige Überraschungen zu bieten und die verschiedenen Werke von Klassikern bis zur zeitgenössischen Kunst sind in jedem Fall sehenswert, wie z.B. von Peter Paul Rubens, Max Klinger, Max Liebmann, Edvard Munch, Claude Monet, Caspar David Friedrich, Neo Rauch und viele viele andere.

Kontakt:

Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig

Telefon: 0341 – 216 99 0
Telefax: 0341 – 216 99 999
E-Mail: mdbk[at]leipzig.de
Internet: www.mdbk.de

Emil-Nolde-Ausstellung: bis einschließlich 18.06.2017

Öffnungszeiten:

Di, Do-Sa: 10-18 Uhr
Mi: 12-20 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise:

Eintritt zur Wechselausstellung: 8 € (ermässigt 5,50 €)
Sammlung 5 € (ermässigt 3,50 €)
Kombiticket: Sammlung/Wechselausstellung: 10 € (ermässigt 7€)
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr!
Am 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei.

 

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„Frühling“ (Acryl auf Papier, 2017)

Frühling

Oh wie sehn‘ ich mich
Warmer Sonnenstrahl in meinem Gesicht
Feine Blätter, frisch geboren
Sanftes Grün umgebet mich

Vögel zwitschern wie im Chor
Und die ersten Blüten
Duft und Farbe mich betören
Kannst mich nie betrüben

(Februar 2017)

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Als Wegbereiter des Impressionismus hat Turner schon Claude Monet zu seinen ersten wichtigen Bilder inspiriert, denn er spielte auffallend mit dem Licht in seinen Werken. Auf seinen berühmten Motiven sind z.B. Sonnenuntergänge zu bewundern und vor allem auch das Meer in all seinen Facetten.

Screenshot der Webseite vom "Kunsthaus Apolda"

Das Kunsthaus in Apolda zeigt einige seine Bilder unter dem Titel „Reisen mit William Turner“. Zu sehen sind Aquarelle und Radierungen aus dem Bury Art Museum.

Dauer der Ausstellung: 15. Januar bis 09. April 2012

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr (auch an Feiertagen)

Eintritt: Erwachsene: 5 Euro, ermäßigt: 4 Euro

Kunstaus Apolda

Bahnhofstraße 42
99510 Apolda/Thüringen
Telefon: +49 3644 51 53 64

Weitere Onlineartikel:

MDR Figaro

Focus Online

PS: Wer lieber gleich nach den Impressionisten Ausschau halten möchte, kommt noch bis zum 03.03.2012 nach Jena ins Stadtmuseum zur Ausstellung: Renoir bis Picasso (Erfahrungsbericht) oder Info.

 

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Bald steht das Wochenende an und ich denke an letztes Wochenende zurück.

Ich war inzwischen in der Ausstellung „Renoir bis Picasso“ im Jenaer Stadtmuseum „Göhre“, die vom Namen zwar mehr versprochen hat, aber dennoch wirklich sehenswert ist und ein schönes Ausflugspaket verspricht.

kreative Anregung im Stadtmuseum

Einige Bilder sind richtig schön, wie z.B. die Dame „Arletty“ aus dem Stadtviertel „Moulin Rouge“, die zig mal für diverse Künstler Modell stand und in Ihrer Zeit als bekannteste Frau in Paris galt. Bei dem Gemälde hat mich beindruckt, wie echt der Faltenwurf rüber kam. Ich hatte bei Betrachten das Gefühl, dass der gemalte Vordergrund vor einem echten Brokatstoff hing: wirklich faszinierend.

Moise Kisling: Arletty (1891), Foto vom Ausstellungsflyer

Aber es gibt auch weitere schöne Bilder, sowohl kubistische, impressionistische, pointellistische oder expressionistische. Monet ist allerdings mal wieder nicht dabei gewesen ;-). Picasso ist lediglich mit drei winzigen Zeichnungen vertreten, die ich erst mal suchen musste, insofern ist der Name der Ausstellung nicht wirklich gerechtfertigt….: Marketing!

Im Original wirklich sehr stimmungshaft fand ich auch das Bild von Theophile-Alexandre Steinlen „Les deux Parisiennes“ (1859), das auch im Flyer vertreten ist. Leider gab es davon keine Karte. Mit nur 10 Motiven fand ich das Angebot leider sehr dürftig.

Aber nichtsdestotrotz: Wer in großen Museen eher Panik bekommt, es etwas gemütlicher und familiärer mag und sowieso erkannt hat, dass man nicht 1000″ Bilder (siehe Louvre) verarbeiten kann, der ist hier im Jenaer Stadtmuseum genau richtig. Die Auswahl ist klein, aber fein.

Kinder sind übrigens kostenlos, was ich noch gar nicht wusste.

Genuss im Muesumscafe „Philisterium“

Im Anschluss waren wir im kleinen Cafe bzw. einer alten Weinstube des Stadtmuseums: Gefühlt war ich zum 1. mal dort. Es gibt dort nur 5 Tische, aber das macht nichts. Dafür wird man mit Gemütlichkeit wie in historischen Zeiten belohnt und kann in altdeutscher Art Weisheiten von den Wänden lesen oder alte Fotos ansehen. Wir hatten Glück und bekamen einen Tisch und ich noch mehr: Himbeertorte: Unglaublich lecker!!!

