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Tipps zur Wahl

Ich möchte Euch noch ein paar Tipps und Gedanken zur Wahl mitgeben. Ein paar Stunden sind es ja noch, also nutzt die Zeit, um Euch zu informieren und zu entscheiden. Es folgen eine paar lokale Tipps für Jena und natürlich bundesweit gültige.

Hier werden die zehn Direktkandidaten für Jena zu bestimmten Themen befragt, allerdings sollte man bedenken, dass bereits  die Auswahl der Fragen immer auch eine Wichtung der Themen impliziert und damit ein bestimmtes Meinungsbild dominieren kann!  „Die Welt“, welche den Beitrag erstellte,  ist in privater Hand… Dennoch fand ich es informativ.

Zum Einfluss der Medien bei der Wahl habe ich heute auch einen herrlichen Beitrag von Volker Pispers angesehen und herzlich gelacht. Sehr schlau, was er so erzählt. Das sollte jeder gesehen haben.

Für die Zweitstimme, die die Zusammensetzung des Bundestages bestimmt, gibt der Wahlomat der Bundeszentrale für Politische Bildung erste Orientierung.

Für den zweiten Schritt schlage ich vor, sich bei drei „engeren“ Parteien die Wahlprogramme vorzunehmen und mit den eigenen Werten abzugleichen.

Mir hat das Ganze jedenfalls schon geholfen  und ich habe mich entschieden….

Also: Sei kein Schaf und gehe wählen!

Dies ist eine Karikatur, die Darstellung ist bewusst überzeichnet und muss nicht der Realität entsprechen!

Die AFD werde ich allerdings nicht wählen. Ich nenne mal ein paar Beispiele, warum ich diese Partei für mich ausgeschlossen habe:

  • Ich will nicht die DM zurück. Äh… übrigens genauso wenig wie die Ostmark.
  • Ich bin nicht dafür, dass die Gewerbesteuer abgeschafft wird, da sie eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinden ist.
  • Ich habe nichts gegen Schwule und Lesben und wenn sie heiraten wollen… nur zu.
  • Ich bin für die Integration von Behinderten.
  • Ich finde es wichtig, dass das Verbrechen im Nationalsozialismus NIEMALS vergessen werden darf.
  • Ich finde es wichtig, dass eine Mutter selbst entscheiden kann, ob sie ihr Ungeborenes abtreibt. Und ich glaube, das macht keine Mutter einfach so aus Spaß und die wenigen, die das durch haben, die ich kenne, haben das nach großer Überlegung getan und intensiv abgewägt und haben selbst zum Teil immer noch damit zu tun.
  • Ich finde, auch Alleinerziehende sollen als Familie gelten dürfen.
  • Ich glaube, dass der Mensch mit der ganzen Industrie und den Abgasen durchaus einen Einfluss auf das Klima hat, sehr spürbar am  lokalen Klima in den Städten (ganz unabhängig von globalen Klimamodellen) (wer sich für globale Klimafragen interessiert und auf deutsche Forschungsergebnisse Wert legt, wird u.a. fündig bei Stefan Ramstorf (Pik Potsdam)
  • Ich bin auch nicht dafür, dass meine Kinder zur Bundeswehr gehen müssen. Das können Sie bitte selbst entscheiden, wenn sie erwachsen sind.
  • Ich bin schlicht und einfach für Demokratie!

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Marktschätze

Samstag. Markttag! Wenn ich es schaffe, gehe ich los und schlendere über den Wochenmarkt vorm alten Ratshaus bei uns in Jena. Ich mag die Atmosphäre, die vielen alten Omis und Opis, die ihre Blumen sowie Obst und Gemüse aus ihrem Garten anbieten. Ich mag die verschiedenen Stände, den Bioladen, der meist – wie auch heute morgen – großen Andrang findet und die Auswahl, die eben mal nicht nur typische Supermarktware umfasst (aber auch).  Überhaupt sehe ich dort in viele freundliche Gesichter, es ist irgendwie schön. Und das macht es wohl aus.

Kleine Schätze kommen immer mit. Wobei ich mich dennoch etwas zurückhalte, um das Portemonnaie nicht zu sehr zu strapazieren.

Meine Schätze heute:

Thüringer Pflaumen

Nur eine Handvoll Pflaumen habe ich mir gekauft, denn wir haben eigentlich noch genug Obst zu Hause.

