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Archive for the ‘jena’ Category

Frühe Frühjahrsblüher

Dieses Jahr scheint die Natur irgendwie gegen die Regeln zu arbeiten. Schon gestern habe ich die erste blauen Spitzen von Frühjahrsblühern am Botanischen Garten in Jena entdeckt, also am 31. Januar. Schneeglöckchen gibt es sogar schon ein paar Tage…

Nur: Heißt das damit, dass es warm bleibt? Also spüren Pflanzen so etwas wie einen Wetterumschwung, wie man es Tieren nachsagt…? Ich hoffe ja, dass der Frost sie nicht wieder vernichtet, obwohl ich ja eigentlich auf einen schneereichen Winter gehofft habe…

Anbei: Die Rose und der Lavendel haben im Damenviertel übrigens gar nicht aufgehört zu blühen…

…mal sehen, wie sich das alles noch entwickelt…

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Noch bis zum 19.11.2017 kann man die Sonderschau in Jena in der Kunstsammlung im Stadtmuseum sehen. Das Motto lautet: „Es gibt nur ein Programm: Freiheit!“ und gefällt mir richtig gut. Es passt irgendwie auch zu einem meiner letzten Beiträge „Wir sind frei“ vs.  „Freier Wille ist nur eine Illusion.“

In der Ausstellung zu sehen sind Gemälde, Zeichnungen und Drucke der Expressionisten:

  • Emil Nolde
  • Ernst Ludwig Kirchner
  • Max Pechstein
  • Cuno Amiet
  • Ferdinand Hodler
  • Karl Schmidt-Rotluff
  • Erich Heckel …  und viele andere

Geehrt wird dabei der Kunsthistoriker Botho Graef (1857-1917), der sich seinerzeit sehr für den Expressionismus und deren Künstler einsetzte, mit einigen enge Kontakte pflegte, Rezensionen verfasste und im Jenaer Kunstverein aktiv war. Er war zum Beispiel auch mit Kirchner befreundet, der nach Graefs Tod 260 Grafiken der Jenaer Sammlung schenkte.

Die Ausstellung hat eine angenehme Größe – über zwei Etagen – und ist im ehrwürdigen alten Gebäude der „Göhre“ auf dem Markt gut platziert.

Ansprechend fand ich die Präsentation der Werke, die mich sehr an die große Nolde-Ausstellung im Sommer diesen Jahres in Leipzig erinnert hat. Die unterschiedlich farbigen Wände bringen aus meiner Sicht die Werke besonders gut zur Geltung und die Farbwechsel unterstützen die verschiedenen Schwerpunkte.


Eine schöne Idee fand ich auch, dass Zeichnungen aus einem Skizzenbuch auf einem Beamer in einer Bildershow gezeigt wurden.


Kinder in der Kunstausstellung

Ich habe noch nie darauf geachtet, ob es sowas schon in einem oder diesem Museum gab… Jedenfalls  können kleine Kinder an einer Magnetwand selbst zwei Bilder puzzeln. Toll war der Effekt, als das jeweilige Bild dann etwas später auf einmal real im Raum hing. Mein Jüngster (4 Jahre) war begeistert „Das kenn ich!“. Damit hatte die Arbeit an dem Puzzle wirklich den Effekt erreicht, nämlich Aufmerksamkeit zu erlangen. Toll!


Aber auch so ist die Ausstellung für Kinder gut machbar, da sie nicht so groß ist. Ich habe mir ein paar markante Bilder ausgesucht und die gemeinsam mit meinem Jüngsten entdeckt und beschreiben lassen.

Was jedem aber klar sein muss. Mit Kindern kann man nicht das volle Programm durchziehen. Wenn es zu viel wird, vergrault man dem Kind nur die Freude an der Kunst. Ich war daher so kurz wie lange nicht mehr in einer Ausstellung und dennoch finde ich: Das war es wert!

Meine Highlights

Ich mag Gemälde! Und es gab einige schöne zu sehen, auch die Pferde vom Titelplakat sind mein Fall. Aber die Bilder von Nolde mag ich in der Tat am meisten. Nolde würde ich mir auch in die Wohnung hängen. Sein breiter Strich und die kräftigen Farben sind wunderbar und man merkt noch die Nähe zum Impressionismus.

