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Archive for the ‘traumzeit’ Category

Regen…

Es gibt Momente, die würde ich am liebsten festhalten. Einer davon ist der, wenn die ersten Tropfen des Regens den Boden berühren: Die Luft ist voll mit der schweren Feuchte… Bäume, die sich im Wind hin und her wiegen… ein erdiger Geruch verbreitet sich sofort, wenn ich das Fenster öffne… berührt all meine Sinne.

Ich mag es, das Schauspiel zu beobachten, z.B. wie sich nach und nach die Regentropfen am Balkon-Geländer verfangen, Nasen bilden und dann irgendwann zu schwer sind und zu Boden fallen.

Vor vielen Jahren hatte ich mal die Gelegenheit, regelmäßig unter einem schrägen Dachfenster liegen zu dürfen. Ein Bett stand genau darunter und von dort konnte man auf einen großen Baum schauen. Das war wunderbar. Der Regen rann das Fenster herab und die Tropfen verschmolzen irgendwann zu kleinen Bächen. Und dann: Loslassen und träumen….

Nutzt den Moment: Genießt den nächsten Regen und lasst euch mit allen Sinnen darauf ein.

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Du und ich

Ich stand am Zug und sah dich gehen
Nun halt ich deine Hand
Hab mich gesehnt dir zu begegnen
Der Traum ist Gegenstand

Wer hätt gedacht, an diesem Tag
Wie wir uns mal begegnen
Nicht nur ganz kurz – sondern sogar –
Für ein ganzes Leben

So steh ich hier und seh dich an
Und weiß nicht, wie ich’s sagen kann
Wie find ich Worte für all das
Was dich und mich umfasst?

Ein Schatz so groß – so reich beschenkt
Vom Schicksal gut bedacht
Ist eine Lust, die uns hier lenkt
Vom Tag bis in die Nacht

Es macht mich glücklich
Dir zu sagen, dass ich dich liebe
Ob mit Lachen oder Tränen
Wir haben uns – des Lebens Wiege

(Mai 2017)

 
Das Gedicht habe ich für eine meiner besten Freundinnen zur Hochzeit geschrieben. Ich hatte mir während der Vorbereitung zur Hochzeit überlegt, wie es sich wohl anfühlt, wenn man bei den vielen Eindrücken kleine Momente der Ruhe hat, in denen man in sich gekehrt ist und eigentlich nur denkt: Wow, was passiert hier gerade…?
In der Metrik hat das Gedicht einen kleinen Bruch, der aber beim Vortragen für mich mit der bestimmten Betonung dennoch stimmig ist.

Dass ich das Gedicht bei der Feier vor allen Gästen vortragen durfte (und mich getraut habe) und dass die Braut vor Rührung Tränen in den Augen hatte, hat mich sehr bewegt.
Es zeigt mir mal wieder mehr: Manchmal muss man einfach nur machen, selbst wenn es nicht ganz rund ist, und es passieren Dinge, die man nicht für möglich gehalten hätte.

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WizardEs gibt Spiele, die würde ich empfehlen als Erwachsener zu kennen und auch zu Hause haben. Eines dieser Spiele ist für mich Wizard. Es geht zunächst in Richtung Skat und ist doch auch sehr anders. 

Ich finde ja die Regeln halbwegs übersichtlich. Gut ist natürlich immer, wenn es einen gibt, der die live erklären kann und man dann erst mal eine Proberunde zusammen spielt.

Die wichtigsten Regeln möchte ich Euch zur Orientierung mit auf den Weg geben und damit einladen, es mal auszuprobieren. Ich verspreche: Es lohnt sich!!!