Preis: je 500g 1,49€


Kleine Tomaten aus dem Garten

Erstanden habe ich die bunten Tomaten von einem Renterehepaar. Die Portion kostete pauschal 2,50€. Ich habe gleich genascht und sie sind wirklich sehr lecker.

Und sicher mein Highlight:

Handgemachter Käse

Ich habe 2 Stückchen Käse aus eigener Herstellung von der Hofkäserei Tultewitz erworben, mit verschiedenen Kräutern und essbarer Rinde. Das Besondere: Die Tiere werden artgerecht gehalten und die ist Milch schonend verarbeitet, ohne Farb- und Konservierungstoffe oder Mittel zur Rindenbehandlung.

Preis zusammen 5,60€


Endlich zu Hause…. Ich musste erstmal ein zweites Frühstück einlegen und meine Schätze probieren: Mit einem frischen Brötchen von „Gräfe„, etwas Butter und Käse, sowie ein paar Tomaten. Sehr lecker!

Fazit: Das schmeckt nach Urlaub!

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Der Start in die Kulturarena-Saison hat begonnen: Gestern Abend war ich bei „Judith“ (von Friedrich Hebbel) zum Eröffnungs-Theater der Kulturarena… (…gerade erst schrieb ich einen Beitrag zu diesem wunderbaren 8-wöchigen Sommer-Theater-Kino-Konzert-Ereignis in Jena…)

Erste Aktionen vor Beginn

Es war angenehm warm draußen und die Stimmung in der Stadt entspannt. Um einen Sitzplatz zu reservieren, war ich zeitig da und hatte genug Zeit, um das Treiben zu beobachten, mit Nachbarn zu quatschen und so hin und wieder in mich hinein zu schmunzeln…

Bereits vor Beginn des Stückes kamen die ersten Statisten auf die Bühne und es ging zur Sache. Einige waren als Soldaten verkleidet und standen provokativ vor dem Publikum. Wenig später wurde gespielt, wie eine Frau auf der Bühne verprügelt und diese unter ihrem Schreien in eine Ecke gebracht wurde… unerwartet an diesem lauen Sommerabend. Es war krass und irgendwie nicht ganz so, wie ich mir einen unterhaltsamen entspannten Abend vorgestellt hatte, den ich gerade dringend brauchte. Ich war also, bevor es überhaupt losging, wirklich im Zweifel, ob ich mir gerade mit dem Abendprogramm einen Gefallen getan hatte.

Hohe Aktivität bereits 10min vor Beginn des Stückes

Auch die letzten Jahre wurde immer schon vor Beginn gespielt, manchmal auch unter Einbezug der Theatergäste. Ich finde das generell gut…denn auf jeden Fall verkürzt es die Wartezeit….

Der Inhalt des Stückes

Ja, das Thema ist schwer: Glaube, Krieg, Hass, Hunger und Elend spielten die Hauptrollen und so passt das Thema sicher auch in die aktuelle Syrien-Thematik. Letzten Endes zeigte das Stück aber auch, dass selbst der größte Tyrann (Holofernes) ein Mensch mit sexueller Begierde ist und wie Judith aus dem gegnerischen Lager ihre weiblichen Waffen einsetzte, um ihn damit zur Strecke zu bringen.

Weitere Infos könnt ihr dem Flyer entnehmen:


Namensträger für Judith Holofernes

Wer aufmerksam gelesen hat, hat es vielleicht schon bemerkt: Das Stück war für den Künstlernamen der Frontsängerin „Judith Holofernes“ von „Wir sind Helden“ der Ideengeber. Judith Holofernes, die dieses Jahr selbst am vorletzten Tag der Kulturarena auftritt, dürfte es sicher freuen, dass genau dieses Stück aufgeführt wird.

Stimmung und Wirkung des Abends

Der Abend war mal nicht ausverkauft, wie ich es sonst eher gewohnt bin, was vermutlich an der hohen Konkurrenz zum Folkfestival in Rudolstadt gelegen hat, aber vielleicht auch an dem schweren Thema per se. Dafür gab es gut Platz in den Sitzreihen.

Gewundert hat mich, dass die Akustik so schlecht war. Ich saß im Rang, vierte Reihe und hatte vor allem zu Beginn Mühe die Schauspieler zu verstehen. Überhaupt fand ich den Start alles andere als gelungen. Zu lange brauchte ich, bis klar war, wer gerade von den Massen spricht, die gleichzeitig auf der Bühne waren. Ansonsten fand ich es kurzweilig, während meine Begleitung lieber geschlafen hätte…  Ob das die Regie, Moritz Schönecker, so geplant hat…?

