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Windknollen Jena
Kaum sehe ich die Bilder vom letzten Wochenende, zieht es mich gedanklich wieder nach oben. Der Windknollen mit dem Napoleonstein ist ein wundersames Gebiet. Wenn ich dort oben bin, fühlt es sich an, als wäre ich unendlich weit von Jena entfernt und doch sind es vielleicht nur 40min Fußweg von der Innenstadt (Philosophenweg).


Der Windknollen ist ein Plateau über Jena und Naturschutzgebiet. Wie der Name schon sagt, weht hier häufig der Wind. Bei meinem letzten Spaziergang, am ersten Septemberwochenende, war es allerdings angenehm mild und fast windstill.

Windknollen Tafel
Die höchste Spitze säumt der „Napoleonstein„, der eine kleine Historie hat: In dem Gebiet stand einst Napoleon, der mit dem französischen Heer die preußische Armee vernichtend geschlagen hatte. Das Denkmal erinnert noch heute daran.

Napoleonstein Jena
Napoleonstein Jena
Für mich rückt die historische Komponente allerdings weit in den Hintergrund. Ich komme lediglich wegen der Natur hierher. Diese ist Ergebnis jahrelanger Nutzung als Truppenübungsgelände und der damit verbundenen Komprimierung durch unzählige Panzerüberfahrten. Unglaublich, wenn ich mir überlege, wie wundervoll es heute hier ist. Das ständige Befahren mit den schweren Gefährten hatte die Wiederbewaldung unterdrückt und Raum für diese steppenartige Landschaft gegeben.

Windknollen Jena Graslandschaft
Windknollen Jena
Das Besondere liegt genau in der Kargheit, dem großzügigen weitläufigen Grasland mit den vereinzelten Sträuchern, unscheinbaren Orchideen oder glänzenden Silberdisteln.

Es ist einfach unbeschreiblich schön an diesem Ort, egal zu welcher Jahreszeit.

Windnollen Jena - Baum
Dieses Gefühl von Freiheit, das ich auch oft an der See empfinde, wenn der Strand so weit und die Luft so klar ist, dies habe ich auch hier. Diese Weite macht es wohl, dass ich manchmal den Hügel runter renne oder einfach spontan die Arme in die Luft reißen muss. 😊

Windknollen und Napoleonstein Jena
Dass das beschauliche Jena so nah ist, wird übrigens deutlich, wenn man ganz oben auf der Ebene angelangt ist. Dann sieht man ein Stückchen der im Tal liegenden Stadt hinter dem Wald hervorlugen und vielleicht auch den fast 150 m hohen Jentower, das Wahrzeichen der Stadt.

Blick vom Napoleonstein auf Jena
Nach den Eindrücken auf der Anhöhe laufe ich meistens noch ein Stück weiter und verbinde den Weg mit einer kleinen Wanderung zur Papiermühle (hier gehts zur Wanderroute). Dort kann man wunderbar im Biergarten sitzen oder es sich an kühleren Tagen in der urigen Stube gemütlich machen.

Papiermühle Jena - Biergarten

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Bei bestimmten Songs bin ich echt prädestiniert für einen Ohrwurm. Mein Großer lässt seine Playlist gern hoch und runter laufen und ich kann mich dem nur marginal entziehen.

Nun kam also „We are the people“ von Empire of the Sun. Und ich liebe diesen Song, muss den laut hören, mitsingen und springe meistens durch die Wohnung dabei. 😊

Der Vollständigkeit halber hier noch das Video, auch wenn ich davon ausgehe, dass den Song jeder kennt, der irgendwie im Netz unterwegs ist…

Marktschätze

Samstag. Markttag! Wenn ich es schaffe, gehe ich los und schlendere über den Wochenmarkt vorm alten Ratshaus bei uns in Jena. Ich mag die Atmosphäre, die vielen alten Omis und Opis, die ihre Blumen sowie Obst und Gemüse aus ihrem Garten anbieten. Ich mag die verschiedenen Stände, den Bioladen, der meist – wie auch heute morgen – großen Andrang findet und die Auswahl, die eben mal nicht nur typische Supermarktware umfasst (aber auch).  Überhaupt sehe ich dort in viele freundliche Gesichter, es ist irgendwie schön. Und das macht es wohl aus.

Kleine Schätze kommen immer mit. Wobei ich mich dennoch etwas zurückhalte, um das Portemonnaie nicht zu sehr zu strapazieren.