Nolde im Hintergrund auf der blauen Wand


Also: Nutzt die Gelegenheit und besucht die kleine und sehr feine Ausstellung… bis zum 19.11.2017

Noch ein paar Eckdaten:

Eintritt: 

  • 8€ Erwachsene
  • Kinder bis 14 Jahre und Schüler sind frei

Adresse:

  • Markt 7, 07743 Jena

Öffnungszeiten:

  • Dienstag, Mittwoch, Freitag 10 – 17 Uhr
  • Donnerstag 15 – 22 Uhr
  • Samstag und Sonntag 11 – 18 Uhr
  • Montag geschlossen
  • Einlass bis 30 Minuten vor Schließung.

Weiterlesen: 

Zum Hintergrund der Ausstellung – der 100. Todestag von Botho Graef

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Tipps zur Wahl

Ich möchte Euch noch ein paar Tipps und Gedanken zur Wahl mitgeben. Ein paar Stunden sind es ja noch, also nutzt die Zeit, um Euch zu informieren und zu entscheiden. Es folgen eine paar lokale Tipps für Jena und natürlich bundesweit gültige.

Hier werden die zehn Direktkandidaten für Jena zu bestimmten Themen befragt, allerdings sollte man bedenken, dass bereits  die Auswahl der Fragen immer auch eine Wichtung der Themen impliziert und damit ein bestimmtes Meinungsbild dominieren kann!  „Die Welt“, welche den Beitrag erstellte,  ist in privater Hand… Dennoch fand ich es informativ.

Zum Einfluss der Medien bei der Wahl habe ich heute auch einen herrlichen Beitrag von Volker Pispers angesehen und herzlich gelacht. Sehr schlau, was er so erzählt. Das sollte jeder gesehen haben.

Für die Zweitstimme, die die Zusammensetzung des Bundestages bestimmt, gibt der Wahlomat der Bundeszentrale für Politische Bildung erste Orientierung.

Für den zweiten Schritt schlage ich vor, sich bei drei „engeren“ Parteien die Wahlprogramme vorzunehmen und mit den eigenen Werten abzugleichen.

Mir hat das Ganze jedenfalls schon geholfen  und ich habe mich entschieden….

Also: Sei kein Schaf und gehe wählen!

Dies ist eine Karikatur, die Darstellung ist bewusst überzeichnet und muss nicht der Realität entsprechen!

Die AFD werde ich allerdings nicht wählen. Ich nenne mal ein paar Beispiele, warum ich diese Partei für mich ausgeschlossen habe:

  • Ich will nicht die DM zurück. Äh… übrigens genauso wenig wie die Ostmark.
  • Ich bin nicht dafür, dass die Gewerbesteuer abgeschafft wird, da sie eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinden ist.
  • Ich habe nichts gegen Schwule und Lesben und wenn sie heiraten wollen… nur zu.
  • Ich bin für die Integration von Behinderten.
  • Ich finde es wichtig, dass das Verbrechen im Nationalsozialismus NIEMALS vergessen werden darf.
  • Ich finde es wichtig, dass eine Mutter selbst entscheiden kann, ob sie ihr Ungeborenes abtreibt. Und ich glaube, das macht keine Mutter einfach so aus Spaß und die wenigen, die das durch haben, die ich kenne, haben das nach großer Überlegung getan und intensiv abgewägt und haben selbst zum Teil immer noch damit zu tun.
  • Ich finde, auch Alleinerziehende sollen als Familie gelten dürfen.
  • Ich glaube, dass der Mensch mit der ganzen Industrie und den Abgasen durchaus einen Einfluss auf das Klima hat, sehr spürbar am  lokalen Klima in den Städten (ganz unabhängig von globalen Klimamodellen) (wer sich für globale Klimafragen interessiert und auf deutsche Forschungsergebnisse Wert legt, wird u.a. fündig bei Stefan Ramstorf (Pik Potsdam)
  • Ich bin auch nicht dafür, dass meine Kinder zur Bundeswehr gehen müssen. Das können Sie bitte selbst entscheiden, wenn sie erwachsen sind.
  • Ich bin schlicht und einfach für Demokratie!