Am besten – und wirklich richtig gut – fand ich die musikalische Untermalung, die live von einer kleiner Band und einer Sängerin (Raphaëlle Brochet) mit einer wunderbaren eindringlichen Stimme zum besten gegeben wurde. Zwar wiederholten sich die Motive der Stücke, waren aber aus meiner Sicht passend und gaben der Szenerie einen orientalischen und klagenden Charakter.

Die Schauspieler kamen dagegen durch die mangelnde Akustik für mich nicht so gut zur Geltung, es fehlte mir an Präsenz. Das Gefühl, das man irgendwann selbst TEIL der Bühne ist, stellte sich nicht wirklich ein, obwohl das Bühnenbild toll war. Hier ist sicherlich Spielraum nach oben  – da habe ich schon bessere Aufführungen an dieser Stelle erlebt, auch wenns viele gute Szenen gab.

… Teil der Eröffnungsszene

das Bühnenbild war echt gut gemacht

…rechts in dem Glaskasten saß die Band einschließlich der Sängerin

  

Trotz Kritik, fand ich es dennoch kurzweilig und hatte noch einen unterhaltsamen Abend. 

….Jetzt bin ich schon freudig gespannt auf das erste Konzert… 😊 

Zum Programm und Ticketkauf der Kulturarena

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Jedes Jahr aufs Neue: Erst wenn die Kulturarena in Jena beginnt, habe ich das Gefühl, dass jetzt „richtig“ Sommer ist.

Klar, mein erster Sonnenbrand ist (leider) schon durch… aber dennoch… das Flair bei den gemütlichen Freihlichtkonzerten, oder beim Theater/Kino an frischer Luft über einen Zeitraum von ca. 2 Monaten ist für mich einfach DER Inbegriff von Sommer und mein Highlight des Jahres.

Zur Eröffnung: Theater in der Innenstadt / Klassische Musik in Lobeda

Jetzt höre ich bei offenem Fenster die Sommer weisenden Grillen zirpen und bin gespannt, wie das aktuelle Theaterstück „Judith“ arrangiert ist, das heute den Part inmitten der Jenaer Innenstadt eröffnet und noch die nächsten beiden Abende aufgeführt werden wird.

Durchaus werden Besucher in die Theatervorstellung mit einbezogen und es ist immer ein Augenzwinkern, aber auch ein kritischer Zeigefinger zu spüren. In jedem Fall hatte ich, wenn ich bei einer der Vorführungen dabei war, immer meinen „Spaß“ gehabt.

Die offizielle Eröffnung der Kulturarena findet indes in Lobeda statt, mit der ArenaOuvertüre, aufgeführt von der Jenaer Philharmonie.

Vetrauter Rahmen

Das Besondere der Kulturarena lässt sich nicht so knapp beschreiben: Nur ca. 3000 Gäste umfasst die „Arena“ bei einem ausverkauften Konzert und ist damit eine eher kleinere Runde. So manch einer der Gäste ist rechtzeitig, bis zu einer Stunde vor Beginn, eingetroffen, um sich einen der begehrten Plätze auf den Rängen zu suchen, etwas zum Trinken und vielleicht auch etwas Leckeres zum Essen zu kaufen, eine Runde zu schnattern und in Ruhe anzukommen. Es hat in jedem Fall ein bisschen was von einem Volksfest: Wer in Jena (viel) unterwegs ist – wird auch immer jemanden treffen, auch wenn er es zu vermeiden versucht. Sehen und gesehen werden ist die Devise…. Jena zählt, was das angeht, quasi als Dorf, auch wenn es sich mit seinen 100.000 Einwohnern tatsächlich Großstadt nennen darf (was aus meiner Sicht aber NICHT GANZ dem Charakter der Stadt entspricht)….

Die musikalischen Künstler

Das Besondere der Kulturarena ist weiterhin, dass immer auch bekanntere Künstler am Start sind, die hier also in einem viel kleineren persönlicheren Setting auftreten. Dazu gesellen sich ausländische Acts, die (beinahe nur) in ihrem Land einen Namen haben und aber auch Künstler, die vielleicht erst am Anfang ihrer Karriere stehen und noch so „frisch“ sind.

Dabei waren schon: Buena Vista Social Club, Thomas D, Max Herre, Clueso, Sinead o Connor, Götz Alzmann, Reinhald Grebe, Yann Tiersen, Wir sind Helden, Element of Crime, Bosse, Apocalyptica, Talisco, Sophie Hunger, Luoane, Hubert von Goisern, Gregor Meyle, Annemeykantereit, Chilly Gonzales, Tim Bendzko und viele viele mehr….

