Ich weiß nicht warum, aber mir hängt der Song von Sebastien Tellier im Kopf, den er zum Eurovison Song Contest präsentiert hat (auch wenn er nur den 18. Platz erreichte und von Dtl. nicht einen Punkt bekam).
Ein krasser Typ, der Mann. Wenn ich es nicht wüsste, könnte ich denken, dass er den 70ern entsprungen ist. Ab gesehen davon erinnern mich einzelne Sounds an die Band „Air“. Die Franzosen beeinflussen sich scheinbar sehr….
Die „No Angels“ waren ja leider nicht der Hit, was mit der Songauswahl aber auch zu erwarten war. Da hatten sie schon mal mehr zu bieten. Schade. Aber so isses eben mit dem Deutschen Liedgut und dem Deutschen Geschmack, da der Song ja hier gewählt wurde. Gut, eine große Auswahl im Vorentscheid hatten wir ja nicht… Aber ich hätte den fetzigeren Marquess auserkoren, auch wenn ich heute noch Schwierigkeiten habe mir vorzustellen, dass das eine deutsche Band ist, weil sie so überzeugend spanisch rüberkommt.
Naja. Aber auch mit den netten Männern, seien wir doch ehrlich, hätten wir wohl kaum eine Chance, uns im osteuropäischen Markt zu behaupten, oder?!
Ich habe schon überlegt: Wie muss ein Song gestrickt sein, der vor allem „halb“ Russland (oder sieht das ganz Russland?) und alle anderen Ostblockstaaten begeistert? Folkloristisch war der Titelsong ja nicht wirklich, eher popig und schnulzig.
Hm….?!
Vielleicht sollten wir russisch singen. Die ältesten Deutschen haben doch sicher (zumindest im Osten) hier genug Potential?! Nicht zu vergessen ist auch, dass wir noch einen russischen Star einbauen, der das nächste Mal nur nicht Eislaufen sollte, die Leute wollen ja Abwechslung…
Nun gut, wenn ich noch mal die Songs Revue passieren lasse, dann muss ich ja zugeben, dass Pop wirklich (!) sehr gut angekommen ist, und zwar so der Britney-Spears-Stile, wenn ich mir Griechenland ansehe. Und auch die Ukraine hatte einen gut produzierten Song auf Lager, den man durchaus auch einem amerikanischen Popstar zutrauen könnte. Die „No Angels“ hätten insofern mit einem ihrer älteren Songs sicher Chancen gehabt.
Also bleibt nur die Frage: Was tun?! Dem deutschen Geschmack treu bleiben nach dem Motto: „Wir zeigen, wer wir sind, auch wenn wir den letzten Platz belegen“, oder sich dem Markt anpassen, um endlich auch mal auf dem Treppchen zu stehen?
Ich bin ja „kundenorientiert“ und würde mal zur Abwechslung letztere Variante vorschlagen und das Ding so richtig rational planen, umsetzen, reinschicken, fertig. Ob’s so einfach ist? Muss man ausprobieren….
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PS: Übrigens bin ich durch den Herrn Tellier auch auf Röyksopp gestoßen - sehr genial! Jetzt kann ich einige mir bereits bekannte Songs auch zuordnen. Sehr ansprechend finde ich z.B. den Song und vor allem das Video „Remind Me“:
Bei KNUT findet Ihr noch den Link zur Medienagentur, die das Kunstwerk geschaffen hat!
Wenn Ihr noch mehr zu Röyksopp wissen und/oder weitere Songs anhören wollt, schaut mal hier bei last.fm vorbei…