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Das ZDF bringt dieses Jahr einen großen Dreiteiler ins Fernsehen “unsere Mütter, unsere Väter”. Der Film spielt u.a. im Krankenhaus zur Zeit 1941-1945 und wird von teamworx für das ZDF produziert. Laut Buschfunk ist das die teuerste Produktion, die das ZDF je getätigt hat, mit über 10 Millionen Euro.

mehr Infos unter dem Filmmagazin “Negativ

Ich bin “durch Zufall” hinter die Kulissen geraten und habe mich als Komparse neben vielen Soldaten in ein Krankenschwesteroutfit geworfen. Die Klamotten waren schon etwas “speziell”:

Komparsenoutifit

Komparsenoutfit im Film “Unsere Mütter, unsere Väter”

Allerdings fand ich im Gegensatz zu meinem letzten Dreh zum Märchenfilm “Brüderchen und Schwesterchen” (vor mittlerweile 3 Jahren, lief mal wieder zu Weihnachten im Fernsehen) diesen Dreh sehr, sehr anstrengend, nicht nur wegen der düsteren Atmopshäre (Krankenhaus, schwarze Wände, verletzte Soldaten, entsprechende Geräusche), sondern auch, weil die Kommunikation im Filmteam gegenüber den Komparsen sehr schlecht und unkoordiniert war und viele Szenen sehr oft wiederholt wurden.

Wir als Komparsen standen die ganze Zeit am Dreh. Pausen gab es quasi nicht bis kaum, in 10 Minuten habe ich mein Mittag einnehmen müssen, weil die Schlange an der Ausgabe zu lang und der Dreh schon wieder weiter ging. Standardgetränke zwischendurch? Fehlanzeige. Ich habe mir ein Getränk während der Drehzeit erbettelt und auch zwischendurch diverse Snacks ergattern können. Wenigstens bin ich ein Typ, der fragt und dran bleibt. Schwierig ist es denen gefallen, die das einfach so hinnehmen.

Meine Aussage: “Komparse sind bessere Sklaven” sehe ich damit mal wieder bestätigt.

Ich schätze leider auch, dass ich im Gegensatz zu meinem letzten Einsatz nicht richtig zu sehen sein werde, da zu viele Komparsen am Start waren und wir wirklich “nur” klassisches Füllprogramm im Hintergrund darstellten, obwohl ich als eine der wenigen Frauen sehr lange vor Ort bleiben musste. Naja, ich bin mal wieder um eine Erfahrung reicher, die mir sagt: Ich muss das nicht (mehr) machen, nicht um jeden Preis. Also ich bin (vor)erst mal geheilt.

Der Dreh war übrigens an dem Tag in Zeitz in der alten Schule.

“Kennen gelernt” habe ich vor Ort Katharina Schüttler, Miriam Stein, Götz Schubert und Henriette Richter-Röhl. Wobei ich fand, dass die Schauspieler zum Teil etwas schräg und distanziert drauf waren. Götz Schubert hat sich zwar mal “herabgelassen” drei Worte mit mir zu wechseln, aber ich hatte das Gefühl, dass hier klar 2 Klassen bestehen bleiben sollten, also keine Offenheit seitens der Schauspieler da war. Das Drehteam war etwas lockerer drauf. Hm. Vielleicht hat die Atmosphäre doch mehr zu dem Verhalten beigetragen, als alle gedacht hätten (bei den vielen Schwerverletzen und dem schweren Thema) oder Schauspieler sind eigentlich gar nicht so kommunikativ…

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Nach meinem visuellen Schock in Zeitz hatte ich aber auch ein spannendes Erlebnis. Heute war ich nämlich mal wieder bei einer Kostümprobe für eine Komparsenrolle. [Wissen, was da so los ist?.... Ich schrieb vor längerer Zeit über meine Erfahrungen als besserer Sklave.]