Dieses Jahr treten auf: Elbow (29 €), Meute  (12 €), the Notwist (19 €), Gregory Porter (29 € – ausverkauft), Judith Holofernes (16 €) und natürlich viele weitere.

Wirklich besucherfreundlich finde ich, dass durch die Förderung der Stadt und diverser Sponsoren die Karten deutlich günstiger sind, als bei manch anderen Events….und es gibt sogar einen Studentenrabatt… durchaus sinnvoll, denn Jena ist ja mit 25.000 Studenten eine echte Studentenstadt…

„Kulturfest“ rund um die Arena

Die Grundatmosphäre ist jedenfalls entspannt und völlig anders, als was man so von Großveranstaltungen her kennt. DANACH bleiben viele einfach noch und lassen den Abend nachklingen …stehend oder zuweilen auch direkt auf dem Boden vor der Bühne sitzend, quatschtend. Die Gastronomie hat sich darauf eingestellt und ist auch noch ein Weilchen geöffnet… und manchmal kommen die Künstler einfach auch direkt noch dazu. Ich habe mich selbst auch schon ertappt, dass ich danach ein Selfie mit dem Künstler gemacht habe… hatte sich irgendwie ergeben…

Es gibt aber auch viele Begeisterte,  die keine Karte haben (wollten) und es sich an an den jeweiligen Konzertabenden mit Decken, Klappstühlen und sonst was für Accessoires mitten auf dem Gehweg an der Durchgangsstraße vor der Hauptpost bequem machen und den Platz vor der Kulturarena weitläufig bevölken: Es ist also Partystimmung angesagt, egal ob Drinnen (was ja eigentlich Draußen ist) oder eben (richtig) Draußen.

Kino zur Arena

Das Kino am Sommerabend hat ebenfalls eine eigene Stimmung, wenn so nach und nach der Himmel ins Schwarz taucht, ein sanftes Gemurmel und die Geräusche der Stadt den Film unterstreichen sowie sich langsam die Abendkühle dazu gesellt.

Schade finde ich, dass der Start mit 21:30 Uhr für unter-der-Woche etwas spät ist, aber geht ja auch nicht anders… irgendwie muss es ja erstmal dunkel  werden…

Dieses Jahr sind mir die folgenden beiden Filme sofort aufgefallen:

  • „Ein ganzes halbes Jahr“: Das Buch – ein klassischer Frauenroman – habe ich mit Tränen in den Augen am Ende mental zugeklappt (es war ein eBook) und
  • „Kundschafter des Friedens“: Wer ihn noch nicht gesehen hat – der Film ist sehr unterhaltsam, leicht und lustig, insbesondere für Alle, die mit der DDR noch etwas anfangen können.

Nun kann es also losgehen: Eine erste Konzertkarte habe ich mir schon gekauft… und freue mich sehr auf einen durchtanzten Abend…. und es wird sicher nicht der einzige sein…

….vielleicht schaue ich vorher auch noch bei „Judith“ vorbei…

Zum Programm der Kulturarena in Jena 2017

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Ein Vorteil Routinen zu ändern ist, dass man neue Wege geht und vom Alltag abweichende Erlebnisse hat. Das kann man ja auf alle Lebensbereiche ausdehnen… Für mich sind es häufig die kleinen Dinge, die sich wie ein Feuerwerk empor heben.

Ich habe heute schon mittags Schluss gemacht und bin spontan auf dem Weg zur Bibliothek im Bistro Alibaba eingekehrt.
Hier war ich seit Ewigkeiten nicht mehr…

Mein Essen heute:

Fataeyr – gemischt – mit Salat für 6€

Fataeyr mit viel Salat


Fataeyr sind Teigtaschen, die nach Wahl mit Spinat, Hackfleisch (orientalisch gewürzt) und Schafskäse (inkl.Tomate) gefüllt sind. Das sind eigentlich drei Stück von einer Sorte, ich habe mir die einfach mischen lassen…

Also bestellt und dann draußen einen Platz mit einem Hauch Sonne direkt an der Straße erwischt  – gefühlt wie in Italien … kurz warten …und los gehts!

