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Posts Tagged ‘Musik’

Ich freue mich ja immer über AHA-Effekte, zum Beispiel wenn ich eine Band kennenlerne, die ich eigentlich kenne, aber eben nur eigentlich.
„The Corrs“ ist so eine, von der ich zig Songs mal irgendwann gehört habe, den Namen auch, aber das bis dato nicht zusammengebracht hatte.

Da bei youtube einfach mal Songs durchlaufen, bin ich nun also doch über diese Band gestolpert, die mit ihrem üppigen Pop, dem irischen Einschlag und der wunderbaren Stimme so melodisch daher kommt.

Was ich echt nicht gedacht hätte, dass diese komplett aus Geschwistern besteht, die seit über 20 Jahren in Irland am Start sind, als Gruppe eine längere Pause eingelegt haben und wohl seit 2015 wieder gemeinsam Musik machen. Als ich einige ihrer Videos das erste mal gesehen hatte, habe ich bei den perfekten Frauen stattdessen irgendwie eine Casting-Band assoziiert: Aber da habe ich mich wohl geirrt…

Nun aber zur Musik: Mir gefallen die Unplugged-Versionen richtig gut. 😊

Besonders schön finde ich derzeit die Songs: 

„Only when I sleep“ (Dauerohrwurm)

„Radio“

Und natürlich ihre Version von „summer wine“, gemeinsam mit Bono (für die Jüngeren, das ist der Sänger der Band U2, die mal Stadien gefüllt hat und DIE Band der 80er war…)

Hier noch das gesamte unplugged-Konzert zum Durchhören:

Und wer von Euch U2 wirklich nicht kennt: Der Song „with or without you“ ist ganz großes Kino!!

 

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meine CD… mit Gebrauchsspuren…

Ich höre gerade mal wieder das Album „una mattina“ von Ludovico Einaudi und merke, dass ich das Euch sehr ans Herz legen möchte.

Wirklich sehr selten kaufe ich mir eine ganze „Platte“ (für die jüngere Generation: das sind große schwarze Scheiben, wo Musik drauf ist 😉). Aber diese habe ich schon seit „Ziemlich beste Freunde“ und habe die Investition nie bereut, da sie immer mal läuft, wenn ruhige Momente dran sind… Allerdings wird sie selten direkt von CD, sondern meist vom Handy mit der Bluetooth-Box oder mit Kopfhörern angehört.

Selbst Straßenmusiker haben inzwischen Einaudi im Programm, wie Christian Pommnitz (buchbar über „zart und zornig“), der immer mal mit seinem portablen Flügel – auch in Erfurt und Jena – unterwegs ist… Als ich letztens in Erfurt war, stand er ebenfalls vor der Krämerbrücke und ich hatte mir – passenderweise –  „una mattina“ gewünscht….

Nochmal eine andere Klasse ist natürlich Einaudi selbst, der soviel Gefühl in jeden Anschlag legt, dass ich Gänsehaut bekomme. Wirklich gern wäre ich dieses Jahr zu einem seiner Konzerte gegangen. Dafür war ich bei Hans Zimmer… alles geht eben auch nicht… hm… trotzdem echt schade.

Mir gefällt jedenfalls fast jeder Song und kann das auch gut nebenbei hören.

Sein bekanntestes Stück ist natürlich „Una Mattina“ selbst.

Ich mag auch sehr: „Ora“


…und „Ancora“:


… sowie „Divenire“, welcher fast mein liebster Song ist, allerdings von einem anderen Album…

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Newcomerin Alice Merton, die derzeit in Berlin lebt, singt in dem Song über ihre fehlenden Wurzeln im Leben.

Der Song mit dem sehr tanzbaren Sound ist gerade mein aktueller Ohrwurm. 

Merton, die an der Popakademie in Mannheim studierte, hat aber auch noch viel viel mehr zu bieten… 

Hoffentlich kommt sie bald zur Kulturarena nach Jena!

Zur Webseite von Alice Merton

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Ich hatte das Glück bei Hans Zimmer in Leipzig zum Live-Konzert gewesen zu sein. Vor dem Konzert hatte ich so einige Bekannte gefragt, ob sie den Namen kennen würden… „Nein“ war zumeist die Antwort, was mich erstaunte. Erst, als ich gesagt habe, dass dies ein großer deutscher Filmkomponist für Hollywoodfilme ist, der z.B. die Musik für „Fluch der Karibik“ geschrieben hat, kam häufig: „Ja, die Musik kenne ich“.

