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Posts Tagged ‘Frau’

Neulich, mit Gummihandschuhen die Toilette putzend, fiel mir auf, dass ich dabei ein schmales Kleid und Strumpfhose getragen habe. Das Outfit ist zwar nicht so ungewöhnlich bei mir, aber ich ziehe mich eben nur selten zu Hause um … auch dann nicht, wenn ich mit gelben Handschuhen hantiere. Die Option, mir im trauten Heim eine Jogginghose überzustreifen, die gibt es quasi nicht und mir fällt das ehrlich gesagt normalerweise nicht mal auf. Ich liebe es, mich fraulich zu kleiden, warum das zu Hause ändern? Auch, wenn ich die Wohnung putze, sauge, wische oder gerade koche, ziehe ich mich beinahe nie dafür um. Maximal, wenn Tomatensoße o.ä. ins Spiel kommen. Na gut… wenn ich male….dann hüpfe ich richtig gern in meine Malerklamotten….

Sprich, morgens wähle ich meine Sachen nach meiner Stimmung aus und trage die dann bis zum Abend, ob mal sportlicher oder eben mal schicker und fraulich…. Da ich manchmal gefragt werde….Einen besonderen Anlass gibt es für die frauliche schickere Variante meistens nicht.

Frauliche Kleidung….

Mit „fraulich“ meine ich übrigens kein Dekolleté, das bis zum Bauchnabel reicht oder Röcke, bei denen man nicht sicher ist, ob die ein Gürtel werden sollten…. Ich meine Sachen, die ein bisschen die Figur umschmeicheln und eben auch mal ein Rock und auch Kleid sind. Es soll die Weiblichkeit betonen, aber nicht „billig“ wirken.

Ich bin nun kein Klamottenexperte und auch eher nicht modern, aber ich würde sagen, schöne Stoffe, die weich fallen und etwas dezentere, eher natürliche Farben, die zum eigenen Farbtyp passen, sowie eine feminine Schnittführung sind auf jeden Fall eine gute Wahl.

Für mehr Weiblichkeit: Vorbilder suchen.

Manchmal braucht es aber auch einen kleinen Schubs, um mal zum Rock oder Kleid zu greifen, wenn man das nie gemacht hat und das von zu Hause auch nicht so kennt. Ich finde, gute Vorbilder im Freundeskreis sind eine gute Stütze, mal etwas auszuprobieren und sich zu trauen.

Vor ein paar Jahren war es noch nicht so „in“, andere Sachen außer Hosen anzuziehen und man sah mich früher ausschließlich (!) in Hosen und eher sportlicherem Outfit. Dann kam Bewegung auf. Anfangs hat mich eine sehr gute Freundin im besten Sinne inspiriert, Röcke und Kleider zu tragen… und später haben Freundinnen und ich uns gegenseitig darin bestätigt.

Mut zum Nicht-Perfekten

Meine Freundin hatte mir damals regelrecht vorgelebt, dass man sich auch mit einer offensichtlich nicht perfekten Figur im Rock und engen Rolli schick und gleichzeitig weiblich zeigen darf und dass das sehr attraktiv wirkt. Meine eigenen Macken waren auf einmal nicht mehr so von Gewicht und so ging es los.

Ich vermute, in meiner Jugend waren dagegen ganz unbewusst die perfekten Frauen die Vorbilder. Und ich fürchte, das ist bei der heutigen Jugend nicht weniger geworden. Die ganze Gesellschaft scheint ja irgendwelche Ideale im Kopf zum haben, mit denen man sich vergleicht.

Nur sieht die Realität eben aus: Da hat ja beinahe jede Frau irgendeinen Makel. Ich habe kurze kräftige Beine, wenig Oberweite und auch noch zu viel Bauch… (nein, ich bin nicht schwanger!) …ganz abgesehen von anderen komischen Stellen… Eigentlich genug Gründe, nicht gerade im knielangen engen Kleid daher zu kommen… Aber ich mach’s trotzdem.

Klar: Es gibt wohl in jedem Haushalt Tage, an denen man sich nicht so fühlt… Frauen, ihr wisst welche Tage ich meine… Aber es gibt eben auch genügend andere Tage… und am Ende ist es ja Wurscht. Denn wenn wir normale Frauen sowieso ALLE irgendwelche Makel haben, dann ist es im Durchschnitt auch wieder egal und wir können auch alles anziehen und sollten versuchen, das Beste draus zu machen.

Der Einfluss der Kultur…

Neben Freundinnen haben mich auch manche Urlaube inspiriert. Toll fand ich z.B. das südliche Italien. Dort sind viele Frauen so weiblich gekleidet, ohne dass man das Gefühl hat, sie würden aufgesetzt sein oder billig daher kommen. Es hat einfach Stil. Im Sommer z.B. ein schlichtes Etuikleid. Schön!

