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Am 17.3, 18.3. und 19.3 läuft der dreiteilige Film „unsere Mütter, unsere Väter“ im ZDF, jeweils 20:15 Uhr.
Die Vorschau in der ZDF-Mediathek lässt erahnen, dass dieser Kriegsfilm anders ist als andere, indem er nämlich fünf verschiedene normale Menschen der Zeit begleitet und schonungslos deren Themen präsentiert, vom Zweifler, Überzeuger, Mitläufer usw.
Ich habe mir die Trailer angesehen und finde die Stimmung jetzt schon so krass, dass ich nicht sicher bin, ob ich mir den Film mental antun möchte.
Selbst hätte ich ihn sicher nicht beachtet, wenn ich nicht als Statist mit dabei gewesen wäre. Denn allein der Dreh im Krankenhaus hatte schon bereits etwas Beklemmendes und da war noch das Filmteam komplett am Start und ich konnte mir sagen, dass es nicht real ist.
Krass finde ich, dass solche Situationen real existierten (und existieren), der Krieg, die Stimmung, das Leid. Für mich ist das unglaublich, was es mit den Menschen gemacht haben muss, vor nicht allzu langer Zeit. Und von daher finde ich den Titel so passend und wichtig, denn da kommen wir her. Das haben unsere Großeltern oder auch Eltern erlebt. Darüber wird nicht mehr geredet, aber das kollektive Gedächtnis weiß davon und es hat was mit unseren Vorfahren gemacht. Wie sehr muss man abstumpfen, um damit überhaupt einen Umgang zu finden? Das kann nicht spurlos an den nächsten Generationen vorbei gegangen sein, mit allen Konsequenzen.

Zur Mediathek:
www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1825582

Sendetermine auch anderer Sender:
www.fernsehserien.de/unsere-muetter-unsere-vaeter/sendetermin

DVD zum Film:
DVD zum Film „Unsere Mütter, unsere Väter“

Hier ein Trailer:

http://www.youtube.com/watch?hl=de&client=mv-google&gl=DE&v=ZVYpav9v68E&nomobile=1

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Das ZDF bringt dieses Jahr einen großen Dreiteiler ins Fernsehen „unsere Mütter, unsere Väter“. Der Film spielt u.a. im Krankenhaus zur Zeit 1941-1945 und wird von teamworx für das ZDF produziert. Laut Buschfunk ist das die teuerste Produktion, die das ZDF je getätigt hat, mit über 10 Millionen Euro.

mehr Infos unter dem Filmmagazin „Negativ

Ich bin „durch Zufall“ hinter die Kulissen geraten und habe mich als Komparse neben vielen Soldaten in ein Krankenschwesteroutfit geworfen. Die Klamotten waren schon etwas „speziell“:

Komparsenoutifit

Komparsenoutfit im Film „Unsere Mütter, unsere Väter“

Allerdings fand ich im Gegensatz zu meinem letzten Dreh zum Märchenfilm „Brüderchen und Schwesterchen“ (vor mittlerweile 3 Jahren, lief mal wieder zu Weihnachten im Fernsehen) diesen Dreh sehr, sehr anstrengend, nicht nur wegen der düsteren Atmopshäre (Krankenhaus, schwarze Wände, verletzte Soldaten, entsprechende Geräusche), sondern auch, weil die Kommunikation im Filmteam gegenüber den Komparsen sehr schlecht und unkoordiniert war und viele Szenen sehr oft wiederholt wurden.

Wir als Komparsen standen die ganze Zeit am Dreh. Pausen gab es quasi nicht bis kaum, in 10 Minuten habe ich mein Mittag einnehmen müssen, weil die Schlange an der Ausgabe zu lang und der Dreh schon wieder weiter ging. Standardgetränke zwischendurch? Fehlanzeige. Ich habe mir ein Getränk während der Drehzeit erbettelt und auch zwischendurch diverse Snacks ergattern können. Wenigstens bin ich ein Typ, der fragt und dran bleibt. Schwierig ist es denen gefallen, die das einfach so hinnehmen.

Meine Aussage: „Komparse sind bessere Sklaven“ sehe ich damit mal wieder bestätigt.

Ich schätze leider auch, dass ich im Gegensatz zu meinem letzten Einsatz nicht richtig zu sehen sein werde, da zu viele Komparsen am Start waren und wir wirklich „nur“ klassisches Füllprogramm im Hintergrund darstellten, obwohl ich als eine der wenigen Frauen sehr lange vor Ort bleiben musste. Naja, ich bin mal wieder um eine Erfahrung reicher, die mir sagt: Ich muss das nicht (mehr) machen, nicht um jeden Preis. Also ich bin (vor)erst mal geheilt.

Der Dreh war übrigens an dem Tag in Zeitz in der alten Schule.

„Kennen gelernt“ habe ich vor Ort Katharina Schüttler, Miriam Stein, Götz Schubert und Henriette Richter-Röhl. Wobei ich fand, dass die Schauspieler zum Teil etwas schräg und distanziert drauf waren. Götz Schubert hat sich zwar mal „herabgelassen“ drei Worte mit mir zu wechseln, aber ich hatte das Gefühl, dass hier klar 2 Klassen bestehen bleiben sollten, also keine Offenheit seitens der Schauspieler da war. Das Drehteam war etwas lockerer drauf. Hm. Vielleicht hat die Atmosphäre doch mehr zu dem Verhalten beigetragen, als alle gedacht hätten (bei den vielen Schwerverletzen und dem schweren Thema) oder Schauspieler sind eigentlich gar nicht so kommunikativ…

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Nach meinem visuellen Schock in Zeitz hatte ich aber auch ein spannendes Erlebnis. Heute war ich nämlich mal wieder bei einer Kostümprobe für eine Komparsenrolle. [Wissen, was da so los ist?…. Ich schrieb vor längerer Zeit über meine Erfahrungen als besserer Sklave.]

Das Thema des Films passt zu meinem 1. Eindruck von Zeitz: Zerfall. Ich werde Krankenschwester im 2. Weltkrieg sein, das Outfit sieht dabei in etwa so aus: 🙂

Foto von Krankenschwestern im 2. Weltkrieg

Krass, was die damals für eine Bekleidung hatten…

Aber das ist ja fast noch harmlos: Denn mir ist bewusst geworden, dass ich ja auch, wenn ich nur im Hintergrund agiere, ja trotzdem mit diversen Film-Verletzten zu tun habe werde und die sind ja bekanntlich schnell mal sehr, sehr authentisch…. und das, obwohlich kein Blut sehen kann…..

Ok, es heißt es also Ruhe bewahren und Spaß haben. 🙂 Drückt mir die Daumen!

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