Der Teig der Fataeyr ist schön weich, mit leichtem Biss in den Ecken…warm… die Füllung angenehm temperiert und die Schafskäsevariante zerfließt regelrecht im Mund, einfach nur lecker!
Geschmacklich sind alle top, aber das Hackfleisch-Fataeyr ist für mich heute der Höhepunkt mit den enthalten Gewürzen und den Kräutern. Ich esse ja wenig Fleisch und versuche auch Milchprodukte zu reduzieren… aber das hier ist einfach zu gut!

Oh nein! Gleich aufgegessen…


Bistro Alibaba

Für alle, die noch nie hier waren, kommen jetzt ein paar Impressionen und Infos vom/zum Bistro.

Eingang zum Bistro Alibaba

Alibaba Innenansicht

Selbstbedienung

sehr freundliches Ambiente

Öffnungszeiten Alibaba in Jena

 

Hier gehts direkt zur Speisekarte.

Man kann ab 20€ – innerhalb von Jena – per Telefon bestellen. Die Lieferung dauert zuweilen etwas länger als angekündigt und jedes Gericht ist pauschal 1€ teurer. Entscheidend finde ich schlussendlich neben dem Essen die Atmosphäre: Die Besitzer sind sehr nett und auf mich wirkt es angenehm familiär. 

Kontakt:
03641/448642
Lutherstraße 3a, Jena

Öffnungszeiten
Montag-Freitag 10-22 Uhr
Samstag 12-22 Uhr
Sonntag geschlossen

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Manche Dinge wirken so sehr und manchmal erschließen sich Details erst im Nachgang.

Johanna Borchert kannte ich nicht. Mir war zunächst nur dieses eindringliche Foto auf ihrem Plakat aufgefallen mit einer Präsenz, wie ich es selten empfinde. Beworben wurde ihr Konzert mit der Jenaer Philharmonie „Symphonic Songs & Sounds- Eine jazz-poetische Klangreise durch sinfonische Welten“. Sowieso derzeit von der Philharmonie angetriggert, googelte ich also irgendwann und fand ihre Songs und ein paar grobe Informationen…

Johanna Borchert 

1983 in Berlin geboren. Jazz-Echo 2015! Studierte Jazzklavier und Komposition in Berlin. Wow. Lebt in Berlin und Kopenhagen.

Und die Musik, die Videos? Die synthetischen Sounds mit Klavier und ihre klare besondere Stimme haben es mir angetan. So war ich relativ spontan beim gestrigen Konzert.

Die Konzertidee: Borcherts Jazz trifft das Orchester 

Was mir noch vor und während des Konzerts nicht klar war: Johanna Borchert hat ein halbes Jahr für dieses Orchester die Noten selbst geschrieben und wie sie selbst meint: ihr Vermögen darin investiert. Klar, diese Zeit muss man sich leisten können. Und es war ihr Traum. Ich fürchte diese große Bedeutung und den Umfang ihrer Schaffenskunst war vermutlich so etlichen Personen, auch anderen Gästen, nicht bewusst. Umso bedauerlicher war es, dass das Konzert nicht komplett ausverkauft war.

Das Konzert – Ausflug in eine andere Welt

Das Konzert begann mit einer disharmonischen Klavierkomposition, die mich wirklich Überwindung gekostet hat, auf dem Platz sitzen zu bleiben  – scheinbar fehlt mir da ein Gen: Für mich war das eher unangenehm. Dann ging die Reise richtig los. Und ja: Ich bin kein Jazzfan und schon gar kein Kenner und so kostete es mich an so einigen Stellen Überwindung, mich auf diese Art ihrer Geschichten einzulassen. Geholfen hätten mir dafür vermutlich Visualisierungen, die es leider nicht gab (Ihre Videos schaffen sehr gut, die Stimmung als Geschichte zu erzählen.). Aber nun war ich da, hatte eine teure Karte erworben und wollte es versuchen. An den meisten Stellen habe ich dann daher die Augen geschlossen, da der unmittelbare Fokus auf das Orchester mir den Blick in meine Phantasie versperrte: Und siehe: Das Musikerlebnis wurde mehr und mehr beeindruckend, ganz anders und war im wahrsten Sinne eine Klangreise. Schon krass, welche Töne die Instrumente  hervorzubringen vermögen.

Am allerbesten, wertvollsten und nachhaltigsten für mich waren jedoch die  vielen Momente, in denen die Melodien sein durften und die disharmonischen Töne ablösten. Der Raum ging dann regelrecht auf, wenn das Orchester seine Hymnen spielte und von dem klaren Gesang Johanna Borcherts eingebettet wurde. Wunderbar! Und ich wünschte, ich könnte nochmal und nochmal eintauchen in diese Welt der Musik.