Hier gehts zum Cafe „Weinstube Philisterium“ im Stadtmuseum Jena…

Kreativ sein zu Hause

Viele Anregungen habe ich ich mitgenommen und zu Hause habe wir alle eine Mal-Session eingelegt-das war echt toll und ist als Abschluss einer Ausstellung sehr zu empfehlen. 🙂

Newsartikel zur Ausstellung.

Eintrittspreise und Infos zur Ausstellung

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Otto Niemeyer fing aus Langeweile an zu malen und zeigt mir erneut: Man muss es nur machen, wenn man was möchte.

Das Atelier – ein besonderer Ort

Sehr zu empfehlen ist der Besuch seines Wohnhauses in Lütten auf Usedom, das original erhalten mit seinem Atelier aufwartet.

Leider kommt man in die persönlichen Räume nur mit einer Führung (11h, 12h, 14h) hinein, aber es lohnt sich! Mein Tipp: Man sollte sich vor dem Start dieser unbedingt den Film ansehen (45min), „Der Strand ist meine große Geliebte“, der um die 1982 gedreht wurde und ihn zu Lebzeiten begleitet.

Mir fiel beim Ansehen des Filmes nur ein: „verkapptes Genie“. Aber eben wirklich fesselnd und der Film bringt die Stimmung so perfekt rüber, wie ich es nie geglaubt hätte. Also wirklich eine Empfehlung.

Der Stil des Malers erinnert mich zum Teil an die Worpsweder Ecke um Otto Modersohn, Eduard Köster etc.: expressive, zum Teil impressionistische Züge.

Einflüsse der Großen

Er hatte übrigens Kontakt mit Jawlensky und auch Kandinsky, nur reicht es bei ihm nie zu dem richtig großen Rum. Zu Lebzeiten hielt er sich sogar zum Teil mit Bootstouren für Touristen über Wasser. Dennoch merkt man die Einflüsse der großen Maler.

Kontakt zum Museum:

Telefon: 038375 20213

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Kunstwerke, die es schaffen mich vom bloßen Foto aus der einfachen Druckausgabe der Tagespresse (OTZ) zu begeistern, sind für mich die große Kunst.
Dazu gehören die Werke von Susan Liebold, deren Glasstücke derzeit in der Otto-Schott-Villa in Jena zu sehen sind.

Mir fallen dazu Worte ein wie „grandios“, „zart leuchtend“ und „einzigartig“. Das ist ihre Kunst, die sie bereits mit 8 Jahren in der elterlichen Glaswerkstatt gelernt hat und die auf Burg Giebichenstein ihren professionellen Studienabschluss gefunden hat.

Abschluss hin oder her: Die Werke sprechen für sich, die aus meiner Sicht eine völlig neue Dimension aufmachen. Durch die Verknüpfung von Tradition und Moderne macht Susan Liebold diesen Beruf des Glasbläsers auf einmal unglaublich spannend und zeitgemäß. Besonders spannend ist der Fakt der gezeigten Exponate, dass diese im Dunkeln von selbst leuchten

Ihre Webseite zeigt bereits in kunstvollen Fotos einige Stücke von ihren schön(sten) Seiten. Ein Besuch lohnt sich bereits hier.

Die aktuelle Ausstellung bei freiem Eintritt macht es möglich, die Werke live zu betrachten. Sogar die Künstlerin ist zu sehen und/oder  zu sprechen, bei einer Führung, z.B. am 27.2. um 16 Uhr.

Nun möchte ich aber neben der Kunst noch eine 2. Ebene aufmachen, bezogen auf den Bereich Marketing: Denn im Zusammenhang fiel mir bei dieser Recherche etwas auf, dass nämlich so gut wie die PR von Susan Liebold ist, um so schlechter sich die von SCHOTT gestaltet, was mich verwundert bzw. erschrocken hat.

Da sponsort SCHOTT mit seinen Räumen Künstler und schafft es nicht einmal, die Kunstausstellung auf ihrer Webseite (zum Veranstaltungsort) zu bewerben? Obwohl das Thema mit Glas zu tun hat? … zumal SCHOTT „angeblich“ großes Interesse an der Künstlerin hatte…
Und dort steht auch nichts, von den derzeit veränderten Öffnungszeiten. Denn im Februar kann auch jeden Samstag der geneigte Kunstinteressent vorbei schauen. Schade, das erfuhr ich nur durch einen Anruf in der Villa selbst. Aber gerade dann haben ja die meisten Leute Zeit…
Und wenn sogar ein kurzer Beitrag im Fernsehen zu sehen ist, dann sollte es doch auch für die Webseite reichen. Naja, wer weiß….
Ich gehe jedenfalls noch hin! Das muss ich live sehen.

Der Filmbeitrag kam unter mdr und ist leider nicht mehr online.

 

Ausstellungsort:
Schott Villa
Otto-Schott-Strasse 13
07745 Jena

Anfahrtsskizze

Tel.: +49 (0 )36 41/6 81-5754

Dauer der Ausstellung: bis 23.04.2010

Öffnungszeiten:

Di-Fr: 13-17h

im Februar 2010 (testweise)
Sa: 13h-17h

Eintritt: frei

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