Nein, ich meine keine „heiße Biene“ als Synonym für eine attraktive Frau. Ich meine die Honig-Biene, deren süßen Trank wir uns morgens aufs Brot schmieren.
Warum sollten wir aber Bienen küssen, die stechen doch?!
Kurz die Fakten, die ich gestern beim „Zappen“ durch das Streaming-Portfolio des ZDF bei „Abenteuer Wissen“ entdeckt habe:
Die Kernaussage ist: Unser Leben hängt quasi von den Bienen ab! Wie bitte? Wegen dem Honig? Nein, natürlich nicht!
Zur Erklärung: Die Bienen bestäuben ja beim Honigsammeln die Pflanzen, das wissen wir alle, wenn wir darüber nachdenken. Aber ich behaupte mal, den wenigsten von Euch ist wirklich bewusst, dass nur durch das Bestäuben die Pflanzen Früchte tragen. Das heißt auf Deutsch, dass ohne die Bestäubung nichts geerntet werden kann. Es gäbe kein Obst, kein Getreide nichts.
Nun. Die logische Konsequenz wäre also, dass es ohne Bienen keine Ernte gibt. Und dies ist wirklich (fast) so, ca. 80% der Ernte hängt an den Bienen. Gewusst?
Nun, das bedeutet also, dass mit einem Wegfall dieses scheinbar komischen Insekts auf einmal ein Großteil unserer Nahrung weg brechen würde!
Und da fängt das Problem an: Denn leider gibt’s gerade ein großes Bienensterben. Der Grund ist, dass diese durch Umwelteinflüsse sehr gestresst und damit anfälliger für Krankheiten sind. Eine Milbe hat sich besonders in den USA stark verbreitet und macht den nur 1300 Imkern das Leben schwer. Diese karren ihre Bienenstämme das ganze Jahr lang durch die ganze USA, nur um sie zu Feldern zum Bestäuben zu bringen und werden dafür von den Farmern bezahlt! Da geht es nicht mehr um Honig, da geht es nur noch um Zahlen. Besonders durch die Lautstärke der Transporter, die Fahrten über lange Strecken und die damit permanenten Umzüge der Großimkereien sind die Abwehrmechanismen der Bienen durcheinander gebracht. In den USA stirbt mancherorts die Hälfte aller Bienen, die aufwendig nachgezüchtet werden müssen.
Das Problem ist, die Milbe breitet sich immer weiter aus. Das soll durch Wissenschaftler gelöst werden, aber die Ursache wollen die Farmer nicht beheben.
Mein Fazit: Wir müssen vielleicht Bienen nicht küssen, sollten aber dennoch froh und dankbar sein, dass sie für uns schuften und mit Ihnen insofern sorgsam umgehen.