Die Grundregeln

Man versucht zunächst „Stiche“ zu bekommen, wobei immer die Karte eine andere „sticht“, die am höchsten ist. …Also wer die Karte mit der höchsten Zahl legt, bekommt den Stapel…

Es gibt dabei 4 Farben, jede kommt einmal vor und läuft von 1 bis 13. Man muss dabei immer die Farbe „bedienen“, die „dran“ ist (wird durch den bestimmt, der jeweils „raus kommt“, also anfängt). Wenn das also „Rot“ wäre, muss man auch eine rote Karte legen, sofern man eine hat. Wenn man die Farbe nicht hat, dann legt man eine andere Karte.

Zudem gibt es noch eine Trumpf-Farbe, die am Anfang festgelegt wird. Trumpf „sticht“ immer eine andere Farbe und darf gelegt werden, wenn man die Farbe nicht bedienen kann.

Dann kommen noch Zauberer und Narren ins Spiel. Beide dürfen zu jeder Zeit gespielt werden, egal ob man bedienen müsste. Der Zauber ist die höchste Karte und „sticht“ alles. Der Narr ist quasi eine „Null“ und ermöglicht es, mal nicht bedienen zu müssen, z.B. wenn man eine wichtige hohe Karte nicht spielen möchte, weil die sich ein anderer schnappen würde.

Wizard: Beispiel für Spielfarben, Narr & Zauberer

Wizard – Spielkarten

Wizard – Trumpfarbe wäre jetzt Gelb…


  

Soweit die gröbsten Regeln, das Wichtige kommt aber JETZT und umfasst das Besondere bei diesem Spiel.

Regel – Die Ansage 

Nun das Besondere: Man sagt VOR jeder Spielrunde an (beginnend bei dem, der die Runde starten wird), was man glaubt, wie viele Stiche man insgesamt in dieser Runde bekommen wird. Diese Ansage wird reih um auf dem Spiel-Zettel notiert.

Die Wertung

Die Dynamik – festgehalten im Spieleblock


   

Nach der gespielten Runde zählt, ob man richtig getippt hat, es werden also die Stiche von Jedem gezählt. Erst dann bekommt man Punkte fürs richtige Tippen und zudem nochmal für jeden erhaltenen Stich.
Liegt man aber daneben, dann bekommt man die Differenz zu dem, was man angesagt hatte, als Minus-Punkte abgezogen.

Also z.B.: Ich sage vorher „2 Stiche“, bekomme aber im Spiel sogar 5, dann habe ich leider 3 zu viel und bekomme 3*10=30 Punkte abgezogen. Genau das Gleiche wäre, wenn ich zu wenig Stiche bekäme.

Fürs richtig Tippen gibts übrigens 20 Punkte und für jeden richtigen Stich 10.

Strategie

Es lohnt sich in jedem Fall, viele Stiche anzusagen, wenn man die auch erreichen kann, z.B. „6“, dann hätte man in einer Runde 20+6*10=80, sofern man denn richtig liegt.

Man kann aber auch „Null“ ansagen und bekommt, wenn man richtig lag, auch 20 Punkte, nur eben nicht mehr.

Hier zählt also das Motto „viel hilft viel“ und aber „weniger ist manchmal auch mehr“. Es geht also darum, so zu spielen, dass man das, was man angesagt hat, möglichst auch bekommt und da kann eine gewonne „Null“ am Ende lukrativ sein.

Mein Fazit

Ich spiele das nun schon seit vielen Jahren und finde, das macht sowohl zu dritt als auch zu sechst viel Spaß. Für mich ist es ein wirkliches schönes Spiel, da es eine Mischung aus Glück und Strategie inne hat und für jede Menge Spannung und auch viele lustige Momente sorgt. Zudem ist viel Bewegung drin, auch wer gewinnen wird… das kann sich durchaus erst in den letzten Runden entscheiden.

