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Jugendpfarrer Lothar König aus Jena macht mit scharfer Kritik auf Missstände aufmerksam. Der Spiegel berichtete.

König kritisiert den Papstbesuch, der u.a. am 23. und 24.9.2011 (Fr. /Sa.) in Erfurt stattfindet. Denn unpassender würde es nicht mehr gehen. So ist Thüringen das Land der Reformation, rund um Martin Luther, der in Eisenach die Bibel übersetzte. Der Reformationstag (31.10.) ist hier Feiertag. Seine Hauptkritik ist, dass die evangelische Kirche von der katholischen immer noch nicht anerkannt wird und dass die historischen Taten gegenüber Protestanten nie entschuldigt worden wären.

Dass trotzdem der Papst in dieses Bundesland kommt, ist damit so passend wie ein Pelzmantel im Sommer und erinnert mich auch an die Römer bei Asterix, die verzweifelt versuchen, Gallien doch noch zu erobern…

Bizarres Marketing für mehr Aufmerksamkeit

König betreibt hier spezielles Marketing, um Aufmerksamkeit für seine Sicht zu erhalten. Er baute einen Käfig (zum Foto), in den er den Papst stecken würde, käme er denn zufällig nach Jena.

Die Werbetour des Papstes kostet ein Vermögen

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Ausgaben. Den Papstbesuch kostet allein  die Kirche 25 Millionen Euro (!)  Dazu kommen noch die versteckten Kosten, durch den hohen Sicherheitsaufwand, die der Bund zu tragen hat und und und. Allein die Organisation von öffentlichen Übertragungsplätzen in Erfurt soll über 300.000 Euro betragen haben (Quelle: Spiegel).

Handeln statt reden

Und so frage ich mich selbst, was man für dieses Geld wirklich hätte tun können.

So berichtete Deutschlandradio im April: Beinahe 1 Milliarde (!) Menschen weltweit hungern (die Zahl ist sichtbar auf der Hungeruhr am Weltbank-Gebäude in Washington). Alle 3 Sekunden stirbt jemand an Folgen des Hungers. Damit hätten allein die 25 Millonen Euro mit Direkthilfen einiges bewirken können. Denn durch die Belastung der Finanzmärkte ist die Zahl der Geldspenden sehr zurückgegangen. Eine Zusammentragung derartiger Probleme gibt es z.B. hier.

Sollte es der Papst schaffen, durch den aktuellen Hype eine große Spendenwelle zu initieren, die weit über die Ausgaben seines Besuches geht? Gut wäre es. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es ihm darum geht.

Nur das Problem mit der evangelischen Kirche wäre damit trotzdem nicht geklärt…

Weiterführende Links:

– Lothar König (Pfarrer) bei Wikipedia
– Junge Gemeinde von Lothar König
– Bistum Erfurt
– offiz. Seite des Papstbesuches in Deutschland

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Im meinem Business geht es aktuell sehr um Social Marketing: Facebook, Newsblog, Twitter, Flickr, MySpace (weniger), Social Bookmarks und Xing (kaum linkedin) sind gefragt, wie nie zuvor. Gut, manches Unternehmen kennt immer noch nicht den Unterschied…. aber dafür gibts dann ja Experten.

Bewusste Planung sichert die Strategie

Ich setze mich gerade mit dem Thema noch mal intensiver auseinander und kann in dem Zusammenhang sagen: Es macht Sinn, im Bereich Social Media aktiv zu sein, aber man sollte sich vorab auch Fragen bewusst beantworten:

1.) Welches Ziel verfolge ich mit der Maßnahme?

2.) Wer ist meine Zielgruppe und passt Social Media zu Ihr?

3.) Mit welchen konkreten Maßnahmen erreiche ich mein Ziel und meine Zielgruppe?

4.) Welche Ressourcen kann und will ich für diese Art des Marketings  investieren?

Das sind vielleicht die wichtigsten Fragen. Ich gehe da gern noch stärker ins Detail. Die 4. Frage finde ich übrigens auch sehr wichtig, Denn oft wird vergessen, dass ein wirklich aktuelles und gepflegtes System den eigentlichen Mehrwert darstellt. Und dafür braucht es Personal, Geld und Zeit.