Das Thema des Films passt zu meinem 1. Eindruck von Zeitz: Zerfall. Ich werde Krankenschwester im 2. Weltkrieg sein, das Outfit sieht dabei in etwa so aus: :-)

Foto von Krankenschwestern im 2. Weltkrieg

Krass, was die damals für eine Bekleidung hatten…

Aber das ist ja fast noch harmlos: Denn mir ist bewusst geworden, dass ich ja auch, wenn ich nur im Hintergrund agiere, ja trotzdem mit diversen Film-Verletzten zu tun habe werde und die sind ja bekanntlich schnell mal sehr, sehr authentisch…. und das, obwohlich kein Blut sehen kann…..

Ok, es heißt es also Ruhe bewahren und Spaß haben. :-) Drückt mir die Daumen!

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…das fällt mir zu dem Spiegel-Artikel  “Liebe, Drama, Sellerie” ein.

Das Fazit für mich: Es geht im Leben ums Machen, anstatt “man müsste mal…”

Der Spiegelartikel handelt von einem jungen Mann, Joshua Beattie, 17 Jahre. Er drehte den Kurzfilm “To Claire; From Sonny” in einem Schulprojekt und stellte ihn auf YouTube ein, um den Film auch seinen Freunden zeigen zu können.

Inzwischen hat er einen ersten Preis und vielleicht werden noch weitere folgen. Ich finde den Film wirklich gut gelungen und denke: Es geht eben ganz viel, auch mit Laptop, guten Freunden und kleinem Budget. “Man” muss eben nur wollen… Gratulation.

…die Musik ist übrigens von dem jungen Mann selbst komponiert…

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Gutes Essen wünsche ich mir. Preiswert und lecker.

Viele Details stehen aber leider nicht im Kochbuch: Was passiert mit Brot? Was bauen die Bauern auf den Feldern an und wofür? Wie kennzeichnet sich guter Fisch? Diese und viele weitere Fragen beantwort der Film: “We feed the world

Einen weiteren Film habe ich bei einem abendlichen Restaurantbesuch mit einem Freund empfohlen bekommen, die mit dem Europäischen Filmpreis preisgekrönte Dokumentation “unser täglich Brot”:

Hier lernen wir konkret, woher unser Essen kommt. Sehr gut aufbereitet. Keine Musik, keine Kommentare. Nur Bilder aus dem realen Leben. Sonst nichts.

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Wer mich kennt, kann vielleicht das Vergnügen haben, mich am 20.12. ab 13h (dt. Erstausstrahlung) oder am 26.12. ab 15.35h auf der ARD zu entdecken, auch wenn’s nur ’ne Sekunde ist. Wer weiß?! Es läuft der historische Märchenfilm „Brüderchen und Schwesterchen“, der 60min dauert und 2008 von Wolfgang Eißler produziert wurde.

Es spielen mit:

Schwesterchen – Odine Johne

Brüderchen- Hans-Laurin Beyerling

Stiefmutter -Andrea Sawatzki

Vater-Christoph M. Orth

Stiefschwester – Lisa Altenpohl

König – Jonas Jägermeyr

Jäger – Antoine Monot jr.

Jägerstochter – Emilia Schüle


Ich habe für die MDR-Produktion eine Komparsenrolle als Adelige bekommen und durfte bei den Dreharbeiten mal durchs Bild laufen, mal im Hintergrund rumlungern, das üblich eben. Ein Accessoire als Komparse eben, ohne das der Film quasi nackt wäre. :-) Ich habe jabereits einen Einblick gegeben, wie das so als Sklave Komparse ist.

Nun bin ich gespannt, ob ich mich selbst erkenne, ob ich mich selbst überhaupt entdecken werde. Schließlich werden immer wieder in Filmen Szenen radikal „zu recht“ geschnitten und es wird nicht klar sein, ob überhaupt noch was „von mir übrig ist“. Denn inzwischen will ich es ja schon wissen, wie ich so aussehe mit meinen Locken (1h hat die „Maske“ gedauert) und in diesem Kleid.

Ich denke gerade daran: Ein Bekannter hatte mich damals am Tag der Kostümprobe in Jena mit Locken gesehen: Seinem Gesichtsausdruck nach sah ich da schon „etwas“ anders aus.

Na dann kann’s ja los gehen! ;-)

PS: Der Film kann auch auf DVD (z.B. bei Amazon) erworben werden.

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