Das Danach

Am Ende konnte ich wie nach einem bewegenden Film im Kino einfach nicht gleich gehen und blieb lange sitzen. Es wirkte nach. Und das tut es noch immer, 24 Stunden später. Und das, obwohl diese anderen Momente waren, in denen ich nicht klar kam. Ich frage mich gerade, ob es diese unharmonischen Teile braucht, um den Kontrast und diese Höhepunkte zu erzeugen?

Jetzt ist mir jedenfalls erst bewusst, dass ich Teil sein durfte von etwas ganz Besonderem, was es vielleicht nicht nochmal geben wird.

Ich danke daher Johanna Borchert und der Philharmonie für diese Idee, diese Möglichkeit und den besonderen Abend!

Weitere Informationen:

http://johannaborchert.de

http://www.jenaer-philharmonie.de

https://www.facebook.com/events/1829622877304447/

Toll bei aller Verschiedenheit finde ich diese Songs:


„We are fucking funny things“ –  Der Refrain von lightyears bleibt irgendwie hängen und habe ich seitdem als Ohrwurm im Kopf.

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Ich bin ja eher der Wintermuffel und hoffe jedes Jahr, so halbwegs gut durch die dunkle Jahreszeit zu kommen. Kleine Highlights helfen mir dabei (…später vor allem wöchentliche Frühlingsblumen). Heute habe ich mir ein schönes Event organisiert: Ich gehe am 3.3. in die Jenaer Philharmonie zum klassischen Konzert. Der Titel ist „alte und neue Welten“, es wird unter anderem Dvořák gespielt und ich kann es kaum noch abwarten. Klassik höre ich einfach auch gern mal.

Nicht ganz so konventionell: Das Babykonzert

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lockeres Ambiente beim Babykonzert


Zuletzt war ich mit dem Jüngsten beim „Babykonzert„. Das ist wirklich so krass wie es klingt, also ein Konzert ab 0 Jahren und umfasst ca. 45min mit einigen „leichteren“ klassischen Stücken.
Das Konzert ist so arrangiert, dass es bereits 16:00 Uhr beginnt, die Musiker in ihrer normalen Alltagskleidung kommen und man selbst, so wie man ist, dort hingeht. Die Sitzreihen sind gelichtet und an vielen Stellen werden Matten auslegt, wo die Kinder spielen können.

Teilweise gelichtete Stuhlreihen beim Babykonzert


Zudem ist rumlaufen während des Konzertes erlaubt. Es steht also immer eine Traube von Eltern mit ihren Kindern auf dem Arm in der 1. Reihe, um die Instrumente aus nächster Nähe zu begutachten. Andere Eltern stehen mit dem Baby oder Kleinkind in der Babytrage mitten im Raum, natürlich mitwippend. Ingesamt ist es also auch laut, weil die Eltern sich unterhalten oder man den eigenen Kindern die Instrumente erklärt. Irgendwie ist das alles speziell und schlichtweg anders und so gar nicht klassisch. Trotzdem oder gerade deswegen: Es ist eine Möglichkeit als Mama (besonders als stillende) einfach mal wieder in ein Konzert ohne große Planung zu gehen und es ist eine Möglichkeit, um auch den Kleinsten ein Gefühl für ein Orchester bzw. die klassische Musik zu geben. Beim ersten Babykonzert hatte sich mein Sohn übrigens die meiste Zeit die Ohren zugehalten, also auch damit muss man rechnen. 😊

Ganz klassisch…  für die Großen

Nun, nach dem letzten Mal im Herbst letzten Jahres, war ich dann soweit, dass ich eben doch mal wieder ohne Kind an den Start gehen wollte und freue mich nun auf 2 Stunden „gefüllte Ruhe“ beim Konzert für die erwachsen gewordenen Kinder mit Strawinksy, Dvořák und Barber. Gewissermaßen hat die Werbung also gefruchtet. 👍

Karten kaufen…

Einige Karten für dieses abendliche Konzert am 3.3.2017 (19:30 Uhr) in der Jenaer Philharmonie gibt es derzeit noch zu kaufen. Die Karten kosten je nach Sitzplatz zwischen 23€ und 28€, zzgl. Gebühren. 

Das nächste Babykonzert findet dagegen zum Rosenmontag, am 27.2.2017 statt. Erwachsene zahlen 9€, Kinder bis 12 Jahren sind frei.

Veranstaltungsort ist jeweils das Volkshaus in Jena.

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