Social Marketing bei Walthers Säfte- Ein Vorzeigebeispiel

Sehr schön umgesetzt ist die Social Media Strategie von Walthers Säfte, rund um den Saftblog bis hin zur eigenen YouTube-Seite. Das ist schon ein Job für sich. Baut aber vor allem nachhaltig eine Kundenbeziehung mit einem Klientel auf, das eben sehr webaffin und jung ist.

Dennoch gehe ich einen Schritt weiter. Der Glaube, mit Social Media ist alles getan, ist aus meiner Sicht nicht haltbar.

Persönliche Beziehungen stärken den Vertrieb

Am Ende stehen da noch echte Menschen mit denen man in echten Dialog treten kann und auch sollte. Und es gibt Persönlichkeiten, die man als Unternehmen mit mit der Art des Austausches nicht erreichen wird, die aber trotzdem zur Ziegruppe gehören.

Persönliche  Gespräche, ein persönliches Schreiben etc. sind im Vertrieb viel Wert und sollten beibehalten bzw. reaktiviert werden. Diese Beziehungen fördern den Vertrieb.

Mein Fazit: Marketing – persönlich und crossmedial.

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Genial.

Flashmop – die andere Community

So nennt man das Phänomen. In Kurzform, heißt das: Ein Community wird bewegt, sich zu einer bestimmten Zeit zu treffen, um an dem Ort bestimmte Dinge nach Plan bzw. Thema auszuführen (weitere Infos unter wikipedia).

Beispiele gibt es wirklich in Massen

Die Treffen reichen von nonprofit-Veranstaltungen wie Kissenschlachten, Masseneinkäufen bei McDonalds, bis hin zu gezielt organisierten Treffen, die so genial sind, dass Sie viral verbreitet werden und damit die Marke puschen, auch unter „viralem Marketing“ bekannt. Zum Beispiel bei einem Konzert der Band „Black Eyed Peas

T-Mobil ist als Firma hier vorn dabei und spricht damit eine große Masse an.

Flashmobs von T-Mobile gab es u.a. schon

mit der Popsängerin Pink in New York,

in einem Bahnhof (Liverpool)…

singend in Leipzig,

Es gibt natürlich auch Treffen, die eher provozierend sind,

z.B.

eingefrorene Menschen im Grand Central

oder

noch krasser…

Was bleibt mir dazu noch zu sagen? Unglaublich, was das Internet bewegen kann! Das sollte stets ernst genommen werden.

… noch nicht genug? Hier noch eine weitere Flashmop-Liste, die Martin Neuhof unter seinem Blog Farbwolke zusammenstellte…

 

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Da hat sich echt mal jemand Gedanken gemacht.

Virales Marketing ist…

„…wenn das Management der Firma lachend um ein Youtube-Video steht, obwohl sonst nicht mal 1min. Zeit für Extras ist“…

Das ist heute passiert.

Hier das Video, dass man sich einfach ansehen MUSS (sorry,  aber es gibt einfach den Zwang: „a hunter shots a bear“

Viel Spaß!

Der kreative Kopf ist laut „dreizunull“ die Pariser Agentur Buzzman, die jetzt vermutlich starke Anfragen bekommen wird…

Weitere begeisterte Blogger schreiben hier:

PC.de, Art und Weise oder de klonblog.

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Ganz klar. Mein Bauchgefühl hatte es mir ja bereits schon oft genug verstehen zu geben: Corny ist einfach zu süß und irgendwie nicht wirklich „greifbar“, ob gesund oder nicht. Foodwatch nimmt das scheinbare Wahlversprechen für Lebensmittel unter die Lupe und widmet sich dem „Müsliriegel“. Ergebnis ist: Wenn 1/3 vom Corny Schoko nur Zucker ist, dann geht mit der Aussage „ausgewogen“ schon was daneben. Naja gut, ausgewogen heißt dann wohl, dass eine große Masse (vom  Zucker) gewogen wurde…

Und was wird noch kritisiert? Corny Schoko ist fast so mächtig wie Twix und die auf der Verpackung angepriesenen Getreideflocken haben nichts mit dem Inhalt zu tun.