Meine Schätze heute:

Thüringer Pflaumen

Nur eine Handvoll Pflaumen habe ich mir gekauft, denn wir haben eigentlich noch genug Obst zu Hause.

Preis: je 500g 1,49€


Kleine Tomaten aus dem Garten

Erstanden habe ich die bunten Tomaten von einem Renterehepaar. Die Portion kostete pauschal 2,50€. Ich habe gleich genascht und sie sind wirklich sehr lecker.

Und sicher mein Highlight:

Handgemachter Käse

Ich habe 2 Stückchen Käse aus eigener Herstellung von der Hofkäserei Tultewitz erworben, mit verschiedenen Kräutern und essbarer Rinde. Das Besondere: Die Tiere werden artgerecht gehalten und die ist Milch schonend verarbeitet, ohne Farb- und Konservierungstoffe oder Mittel zur Rindenbehandlung.

Preis zusammen 5,60€


Endlich zu Hause…. Ich musste erstmal ein zweites Frühstück einlegen und meine Schätze probieren: Mit einem frischen Brötchen von „Gräfe„, etwas Butter und Käse, sowie ein paar Tomaten. Sehr lecker!

Fazit: Das schmeckt nach Urlaub!

Gefühle integrieren

Manchmal habe ich den Eindruck, dass unsere Gesellschaft viel zu wenig Raum lässt, um alle Gefühle ins Leben zu integrieren.Witzig und freundlich soll es zugehen, aber was ist, wenn jemand mal Angst hat, wütend oder traurig ist?

Wie oft hört man solche Sätze: Mach dir nicht so viele Gedanken! Sei nicht traurig (das wird schon wieder)! Lenk dich am besten ab mit…! Denk nicht mehr darüber nach! Ach, übertreib doch nicht! Alle Aussagen haben eins gemeinsam: Das eigentliche Gefühl nicht zu bestärken, sondern wegmachen zu wollen.

Sicher mag das für den einen eine Lappalie, für den anderen aber eben Ernst sein. Wie wenige haben gelernt, den anderen so zu lassen, ihn mit seinen Gefühlen zu akzeptieren und zu integrieren. Und vor allem die Wenigsten halten es aus, wenn mal Jemand wütend oder tief traurig ist.

Alles steht Kopf – Gefühle im Film

Anregend zu dem Thema für Kinder (und auch für Erwachsene) ist der Film: „Alles steht Kopf“, den ich die Tage gesehen habe und der mich letzten Endes zu diesem Artikel inspiriert hat. Er kommt als Zeichentrickkomödie (Pixar) daher, trifft aber eine wichtige Aussage: Nur wenn alle Gefühle ihren Platz haben und sein dürfen, kann der Mensch sich entfalten und langanhaltend zufrieden sein. Der Film hat es für mich gut auf den Punkt gebracht und ist gerade unter diesem Gesichtspunkt sehr zu empfehlen.

Und die Realität? Wann sieht man denn mal jemanden weinen? In der Öffentlichkeit quasi nie, auf Arbeit schon gar nicht und im Privaten..? Selbst auf Beerdigungen erlebe ich, wie sich viele „am Riemen reißen“ – ganz schön krass. Auch viele meiner Freundinnen scheuen sich davor. Wobei ich sogar denke, dass gerade Frauen eher mal weinen als offen wütend sind.

Damit haben wir also die Situation, die im Film so „schön“ nachgezeichnet wurde: Das eine „positive“ Gefühl darf sein, das andere „negative“ aber nicht. Dadurch schneiden wir aber etwas ab, was zu uns gehört, ob wir wollen oder nicht. Im Film kommt es deshalb zum Kollaps.

Gesellschaft/Familie/Kultur

Leider gibt es zu selten Momente, wie der, als eine sehr gute Freundin zu mir kam – völlig aufgelöst – und sich bei mir ausgeweint hat. Und umgekehrt steht mir auch manchmal das Wasser schon bis zum Anschlag, bis ich das dann endlich mal loswerde. Denn: Schaue ich mich um…Es macht ja auch sonst keiner: Also kann ich das doch auch nicht machen…?! Banal. Das ist gesellschaftliche Prägung, Teil der Kultur und natürlich gelernt von zu Hause, als Teil der Gesellschaft.

In Italien sind die Menschen zum Teil viel emotionaler… regen sich auch mal lauthals auf, sind offen aggressiv und weinen durchaus hemmungslos, selbst Männer oder gerade eben auch Männer – eben alle.