Hans Zimmer, der für so einige bekannte Filme die Musik komponiert hatte, bekam sogar einen Oscar für „König der Löwen“. Damit gehört er für mich irgendwie automatisch zu den Großen. Da er in Deutschland seine Kindheit verbracht hat, rutscht er für mich nochmal mehr in meinen Fokus. Heute lebt er in Los Angeles, quasi direkt am Arbeitsplatz. Dass er Konzerte gibt, damit hätte ich allerdings auch nicht gerechnet, insofern war ich gespannt, was mich erwartet.

Eine kleine Auswahl – Filmusik von Hans Zimmer

  • Batman
  • Besser gehts nicht
  • Da Vinci Code
  • Der kleine Prinz
  • Der schmale Grat
  • Fluch der Karibik
  • Gladiator
  • Ich – einfach unverbesserlich
  • Inception
  • Interstellar
  • König der Löwen
  • Madagaskar
  • Sherlock Holmes
  • Spider Man
  • Toys
  • Transformers
  • Tricks

…. mehr bei Wikipedia…

Vielfalt der Film-Musik im Konzert in Leipzig

Ein Film kann ja so viele verschiedene Momente inne haben: spannende, traurige, lustige, besinnliche und und und… Die zugehörige Filmmusik transportiert aus meiner Sicht diese Stimmungen am meisten: Wenn mir ein Film mal zu spannend ist, kann es schon mal vorkommen, dass ich den Ton ausstelle und den Film dann so weiter sehe… Gut – die Alternative wäre: Kissen-auf-die-Ohren-pressen, Kopf-unter-die-Decke-legen oder mal-schnell-auf-Toilette-gehen… 😎
Aber zurück zur Musik: Diese Vielfalt fand sich auch im Konzert von Hans Zimmer wieder: Die Besetzung bestand unter anderem aus Violinen, diversen Flöten, Schlagzeug, Trommeln, Konzertgitarre, E-Gitarren, elektronischem Chello, Xylophon. Dazu kamen Solosänger, ein Chor und diverse Synthesizer.

Das Konzert wirkte modern, rockig, poppig, elektronisch und ingesamt sehr üppig.
Hans Zimmer begann 20:15 Uhr und endete sage und schreibe 23:15 bei ca. 15 min Pause. Fast 3 Stunden! Unglaublich!! Ich war zwischendurch echt fertig. Wir saßen im Parkett im zweiten Block vor der Bühne und leider überlagerten sich bei uns die Basswellen. Der Bass hatte so eine Wucht, das mein Brustkorb vibrierte und ich nur hoffen konnte, dass mein Körper das aushält. Das war in der Tat grenzwertig. Zudem fand ich leider, dass beim Mix, ich weiß nicht, ob es an unserem Platz lag, die feinen Instrumente zu sehr in den Hintergrund geraten sind und das Schlagzeug und eben der Bass zu dominant waren.

Dennoch: In den 3 Stunden kamen so wunderbare Stücke, dass ich mal die Augen geschlossen hatte, mal mit Tränen dasaß oder mich mitwippend kaum auf dem Platz halten konnte. Die meiste Musik war sehr dynamisch und damit nichts für einen Sitzplatz. Ich fand es unpassend, nicht tanzen zu können und habe mich gefühlt, als werde ich mit Energie vollgepumpt, ohne sie ablassen zu können.

Die ganze Show und die Kompositionen waren trotz der musikalischen Ecken und Kanten sehr beeindruckend: Unglaublich, was dieser beinahe 60 jährige Mann da geschaffen hat und wie er den Laden live rockt. Seine Präsenz ist krass. Es fühlt sich ein bisschen an, wie zur Kulturarena in Jena, nicht wie in einer riesigen Veranstaltungshalle. Zimmer spricht noch relativ gut Deutsch und suchte am Abend mit seinen Anekdoten immer wieder den Kontakt zum Publikum. Dieses war wirklich bunt gemischt, von jungen Wilden mit zerrissenen Jeans in Turnschuhen (er komponiert auch Musik für Videospiele) über Damen in feinen Chiffonkleidchen und Absatzschuhen bis zum alten Herren im Anzug. Die Erwartungen an die Musik waren sicher genau wie die Gäste sehr verschieden.