Also: Ganze Arbeit der Marketing-Abteilung, etwas Ungesundes noch so verkaufen zu können, dass die Leute denken, sie machen quasi noch „Diät“ dabei…

Mich bringt mich das nun aber ins Grübeln: Was essen wir denn sonst noch so alles und wissen es nicht???

Insofern finde ich Initiativen für gesunde und wirklich gute Lebensmittel sinnvoll. Ich denke da anden Lebensmittelkette tegut, die sich das Motto ja regelrecht auf Ihre Fahnen geschrieben hat. Nur muss man natürlich dort auch noch kucken. Bei Biosachen wurden ja auch Zusatzstoffe statt Früchte gefunden. Schwierig, finde ich.

Mehr Beiträge zum Corny findet Ihr z.B. bei den Newsbloggern, Gourmet-Report, und bei RP_online, Stern oder Spiegel, Foodwatch.com.

Ganz gut finde ich darüber hinaus auch: abgespeist bzw. der kompletten Mogelliste auf abgespeist, in der noch andere „interessante“ Versionen von „wir kaufen Produkte, die etwas anders sind, als wir erwarten“ aufgelistet sind (bitte beim Download beachten, dass die Daten auf Viren geprüft werden müssen).

Und beim folgenden Link sieht man dazu noch, was ernährungswissenschaftlich drin ist, z.B. im Corny Schoko, bei „das ist drin“.

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Na klar, gestern der Körperzellensong, von dem ich dachte, es geht nicht skurriler und dann kam es ganz anders. Hinterher schwappte regelrecht Alexander Marcus, der ebenfalls mit den Attributen „total bekloppt“ und „trotzdem irgendwie faszinierend“ beschreibbar ist. Gestern schrieb ich noch vom Schlager, heute greift er voll um sich. Nur ist er mit House unterlegt, so dass Liebe und Hass nah nebeneinander liegen. Alexander Markus nennt das „Electrolore“ und kreiert damit einen völlig neuen Musikstil. Immerhin hat er zig tausende Klicks bei youtube und bereits sein erstes Album herausgegeben, das z.B. bei Amazon erhältlich ist. Seine Popularität ist so enorm, dass er nicht nur bei last.fm vertreten ist, sondern sogar Spiegel.de und das ZDF mit heute.de darüber berichteten.

Zu seinen Songs fällt mir nur soviel ein, man muss sich das ansehen und anhören, um zu verstehen, was da los ist! Und man erlebe Trash in seiner Reinform. Schlechter geht’s einfach nicht!

Hier z.b. Ciao, ciao bella:

…also lasst Euch mit einem ironischen Blick ein und Ihr werdet Euch sicher amüsieren 😉

Nun bleibt nur noch die Frage: Was ist echt? Und was ist konstruiert? Spekuliert (!) wird, dass AM ein Konstrukt des Houseproduzenten „Felix Rennefeld“ ist. Identitäten zu schaffen, ist damit nicht nur im „Second Life“ sondern auch im „Real Life“ möglich. Das ist ja derzeit ein gängiges Prozedere neuerer Marketingstrategien. Ich denke da nur an „Ansgar von Löwenberg“, der von der Münchner Agentur ABW als fiktiver Headhunter mit echtem Xing-Profil unter die Menschen geschickt wurde (ich berichtete). Und wenn sich das Produkt, in diesem Fall ein Song, von selbst durchs Netz windet, um zu seinem Kunden zu kommen, dann sind wir beim „Viralen Marketing“.

Das führt über aktives Konsumieren, das damit impliziert ist, zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Produkt und somit zu einem höheren Behaltenswert. Darüber hinaus sind zumeist größere Kontaktzahlen möglich. Auf diese Strategie setzen insofern immer mehr Unternehmen. Eine beispielhaft klassische ist sicherlich die der Sparkasse, durch die Unterstützung von „Badesalz“. Aber sicherlich kann auch die Maschinerie um Germany’s Next Top Model, z.B. verschiedene Gilette-Auftritte mit Christina, dazu gezählt werden….

Mehr zum Thema Alexander Marcus gibt’s z.B. hier und hier… wobei auch „chaoz empire“ das Thema um AM in Bezug zum „Viralen Marketing“ setzt.

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