Wenn ich den Geschlechtervergleich ziehen würde: Frauen haben es, so wie ich das einschätze, bei uns in Deutschland mit der Wut schwerer, Männer eher mit der Trauer. Dennoch neigen wir wohl insgesamt dazu, beide Gefühle wohl eher zu vermeiden.

Die Folgen der Nichtintegration

Ich denke gerade an den Film „Die Wutprobe„, der schön aufzeigt, was losgetreten wird, wenn man immer alles zurückhält und sich ein Gefühlsstau bildet, der irgendwann im Affekt kanalisiert wird. Und wie schwer es ist, scheinbar Banales wieder ins Leben zu integrieren. In etwa war dort eine Aussage: Wirklich gefährlich ist die den ganzen Tag lächelnde Kassiererin, da sie zumindest auf Arbeit keinen Platz für ihre Emotionen hat und eben mal Amok laufen könnte.

Wir motzen also eher unsere Kinder an, als uns über die Kollegin zu ärgern, oder streiten auch gern mal mit dem Partner. Wie viele der Streits sind wohl eigentlich darauf zurück zuführen, dass einer die Wut am anderen ausgelassen hat.

Ideen und Erfahrungen zur Integration

…. der Wut

Im Studium hatte ein Mitbewohner einen Boxsack in seinem Zimmer hängen und da durften sich alle aus der WG abreagieren. Das half mir echt gut, wenn der Prof mal wieder am Rad gedreht hat und ich selbst die Schnauze voll hatte.

Nun habe ich keinen Boxsack mehr… daher muss jetzt manchmal ein Kissen ran. Das hilft gut, nur mache ich das eigentlich erst, wenn das Fass übervoll ist. Sollte ich aber eigentlich häufiger tun, denn manchmal teile ich eben auch aus, obwohl die anderen nichts gemacht haben…

Gelesen habe ich mal von einem Wutraum für Erwachsene, den gibts unter anderem in Berlin, unter dem Namen crashroom. Dort kann Mann oder Frau gegen Bezahlung auf Möbel schlagen und diese dabei demolieren. Das ist also was für die große Nummer, wenn das Kissen nicht mehr reicht.

… des Kummers

Hilfreiche Hilfsmittel zur Integration des Kummers sind aus meiner Erfahrung vor allem: Traurige Musik (in Moll), traurige Filme oder Bücher, bewusst Tagebuch schreiben, einen Abschiedsbrief verfassen oder sich einfach mal in den Arm nehmen lassen. Ich habe auch durchaus früher schonmal etwas gemalt, wenn mich ein Thema zu sehr beschäftigt hat und ich das verarbeiten wollte.
Das alles kann helfen, die Tränen fließen zu lassen, ohne dass so geplant ist.

Günstig ist es dabei , die Familie einzubinden und sich selber klar zu werden, ob man gerade lieber seine Ruhe braucht oder eigentlich in den Arm genommen werden möchte und das auch zu kommunizieren. Mir gehts da mal so, mal so.
Dennoch stelle ich fest, dass es zwar leicht klingt, aber irgendwie gar nicht so einfach ist…

Das waren daher auch meine zweiten Gedanken dazu, die ersten habe ich schon wieder gelöscht und vielleicht folgen auch noch dritte… und vierte…

Über Kommentare würde ich mich freuen. Wie gehts Euch mit dem Thema?

Am Montag (21.8.) sollte ganz Jena auf dem Platz vor der Stadtkirche sein, bzw. Weimar auf dem Goetheplatz, denn demonstriert wird für bessere Bedingungen in den Kindergärten. 

Der Betreuungs-Schlüssel in Thüringen bei 3-Jährigen ist beispielsweise 1:15. 

Wenn da eine Kind ein extra Bedürfnis hat… Pech… denn da ist quasi gar keine Zeit für, richtig darauf einzugehen… Zwei Kinder weinen… eins hat noch eine Frage… wo beginnen… ? Es kann nicht funktionieren. 

Gerade hatten wir Elternabend, und eine Erzieherin sagte zum ersten Mal offen, dass sie so an der Grenze sind und trotzdem immer das Beste geben wollen. Das würden sie uns natürlich auch nicht jeden Morgen sagen, wenn wir das Kind bringen… Sie meinte, schon allein beim Schuhe zu binden ist es kaum den Kindern zu erklären, dass sie als Erzieherin erstmal noch 14 anderen Kindern die Schuhe zu machen muss, bis auch das letzte Kind dann dran ist. Der Job ist „nur“ noch zu funktionieren, statt gut zu betreuen oder in Beziehung zu gehen.