Die Setlist / Die Songs

Ich habe die Setlist für das Konzert gefunden, welches er in Stockholm gegeben hat, und was in etwa auch dem Konzert in Leipzig entsprechen sollte. Auch wenn ich nicht 100% garantieren kann, dass es passt, möchte ich Euch die Gelegenheit geben, selbst nachzuforschen und nachzuhören…

Quelle:  http://www.setlist.fm/setlist/hans-zimmer/2017/ericsson-globe-stockholm-sweden-23e7e083.html

Setlist

from Miss Daisy, Sherlock Holmes and Madagascar
Driving / Discombobulate / Zoosters Breakout

Crimson Tide

Roll Tide

Angels & Demons
160 BPM

Gladiator
The Wheat
The Battle
Elysium
Now We Are Free

The Da Vinci Code

Chevaliers de Sangreal

The Lion King
Circle of Life (prelude)
This Land
King of Pride Rock / Circle of Life

Pirates of the Caribbean

Jack Sparrow
One Day
Up Is Down
He’s a Pirate

PAUSE

True Romance
You’re So Cool

Rain Main
Rain Man (Main Theme)

Man of Steel
What Are You Going to Do When You Are Not Saving the World?

Batman vs Superman: Dawn Of Justice
Is She With You? (Wonder Woman Theme)

The Thin Red Line
Journey to the Line

The Amazing Spider-Man 2
The Electro Suite

The Dark Knight Trilogy
Why So Serious?
Like a Dog Chasing Cars / Why Do We Fall? / Introduce a Little Anarchy
Bane Theme

Aurora
Aurora

Interstellar
Day One
Where We’re Going
No Time For Caution
Stay

Inception
Dream Is Collapsing
Mombasa
Time (Zugabe)

Meine Highlights

Die Geschmäcker sind ja verschieden. Zum Abschluss picke ich noch ein paar Songs des Konzertes raus, die ich besonders interessant fand. Das waren meist die ruhigeren Stücke. Das sehr rockige ist eher nicht so meins.

Die Zugabe „Time“ vom Film Inception:

Der Song ist mein Dauerohrwurm. Die erste Fassung entspricht etwa der Version in Leipzig, die nachfolgende Fassung ist die Filmvariante.

The Da Vinci Code „Chevaliers de Sangreal“

Dies war die Fassung aus dem Konzert in Leipzig.
Die reine Orchester-Variante finde ich auch wunderbar:

The Thin Red Line: „Journey to the Line“

Dieser Song war für mich gemeinsam mit der Videoanimation einfach grandios und am nachhaltigsten, was die Bilder anging. Sicherlich kommt das im Video nicht so hundertprozentig rüber, möchte ich aber dennoch zeigen.

Fluch der Karibik

Die Musik zu „Fluch der Karibik“ ist genau das, was ich meine… Filmmusik ist impulsiv, ganz passend zum Film… 

Die Ausstattung in der Leipzig Arena

Als Nachtrag sozusagen und für alle, die sich vor allem (auch) für die Location interessieren, noch ein paar Worte zur Arena in Leipzig. Ich war zum ersten Mal in der Leipzig Arena und einige Erfahrungen kann ich dazu teilen. Vielleicht nützt es euch ja was… denn schließlich gibt man einen Haufen Geld für so eine Karte aus (in meinem Fall war es ein Geschenk) und dann erwartet man nicht nur eine gute Show, sondern auch ein gutes Drumherum.

Also los gehts:
Zum Einlass standen wir ca 15min im Freien an und wurden natürlich kontrolliert. Selbst meine kleine Handtasche musste ich öffnen. Rucksäcke und große Handtaschen durfen nicht mitgenommen werden.

Laut Veranstalter darf man keine Getränke und Speisen mit rein nehmen, auch nicht für Babys. Draußen vor dem Einlass stand eine Grillbude mit Bratwürsten und Getränken. Leider habe ich keine Preise erfragt. Wir haben vorher die Straße abwärts etwas gegessen, wo es zig Optionen gibt (Chinese, Döner, Bäcker, Subway…). In der Halle selbst konnte man Brezeln kauften, wobei der Service auch durch die Reihen lief. Die Getränke-Versorgung war pragmatisch: Alle 0,4l-Getränke haben 3,50€ gekostet (Wasser, Cola etc) zzgl. 0,50€ Pfand. Es gab sehr viele Verkaufsstellen. Mein Getränk – ein Wasser – leider nur mit Sprudel… bekam ich übrigens ohne Anstehen vor dem Konzert. Ich bin allerdings auch erst 20:00 spontan zu einem Verkaufsstand gegangen, als die Ankündigung kam, dass es erst 20:15 los gehen würde. Am Ende haben viele Gäste ihre Becher stehen lassen. Da ich gern noch einen Moment sitzen bleibe, habe ich ein paar Becher bei uns in der Reihe eingesammelt und erstaunlicher weise nur kurz bei der Abgabe angestanden.