(ab 10 Jahre, ca 10€)

Die Konkurrenz schläft nicht…

Seit ein paar Jahren bekommt WIZARD bei meinen diversen Spieleabenden starke Konkurrenz durch DIXIT, das nicht nur bei uns Damen hohen Anklang findet.
Je nach Tagesform gibts dann die eine oder andere Befürworter-Fraktion und wenns aber gut läuft, wird zuerst einmal WIZARD und dann noch eine Runde DIXIT gespielt. Ich bin mal gespannt, wie es beim nächsten Spieleabend aussieht….😊😎

…Dazu später mehr…

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Die Sonne trifft mich grad‘ ins Herz
Vorbei die kühlen Tage
Ich lass zurück den Winterschmerz
Und will nun Neues wagen

Gelbe Blüten, grüne Hecken
Nun erwacht das Leben
In mir tiefe Freude weckt
All das bunte Regen

Schmetterlinge ziehen vorbei
Es sind die ihrer ersten
Im Fenster schon ein Osterei
Singen, lachen, scherzen

Den Mantel lass ich liegen
Brauche ihn nicht mehr
Sanft möchte ich mich wiegen
Im Duft vom Blütenmeer

Das Warten hat ein Ende
Nun hab‘ ich es geschafft
Ich hebe meine Hände
Und spüre neue Kraft

(27.3.2017)

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Besonders zum Ende des Winters brauche ich mehr Grün und Farbe in der Wohnung. Hier stelle ich Euch eine Variante vor, die auch noch verblüht was her macht (wie ich finde).

Dazu braucht man:

Als Zusammenstellung

  • 3 Hyazinthen
  • 6-7 Traubenhyazinthen
  • Vase / Schale aus Glas (diese ist von Leonardo)
  • Moos aus dem Wald (gibts aber z.B. auch bei Blume 2000 zu kaufen)

Als Einzelvariante

  • Einmachgläser
  • Einzelne Hyazinthen
  • Moos

Vorgehensweise beim Bepflanzen 

  • Die bereits getriebenen Zwiebeln der verschiedenen Hyazinthen ganz vorsichtig vereinzeln (leicht auseinanderziehen und schütteln) und grob von der Erde befreien
  • In die Schale (3 Hyazinthen in die Mitte und darum die Traubenhyazinthen verteilen) bzw. Einmachgläser setzen
  • Mit etwas Erde ausfüllen, dabei sollte viel von der Zwiebel rausschauen, damit diese nicht fault
  • Mit Moos gleichmässig bedecken
  • Schale mit Tuch säubern
  • Vorsichtig angießen

Und dann…

Das Ganze wird täglich ein wenig gegossen, möglichst neben die Zwiebel. Nach ein paar Tagen bis zu einer Woche beginnen die Planzen zu blühen, für etwa eine Woche.
Die Hyazinthen neigen dazu abzuknicken, das sieht auch schön aus. Wer das nicht mag, kann wie hier auf dem Bild die Blüten zweier Hyazinthen leicht zusammenpressen. Diese verhaken sich dann und halten zusammen.

Wenn die Hyazinthen verblüht sind, dann langsam nur noch wenig gießen, bis sie irgendwann vertrocknen. Die Knollen können in den Garten gepflanzt oder im kühlen Keller bis zum Frühjahr gelagert werden. Sie blühen dann zumeist im nächsten Jahr wieder. 😊

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Manche Dinge wirken so sehr und manchmal erschließen sich Details erst im Nachgang.

Johanna Borchert kannte ich nicht. Mir war zunächst nur dieses eindringliche Foto auf ihrem Plakat aufgefallen mit einer Präsenz, wie ich es selten empfinde. Beworben wurde ihr Konzert mit der Jenaer Philharmonie „Symphonic Songs & Sounds- Eine jazz-poetische Klangreise durch sinfonische Welten“. Sowieso derzeit von der Philharmonie angetriggert, googelte ich also irgendwann und fand ihre Songs und ein paar grobe Informationen…

Johanna Borchert 

1983 in Berlin geboren. Jazz-Echo 2015! Studierte Jazzklavier und Komposition in Berlin. Wow. Lebt in Berlin und Kopenhagen.