Sie bat uns eindringlich um Unterstützung und Hilfe, die ich hiermit weitergebe. Ich glaube, wir sehen als Eltern gar nicht, was eigentlich los ist, sondern ahnen das nur…

Die Erzieher geben echt alles und kommen doch an ihre Grenzen. Auch die Werte, die sie selbst vertreten, sind für sie zumeist kaum im Job lebbar, weil sie schlichtweg einfach keine Zeit dafür finden.

Nun ist es Zeit, etwas zu ändern. Zunächst gibt es die Petition „hier spielt die Musik“ im Netz unter www.kita-gesetz.de.

Petitionen habe ich nicht nur diese unterschrieben, aber am Montag bin ich auch bei der parallell geplanten Demo dabei. Ich möchte für mein Kind, aber auch für die Kinder in unserer Gesellschaft, andere Bedingungen. 

Jede Mutter und jeder Vater und alle, denen die nachkommende Generation etwas am Herzen liegt, sollten da sein und gegen diese Zustände rebellieren.

Gerade auch, weil die Kinder schon viel zu früh in die Betreuung müssen, weil das unsere Gesellschaft so erwartet bzw. weil es meist nur schwer anders leistbar ist.

Bitte seid einfach dabei. Zieht euch bunt an und zeigt Gesicht, dass ihr diese Zustände nicht länger duldet!! Macht es für die Kinder, die jeden Tag da sein müssen, die die Zustände erdulden müssen, die keine Chance haben „nein“ zu sagen und für die Erzieher, die ein Recht auf eine erfüllte Arbeit haben, ohne sich in den Burnout zu arbeiten.

Wir sehen uns am Montag!



Heute kam ich in den Genuss eines selbstgebackenen Kuchens (vielen Dank! 😊) und auch wenn ich den nicht zubereitet habe, möchte ich den Euch sehr empfehlen. 

Der Kuchen ist süß, saftig und durch die Pflaumen gleichzeitig etwas säuerlich. 

Die Basis bildet ein Mürbeteig, auf dem eine Füllung mit Mandeln gebracht wurde. Die Mandeln sind zum Teil noch stückig und geben ein schönes Bissgefühl. Die Decke besteht aus einem Belag von saftigen Pflaumen.

Ingesamt ist der Kuchen wirklich sehr sehr lecker und ein Stück reicht völlig aus, um den Hunger auf Süßes zu stellen.

Das Rezept stammt von Jamie Oliver aus dem Buch „jamie’s kitchen„, Seite 295. Leider darf ich das aus Urheberrechtsgründen hier nicht veröffentlichen. Aber vielleicht habt ihr ja eine Gelegenheit in das Buch mit den vielen schönen Rezepten zu schauen… Es lohnt sich!


Ich freue mich ja immer über AHA-Effekte, zum Beispiel wenn ich eine Band kennenlerne, die ich eigentlich kenne, aber eben nur eigentlich.
„The Corrs“ ist so eine, von der ich zig Songs mal irgendwann gehört habe, den Namen auch, aber das bis dato nicht zusammengebracht hatte.

Da bei youtube einfach mal Songs durchlaufen, bin ich nun also doch über diese Band gestolpert, die mit ihrem üppigen Pop, dem irischen Einschlag und der wunderbaren Stimme so melodisch daher kommt.

Was ich echt nicht gedacht hätte, dass diese komplett aus Geschwistern besteht, die seit über 20 Jahren in Irland am Start sind, als Gruppe eine längere Pause eingelegt haben und wohl seit 2015 wieder gemeinsam Musik machen. Als ich einige ihrer Videos das erste mal gesehen hatte, habe ich bei den perfekten Frauen stattdessen irgendwie eine Casting-Band assoziiert: Aber da habe ich mich wohl geirrt…

Nun aber zur Musik: Mir gefallen die Unplugged-Versionen richtig gut. 😊

Besonders schön finde ich derzeit die Songs: 

„Only when I sleep“ (Dauerohrwurm)

„Radio“

Und natürlich ihre Version von „summer wine“, gemeinsam mit Bono (für die Jüngeren, das ist der Sänger der Band U2, die mal Stadien gefüllt hat und DIE Band der 80er war…)

Hier noch das gesamte unplugged-Konzert zum Durchhören:

Und wer von Euch U2 wirklich nicht kennt: Der Song „with or without you“ ist ganz großes Kino!!

 

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