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Windknollen Jena
Kaum sehe ich die Bilder vom letzten Wochenende, zieht es mich gedanklich wieder nach oben. Der Windknollen mit dem Napoleonstein ist ein wundersames Gebiet. Wenn ich dort oben bin, fühlt es sich an, als wäre ich unendlich weit von Jena entfernt und doch sind es vielleicht nur 40min Fußweg von der Innenstadt (Philosophenweg).


Der Windknollen ist ein Plateau über Jena und Naturschutzgebiet. Wie der Name schon sagt, weht hier häufig der Wind. Bei meinem letzten Spaziergang, am ersten Septemberwochenende, war es allerdings angenehm mild und fast windstill.

Windknollen Tafel
Die höchste Spitze säumt der „Napoleonstein„, der eine kleine Historie hat: In dem Gebiet stand einst Napoleon, der mit dem französischen Heer die preußische Armee vernichtend geschlagen hatte. Das Denkmal erinnert noch heute daran.

Napoleonstein Jena
Napoleonstein Jena
Für mich rückt die historische Komponente allerdings weit in den Hintergrund. Ich komme lediglich wegen der Natur hierher. Diese ist Ergebnis jahrelanger Nutzung als Truppenübungsgelände und der damit verbundenen Komprimierung durch unzählige Panzerüberfahrten. Unglaublich, wenn ich mir überlege, wie wundervoll es heute hier ist. Das ständige Befahren mit den schweren Gefährten hatte die Wiederbewaldung unterdrückt und Raum für diese steppenartige Landschaft gegeben.

Windknollen Jena Graslandschaft
Windknollen Jena
Das Besondere liegt genau in der Kargheit, dem großzügigen weitläufigen Grasland mit den vereinzelten Sträuchern, unscheinbaren Orchideen oder glänzenden Silberdisteln.

Es ist einfach unbeschreiblich schön an diesem Ort, egal zu welcher Jahreszeit.

Windnollen Jena - Baum
Dieses Gefühl von Freiheit, das ich auch oft an der See empfinde, wenn der Strand so weit und die Luft so klar ist, dies habe ich auch hier. Diese Weite macht es wohl, dass ich manchmal den Hügel runter renne oder einfach spontan die Arme in die Luft reißen muss. 😊

Windknollen und Napoleonstein Jena
Dass das beschauliche Jena so nah ist, wird übrigens deutlich, wenn man ganz oben auf der Ebene angelangt ist. Dann sieht man ein Stückchen der im Tal liegenden Stadt hinter dem Wald hervorlugen und vielleicht auch den fast 150 m hohen Jentower, das Wahrzeichen der Stadt.

Blick vom Napoleonstein auf Jena
Nach den Eindrücken auf der Anhöhe laufe ich meistens noch ein Stück weiter und verbinde den Weg mit einer kleinen Wanderung zur Papiermühle (hier gehts zur Wanderroute). Dort kann man wunderbar im Biergarten sitzen oder es sich an kühleren Tagen in der urigen Stube gemütlich machen.

Papiermühle Jena - Biergarten

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Marktschätze

Samstag. Markttag! Wenn ich es schaffe, gehe ich los und schlendere über den Wochenmarkt vorm alten Ratshaus bei uns in Jena. Ich mag die Atmosphäre, die vielen alten Omis und Opis, die ihre Blumen sowie Obst und Gemüse aus ihrem Garten anbieten. Ich mag die verschiedenen Stände, den Bioladen, der meist – wie auch heute morgen – großen Andrang findet und die Auswahl, die eben mal nicht nur typische Supermarktware umfasst (aber auch).  Überhaupt sehe ich dort in viele freundliche Gesichter, es ist irgendwie schön. Und das macht es wohl aus.

Kleine Schätze kommen immer mit. Wobei ich mich dennoch etwas zurückhalte, um das Portemonnaie nicht zu sehr zu strapazieren.

Meine Schätze heute:

Thüringer Pflaumen

Nur eine Handvoll Pflaumen habe ich mir gekauft, denn wir haben eigentlich noch genug Obst zu Hause.

Preis: je 500g 1,49€


Kleine Tomaten aus dem Garten

Erstanden habe ich die bunten Tomaten von einem Renterehepaar. Die Portion kostete pauschal 2,50€. Ich habe gleich genascht und sie sind wirklich sehr lecker.