Die Bestuhlung in den Rängen war aus einfachem Plastik, wie im Stadion. Unten im Parkett hatten sie Konferenz-Stühle aus Holz mit dünnem Polster aufgestellt, die auch etwas angemessener aussahen. Ich habe die ganze Zeit doch gut auf solch einem Platz im Parkett überstanden, ohne das Gefühl zu bekommen, nicht mehr sitzen zu können. Die Anordnung in den Seiten-Rängen war dagegen quer zur Bühne. Alle, die dort saßen, mussten also die ganze Zeit den Kopf zur Seite drehen, was ich echt ungünstig finde.

Bei der Toilette hatte ich Glück. Vor dem Konzert und dazwischen in der Pause standen sie in langen Schlangen an. Nach dem Konzert wollten wohl alle nach Hause, denn ich kam sofort rein.

Die Luft in der Halle war sehr warm und zeitweise stickig. Ich hatte sofort „alles“ ausgezogen, selbst mein Bolerojäckchen, obwohl ich eher zur Fraktion gehöre, die es nicht warm genug haben kann. Zeitweise war es luftmässig an der Kante und aus meiner Sicht hätte die Lüftung mal auf die Tube drücken können. In der Summe ging es aber gut.

Die Garderobe war sehr leer und kostete 2€ extra, habe ich aber nicht genutzt.

Mein Fazit zum Veranstaltungsort: Die Halle ist insgesamt gut organisiert, wenn auch nicht optimal. Ich kann mir vorstellen, nochmal zu einem Konzert dorthin zu gehen, bevorzuge aber eher die persönlicheren kleineren Konzerte zur Kulturarena.

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Manche Dinge wirken so sehr und manchmal erschließen sich Details erst im Nachgang.

Johanna Borchert kannte ich nicht. Mir war zunächst nur dieses eindringliche Foto auf ihrem Plakat aufgefallen mit einer Präsenz, wie ich es selten empfinde. Beworben wurde ihr Konzert mit der Jenaer Philharmonie „Symphonic Songs & Sounds- Eine jazz-poetische Klangreise durch sinfonische Welten“. Sowieso derzeit von der Philharmonie angetriggert, googelte ich also irgendwann und fand ihre Songs und ein paar grobe Informationen…

Johanna Borchert 

1983 in Berlin geboren. Jazz-Echo 2015! Studierte Jazzklavier und Komposition in Berlin. Wow. Lebt in Berlin und Kopenhagen.

Und die Musik, die Videos? Die synthetischen Sounds mit Klavier und ihre klare besondere Stimme haben es mir angetan. So war ich relativ spontan beim gestrigen Konzert.

Die Konzertidee: Borcherts Jazz trifft das Orchester 

Was mir noch vor und während des Konzerts nicht klar war: Johanna Borchert hat ein halbes Jahr für dieses Orchester die Noten selbst geschrieben und wie sie selbst meint: ihr Vermögen darin investiert. Klar, diese Zeit muss man sich leisten können. Und es war ihr Traum. Ich fürchte diese große Bedeutung und den Umfang ihrer Schaffenskunst war vermutlich so etlichen Personen, auch anderen Gästen, nicht bewusst. Umso bedauerlicher war es, dass das Konzert nicht komplett ausverkauft war.

Das Konzert – Ausflug in eine andere Welt

Das Konzert begann mit einer disharmonischen Klavierkomposition, die mich wirklich Überwindung gekostet hat, auf dem Platz sitzen zu bleiben  – scheinbar fehlt mir da ein Gen: Für mich war das eher unangenehm. Dann ging die Reise richtig los. Und ja: Ich bin kein Jazzfan und schon gar kein Kenner und so kostete es mich an so einigen Stellen Überwindung, mich auf diese Art ihrer Geschichten einzulassen. Geholfen hätten mir dafür vermutlich Visualisierungen, die es leider nicht gab (Ihre Videos schaffen sehr gut, die Stimmung als Geschichte zu erzählen.). Aber nun war ich da, hatte eine teure Karte erworben und wollte es versuchen. An den meisten Stellen habe ich dann daher die Augen geschlossen, da der unmittelbare Fokus auf das Orchester mir den Blick in meine Phantasie versperrte: Und siehe: Das Musikerlebnis wurde mehr und mehr beeindruckend, ganz anders und war im wahrsten Sinne eine Klangreise. Schon krass, welche Töne die Instrumente  hervorzubringen vermögen.