Hier, in Deutschland – so mein Eindruck – ist das nicht so selbstverständlich. Ich kenne so viele, die ich nahezu nur in Hosen zu Gesicht bekomme… zu fast allen Jahreszeiten.

Mich würde interessieren: Warum ist das so? Welche Einflussgrössen gibt es für diese Phänomen? Ist die Größe der Stadt von Bedeutung? Vielleicht auch die Einwohnerzusammensetzung? Das allgemeine Stadtbild? Die eigene Familienkonstellation/Historie? Der Freundeskreis? Ist das was Deutsches? Fühlen wir uns nicht weiblich genug? Ist das eine Modesache? Oder ist das speziell nur ein ostdeutsches Phänomen…? Interessant wäre eine Studie, die mal schaut, wo die Zusammenhänge liegen könnten…

Wie ist es bei Euch?

Tragt ihr Röcke/Kleider? Oder tragt ihr nahezu nie sowas und wenn ja: Warum nicht?

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Der Titel des guten Artikels zur Spiegelforschung „Frau muss man sein“ kann unglücklicher nicht gewählt sein, denn weiß man nicht um die brisanten Forschungsergebnisse, die das Defizit und die Benachteilung von Jungs deutlich machen, denkt man, es geht um einen frauenzuwendenden Artikel.

Hier hat sich Jens Lubban (Autor)  aus meiner Sicht selbst nicht genug getraut und damit das wirklich wichtige Thema aus meiner Sicht nur unzureichend in Szene gesetzt. Schade.

Den die Essenz des Artikels ist aus meinem Verständnis:

„Das Weibliche gelte mittlerweile als die Norm, das Männliche als pathologisch.“

Das fängt schon früh an:

„Das weibliche Lehrpersonal, bestätigt Hollstein, setze im Klassenzimmer eher auf eine mütterliche und harmonische Atmosphäre – die aber widerspreche den Grundbedürfnissen der Jungen. Und auch Matthias Franz, Psychologe von der Universität Düsseldorf, meint: „Es fehlt an männlicher Präsenz und damit von dringend notwendigen Identifikationsfiguren in Kitas und Grundschulen.““

Mein Praxisbeispiel: Bei meinem Sohn in der Grundschule gibt es NUR Frauen als  Lehrer Lehrerinnen! Echt traurig.

Und ja, ich kann auch dieses Zitat bestätigen:

„Wenn Tom Sawyer und Huckleberry Finn heute einen Kinderarzt aufsuchen würden – man würde bei ihnen ADHS diagnostizieren und sie mit Ritalin behandeln.“ (Lawrence Diller, in Spiegel)

Die Jungs in der Grundschule meines Sohnes dürfen nahezu nicht toben, keine Schneebälle werfen, nicht laut sein. Wenn das Wetter schlecht ist, bleiben sie drin und die Turnhalle ist jeden Nachmittag an externe AGs vermietet, also auch hier besteht keine Möglichkeit zum Toben. Das ist die Nordschule in Jena, ob das auch an anderen Schule so ist, mich würde es nicht wundern, denn die Nordschule genießt eher noch einen besseren Ruf….

Tja, alles in allem, bei der ganzen Emanzipation der Frau, „muss“ sich Mann schon schlecht fühlen, wenn er für männliche Werte steht und auch die Frau wird schnell als rückständig abgetan, wenn Sie Männlichkeit fordert und sich auf weibliche Werte besinnt.

Ein Mann, der das Babyjahr nimmt und die „bessere“ Mutter zu sein glaubt, führt am Ende doch zu einer völlig gestörten Eltern-Kind-Beziehung, oder? Denn: sorry,ein Vater kann weder die Brust geben, noch hat er diese Art der Muttergefühle, die in den ersten 3 Jahren für die Kinderentwicklung so wichtig sind, auch wenn er das Kind liebt. Wenn er seinem Kind wirklich etwas gutes tun möchte, lässt er der Mutter diesen Part.

Stattdessen sollte sich der Mann auf seine Bestimmung fokussieren, klare Ansagen zu machen, das Kind vor der manchmal zu klammernden Mutter beschützen, dem Kind einen guten Umgang mit seiner Aggression und die Welt als solche zeigen, mit ihm toben und klettern. Jeder sollte sich seiner Stärken besinnen und diese auch im Sinne der Famile einsetzen.

Mann und Frau sind auf einer Ebene, keiner der beiden sollten dominieren.

Das ist leider nicht immer so, denn: Mittlerweile behandeln manche Frauen ihre Männer schon wie Hunde… Achten sie mal darauf….

Anmerkung: Alle Zitate sind aus dem genannten Artikel entnommen

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