Und sicher mein Highlight:

Handgemachter Käse

Ich habe 2 Stückchen Käse aus eigener Herstellung von der Hofkäserei Tultewitz erworben, mit verschiedenen Kräutern und essbarer Rinde. Das Besondere: Die Tiere werden artgerecht gehalten und die ist Milch schonend verarbeitet, ohne Farb- und Konservierungstoffe oder Mittel zur Rindenbehandlung.

Preis zusammen 5,60€


Endlich zu Hause…. Ich musste erstmal ein zweites Frühstück einlegen und meine Schätze probieren: Mit einem frischen Brötchen von „Gräfe„, etwas Butter und Käse, sowie ein paar Tomaten. Sehr lecker!

Fazit: Das schmeckt nach Urlaub!

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Am Montag (21.8.) sollte ganz Jena auf dem Platz vor der Stadtkirche sein, bzw. Weimar auf dem Goetheplatz, denn demonstriert wird für bessere Bedingungen in den Kindergärten. 

Der Betreuungs-Schlüssel in Thüringen bei 3-Jährigen ist beispielsweise 1:15. 

Wenn da eine Kind ein extra Bedürfnis hat… Pech… denn da ist quasi gar keine Zeit für, richtig darauf einzugehen… Zwei Kinder weinen… eins hat noch eine Frage… wo beginnen… ? Es kann nicht funktionieren. 

Gerade hatten wir Elternabend, und eine Erzieherin sagte zum ersten Mal offen, dass sie so an der Grenze sind und trotzdem immer das Beste geben wollen. Das würden sie uns natürlich auch nicht jeden Morgen sagen, wenn wir das Kind bringen… Sie meinte, schon allein beim Schuhe zu binden ist es kaum den Kindern zu erklären, dass sie als Erzieherin erstmal noch 14 anderen Kindern die Schuhe zu machen muss, bis auch das letzte Kind dann dran ist. Der Job ist „nur“ noch zu funktionieren, statt gut zu betreuen oder in Beziehung zu gehen.

Sie bat uns eindringlich um Unterstützung und Hilfe, die ich hiermit weitergebe. Ich glaube, wir sehen als Eltern gar nicht, was eigentlich los ist, sondern ahnen das nur…

Die Erzieher geben echt alles und kommen doch an ihre Grenzen. Auch die Werte, die sie selbst vertreten, sind für sie zumeist kaum im Job lebbar, weil sie schlichtweg einfach keine Zeit dafür finden.

Nun ist es Zeit, etwas zu ändern. Zunächst gibt es die Petition „hier spielt die Musik“ im Netz unter www.kita-gesetz.de.

Petitionen habe ich nicht nur diese unterschrieben, aber am Montag bin ich auch bei der parallell geplanten Demo dabei. Ich möchte für mein Kind, aber auch für die Kinder in unserer Gesellschaft, andere Bedingungen. 

Jede Mutter und jeder Vater und alle, denen die nachkommende Generation etwas am Herzen liegt, sollten da sein und gegen diese Zustände rebellieren.

Gerade auch, weil die Kinder schon viel zu früh in die Betreuung müssen, weil das unsere Gesellschaft so erwartet bzw. weil es meist nur schwer anders leistbar ist.

Bitte seid einfach dabei. Zieht euch bunt an und zeigt Gesicht, dass ihr diese Zustände nicht länger duldet!! Macht es für die Kinder, die jeden Tag da sein müssen, die die Zustände erdulden müssen, die keine Chance haben „nein“ zu sagen und für die Erzieher, die ein Recht auf eine erfüllte Arbeit haben, ohne sich in den Burnout zu arbeiten.

Wir sehen uns am Montag!