Am allerbesten, wertvollsten und nachhaltigsten für mich waren jedoch die  vielen Momente, in denen die Melodien sein durften und die disharmonischen Töne ablösten. Der Raum ging dann regelrecht auf, wenn das Orchester seine Hymnen spielte und von dem klaren Gesang Johanna Borcherts eingebettet wurde. Wunderbar! Und ich wünschte, ich könnte nochmal und nochmal eintauchen in diese Welt der Musik.

Das Danach

Am Ende konnte ich wie nach einem bewegenden Film im Kino einfach nicht gleich gehen und blieb lange sitzen. Es wirkte nach. Und das tut es noch immer, 24 Stunden später. Und das, obwohl diese anderen Momente waren, in denen ich nicht klar kam. Ich frage mich gerade, ob es diese unharmonischen Teile braucht, um den Kontrast und diese Höhepunkte zu erzeugen?

Jetzt ist mir jedenfalls erst bewusst, dass ich Teil sein durfte von etwas ganz Besonderem, was es vielleicht nicht nochmal geben wird.

Ich danke daher Johanna Borchert und der Philharmonie für diese Idee, diese Möglichkeit und den besonderen Abend!

Weitere Informationen:

http://johannaborchert.de

http://www.jenaer-philharmonie.de

https://www.facebook.com/events/1829622877304447/

Toll bei aller Verschiedenheit finde ich diese Songs:


„We are fucking funny things“ –  Der Refrain von lightyears bleibt irgendwie hängen und habe ich seitdem als Ohrwurm im Kopf.

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Ich bin ja eher der Wintermuffel und hoffe jedes Jahr, so halbwegs gut durch die dunkle Jahreszeit zu kommen. Kleine Highlights helfen mir dabei (…später vor allem wöchentliche Frühlingsblumen). Heute habe ich mir ein schönes Event organisiert: Ich gehe am 3.3. in die Jenaer Philharmonie zum klassischen Konzert. Der Titel ist „alte und neue Welten“, es wird unter anderem Dvořák gespielt und ich kann es kaum noch abwarten. Klassik höre ich einfach auch gern mal.

Nicht ganz so konventionell: Das Babykonzert

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lockeres Ambiente beim Babykonzert


Zuletzt war ich mit dem Jüngsten beim „Babykonzert„. Das ist wirklich so krass wie es klingt, also ein Konzert ab 0 Jahren und umfasst ca. 45min mit einigen „leichteren“ klassischen Stücken.
Das Konzert ist so arrangiert, dass es bereits 16:00 Uhr beginnt, die Musiker in ihrer normalen Alltagskleidung kommen und man selbst, so wie man ist, dort hingeht. Die Sitzreihen sind gelichtet und an vielen Stellen werden Matten auslegt, wo die Kinder spielen können.

Teilweise gelichtete Stuhlreihen beim Babykonzert


Zudem ist rumlaufen während des Konzertes erlaubt. Es steht also immer eine Traube von Eltern mit ihren Kindern auf dem Arm in der 1. Reihe, um die Instrumente aus nächster Nähe zu begutachten. Andere Eltern stehen mit dem Baby oder Kleinkind in der Babytrage mitten im Raum, natürlich mitwippend. Ingesamt ist es also auch laut, weil die Eltern sich unterhalten oder man den eigenen Kindern die Instrumente erklärt. Irgendwie ist das alles speziell und schlichtweg anders und so gar nicht klassisch. Trotzdem oder gerade deswegen: Es ist eine Möglichkeit als Mama (besonders als stillende) einfach mal wieder in ein Konzert ohne große Planung zu gehen und es ist eine Möglichkeit, um auch den Kleinsten ein Gefühl für ein Orchester bzw. die klassische Musik zu geben. Beim ersten Babykonzert hatte sich mein Sohn übrigens die meiste Zeit die Ohren zugehalten, also auch damit muss man rechnen. 😊

Ganz klassisch…  für die Großen

Nun, nach dem letzten Mal im Herbst letzten Jahres, war ich dann soweit, dass ich eben doch mal wieder ohne Kind an den Start gehen wollte und freue mich nun auf 2 Stunden „gefüllte Ruhe“ beim Konzert für die erwachsen gewordenen Kinder mit Strawinksy, Dvořák und Barber. Gewissermaßen hat die Werbung also gefruchtet. 👍

Karten kaufen…

Einige Karten für dieses abendliche Konzert am 3.3.2017 (19:30 Uhr) in der Jenaer Philharmonie gibt es derzeit noch zu kaufen. Die Karten kosten je nach Sitzplatz zwischen 23€ und 28€, zzgl. Gebühren. 