Und die Musik, die Videos? Die synthetischen Sounds mit Klavier und ihre klare besondere Stimme haben es mir angetan. So war ich relativ spontan beim gestrigen Konzert.

Die Konzertidee: Borcherts Jazz trifft das Orchester 

Was mir noch vor und während des Konzerts nicht klar war: Johanna Borchert hat ein halbes Jahr für dieses Orchester die Noten selbst geschrieben und wie sie selbst meint: ihr Vermögen darin investiert. Klar, diese Zeit muss man sich leisten können. Und es war ihr Traum. Ich fürchte diese große Bedeutung und den Umfang ihrer Schaffenskunst war vermutlich so etlichen Personen, auch anderen Gästen, nicht bewusst. Umso bedauerlicher war es, dass das Konzert nicht komplett ausverkauft war.

Das Konzert – Ausflug in eine andere Welt

Das Konzert begann mit einer disharmonischen Klavierkomposition, die mich wirklich Überwindung gekostet hat, auf dem Platz sitzen zu bleiben  – scheinbar fehlt mir da ein Gen: Für mich war das eher unangenehm. Dann ging die Reise richtig los. Und ja: Ich bin kein Jazzfan und schon gar kein Kenner und so kostete es mich an so einigen Stellen Überwindung, mich auf diese Art ihrer Geschichten einzulassen. Geholfen hätten mir dafür vermutlich Visualisierungen, die es leider nicht gab (Ihre Videos schaffen sehr gut, die Stimmung als Geschichte zu erzählen.). Aber nun war ich da, hatte eine teure Karte erworben und wollte es versuchen. An den meisten Stellen habe ich dann daher die Augen geschlossen, da der unmittelbare Fokus auf das Orchester mir den Blick in meine Phantasie versperrte: Und siehe: Das Musikerlebnis wurde mehr und mehr beeindruckend, ganz anders und war im wahrsten Sinne eine Klangreise. Schon krass, welche Töne die Instrumente  hervorzubringen vermögen.

Am allerbesten, wertvollsten und nachhaltigsten für mich waren jedoch die  vielen Momente, in denen die Melodien sein durften und die disharmonischen Töne ablösten. Der Raum ging dann regelrecht auf, wenn das Orchester seine Hymnen spielte und von dem klaren Gesang Johanna Borcherts eingebettet wurde. Wunderbar! Und ich wünschte, ich könnte nochmal und nochmal eintauchen in diese Welt der Musik.

Das Danach

Am Ende konnte ich wie nach einem bewegenden Film im Kino einfach nicht gleich gehen und blieb lange sitzen. Es wirkte nach. Und das tut es noch immer, 24 Stunden später. Und das, obwohl diese anderen Momente waren, in denen ich nicht klar kam. Ich frage mich gerade, ob es diese unharmonischen Teile braucht, um den Kontrast und diese Höhepunkte zu erzeugen?

Jetzt ist mir jedenfalls erst bewusst, dass ich Teil sein durfte von etwas ganz Besonderem, was es vielleicht nicht nochmal geben wird.

Ich danke daher Johanna Borchert und der Philharmonie für diese Idee, diese Möglichkeit und den besonderen Abend!

Weitere Informationen:

http://johannaborchert.de

http://www.jenaer-philharmonie.de

https://www.facebook.com/events/1829622877304447/

Toll bei aller Verschiedenheit finde ich diese Songs:


„We are fucking funny things“ –  Der Refrain von lightyears bleibt irgendwie hängen und habe ich seitdem als Ohrwurm im Kopf.

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„Frühling“ (Acryl auf Papier, 2017)

Frühling

Oh wie sehn‘ ich mich
Warmer Sonnenstrahl in meinem Gesicht
Feine Blätter, frisch geboren
Sanftes Grün umgebet mich

Vögel zwitschern wie im Chor
Und die ersten Blüten
Duft und Farbe mich betören
Kannst mich nie betrüben

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