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Der Start in die Kulturarena-Saison hat begonnen: Gestern Abend war ich bei „Judith“ (von Friedrich Hebbel) zum Eröffnungs-Theater der Kulturarena… (…gerade erst schrieb ich einen Beitrag zu diesem wunderbaren 8-wöchigen Sommer-Theater-Kino-Konzert-Ereignis in Jena…)

Erste Aktionen vor Beginn

Es war angenehm warm draußen und die Stimmung in der Stadt entspannt. Um einen Sitzplatz zu reservieren, war ich zeitig da und hatte genug Zeit, um das Treiben zu beobachten, mit Nachbarn zu quatschen und so hin und wieder in mich hinein zu schmunzeln…

Bereits vor Beginn des Stückes kamen die ersten Statisten auf die Bühne und es ging zur Sache. Einige waren als Soldaten verkleidet und standen provokativ vor dem Publikum. Wenig später wurde gespielt, wie eine Frau auf der Bühne verprügelt und diese unter ihrem Schreien in eine Ecke gebracht wurde… unerwartet an diesem lauen Sommerabend. Es war krass und irgendwie nicht ganz so, wie ich mir einen unterhaltsamen entspannten Abend vorgestellt hatte, den ich gerade dringend brauchte. Ich war also, bevor es überhaupt losging, wirklich im Zweifel, ob ich mir gerade mit dem Abendprogramm einen Gefallen getan hatte.

Hohe Aktivität bereits 10min vor Beginn des Stückes

Auch die letzten Jahre wurde immer schon vor Beginn gespielt, manchmal auch unter Einbezug der Theatergäste. Ich finde das generell gut…denn auf jeden Fall verkürzt es die Wartezeit….

Der Inhalt des Stückes

Ja, das Thema ist schwer: Glaube, Krieg, Hass, Hunger und Elend spielten die Hauptrollen und so passt das Thema sicher auch in die aktuelle Syrien-Thematik. Letzten Endes zeigte das Stück aber auch, dass selbst der größte Tyrann (Holofernes) ein Mensch mit sexueller Begierde ist und wie Judith aus dem gegnerischen Lager ihre weiblichen Waffen einsetzte, um ihn damit zur Strecke zu bringen.

Weitere Infos könnt ihr dem Flyer entnehmen:


Namensträger für Judith Holofernes

Wer aufmerksam gelesen hat, hat es vielleicht schon bemerkt: Das Stück war für den Künstlernamen der Frontsängerin „Judith Holofernes“ von „Wir sind Helden“ der Ideengeber. Judith Holofernes, die dieses Jahr selbst am vorletzten Tag der Kulturarena auftritt, dürfte es sicher freuen, dass genau dieses Stück aufgeführt wird.

Stimmung und Wirkung des Abends

Der Abend war mal nicht ausverkauft, wie ich es sonst eher gewohnt bin, was vermutlich an der hohen Konkurrenz zum Folkfestival in Rudolstadt gelegen hat, aber vielleicht auch an dem schweren Thema per se. Dafür gab es gut Platz in den Sitzreihen.

Gewundert hat mich, dass die Akustik so schlecht war. Ich saß im Rang, vierte Reihe und hatte vor allem zu Beginn Mühe die Schauspieler zu verstehen. Überhaupt fand ich den Start alles andere als gelungen. Zu lange brauchte ich, bis klar war, wer gerade von den Massen spricht, die gleichzeitig auf der Bühne waren. Ansonsten fand ich es kurzweilig, während meine Begleitung lieber geschlafen hätte…  Ob das die Regie, Moritz Schönecker, so geplant hat…?

Am besten – und wirklich richtig gut – fand ich die musikalische Untermalung, die live von einer kleiner Band und einer Sängerin (Raphaëlle Brochet) mit einer wunderbaren eindringlichen Stimme zum besten gegeben wurde. Zwar wiederholten sich die Motive der Stücke, waren aber aus meiner Sicht passend und gaben der Szenerie einen orientalischen und klagenden Charakter.

Die Schauspieler kamen dagegen durch die mangelnde Akustik für mich nicht so gut zur Geltung, es fehlte mir an Präsenz. Das Gefühl, das man irgendwann selbst TEIL der Bühne ist, stellte sich nicht wirklich ein, obwohl das Bühnenbild toll war. Hier ist sicherlich Spielraum nach oben  – da habe ich schon bessere Aufführungen an dieser Stelle erlebt, auch wenns viele gute Szenen gab.

… Teil der Eröffnungsszene

das Bühnenbild war echt gut gemacht

…rechts in dem Glaskasten saß die Band einschließlich der Sängerin

  

Trotz Kritik, fand ich es dennoch kurzweilig und hatte noch einen unterhaltsamen Abend. 

….Jetzt bin ich schon freudig gespannt auf das erste Konzert… 😊 

Zum Programm und Ticketkauf der Kulturarena

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