Das nächste Babykonzert findet dagegen zum Rosenmontag, am 27.2.2017 statt. Erwachsene zahlen 9€, Kinder bis 12 Jahren sind frei.

Veranstaltungsort ist jeweils das Volkshaus in Jena.

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Ich bin gestern mal wieder mit der Musik von Coud-Atlas in Kontakt gekommen, die so eine besondere Stimmung inne hat, dass ich mich gleich an den Film und seine Aussagen erinnere. Und so schreibe ich jetzt, quasi einige Wochen später, nun doch noch etwas dazu.

Hier zunächst die Musik:

Wer mich gut kennt, weiß dass Einiges dagegen sprechen würde, dass ich mir diesen Film ansehe, aber es kam anders und so saß ich im Kino-Stuhl, mit Kuschelsitz natürlich ;-).  Ich wusste nicht, was mich erwartet, außer dass ich gutes Sitzfleisch brauche. Am Ende waren wir fast 4 Stunden im Kino, davon waren 3 Stunden Film, eine halbe Stunde Werbung und ca. 15-20min Pause. Trotzdem, und ich kann’s selbst fast nicht glauben, war ich enttäuscht, dass mitten drin eine Pause kam und der Film nicht weiter lief. Da ich sonst auch gern die Kino-Toilette überstrapaziere, will das schon echt was heißen.

Mein Eindruck?

Ich gehöre zur Fraktion der Befürworter des Films: Mir hat der Film sehr gut gefallen. Oft habe ich allerdings gedacht, dass er für einen 12-Jährigen (genehmigt ab U12)  stellenweise doch zu blutig ist. Ich plädiere ja generell sehr dafür, zu der üblichen Altersstaffelung noch eine Step „ab 14 Jahren“ anzubieten, aber das nur am Rande…

Werte machen „Cloud Atlas“ besonders

Warum ich den Film gut finde, kann ich klar benennen: Für mich ist es der Fokus auf die Werte im Leben, für die es sich lohnt zu kämpfen bzw. sich einzusetzen: Für Freiheit, Freundschaft und weg von Vorurteilen gegenüber Fremden. Und der Film hat auch gezeigt, dass man nicht zu naiv sein sollte, da manchmal der vermeintliche Freund der „Feind“ ist, wenn man genau hinsieht. Deutlich wurde darüber hinaus, dass gute Beziehungen häufig über Emotionen, über nonverbale Kommunikation (der Blickkontakt des Schwarzen) schon definiert werden.

Klarer Blick und Mut, neue Wege zu gehen

Manchmal bewegen sich die Menschen in einem über Jahrhunderte dauernden Raster der Gewohnheit, wie z.B. zum Thema Sklaverei, und hinterfragen bestimmte Dinge gar nicht mehr. Der Film zeigt, dass es lohnt, aus dem Gewohnten und Gelernten und sicheren Kontext auszubrechen, aus der scheinbaren perfekten Welt: diese in Frage zu stellen, Dinge und Verhalten in Frage zu stellen, um etwas Neues zu entdecken und Altes zu verändern. Eine Filmaussage zur Bedeutung des Einzelnen auf dem Weg der Veränderung war in etwa: „Manchmal ist man selbst mit seinem Engagement nur wie ein Wassertropfen, scheinbar unbedeutend, aber ohne diesen Wassertropfen gäbe es kein Meer.“

Es geht dabei aus meiner Sicht auch darum, über den Tellerrand zu sehen, um einen klaren Blick für wichtige Dinge und sich selbst zu bekommen. Schon bei „Matrix“ war diese Entscheidung mit der Pillenwahl ganz klar: Nämlich die Entscheidung dafür, zu sehen, was real ist, sich selbst zu erkennen und damit einem realen, emotionalen Leben zu folgen und nicht einer fiktiven Illusion hinterherzurennen.

Am Ende des Films blieb trotz einiger emotionaler Tiefschläge ein positives und auch etwas nachdenkliches Gefühl: Das Leben ist nicht perfekt. Aber es lohnt sich, es aktiv zu gestalten!

Hier findet Ihr den Trailer zum Film:

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