Ich bin ja ein sehr neugieriger Mensch. Und da ich immer glaube, was Wichtiges verpassen zu können, schaue ich fast jeden Tag in meinen Feed von Preisbock.de, was die sich wieder Verrücktes haben einfallen lassen und ob ich das vielleicht gebrauchen kann. So auch heute.
Ja, ich bin freiwilliger Werbungskonsumierer, ich gebe es ja zu…
Aber nun zu dem heutigen Angebot: Eine „Petit Selection“, was mich als erstes mal wieder an meinen Frankreich-Urlaub erinnern musste. Und während ich so in Erinnerung schwelgte, habe ich mir mal den passenden Song angehört. Was ich damit meine? Preisbock präsentiert sein täglich wechselndes Produkt nicht nur mit nem läppschen geschriebenen Text, sondern mit einem täglich angepassten „bockcast“. Die Songs sind logischerweise gesungen (das haben ja Songs so an sich) und werden mit Gitarre begleitet. Dass diese abgefahrene Idee der Vermarktung aus dem quer kreativ denkenden Hirn von Holger Weser stammt, wundert mich eigentlich auch nicht.
So, da muss ich mal kurz abschweifen, denn: Jena ist übrigens ein Dorf (oder Dorfvereinigung, meinetwegen), für alle die Jena als Stadt bezeichnen. Denn über einen Kontakt kennst Du quasi jeden hier. Damit mein Appell an alle Sozialgeographen: Überdenkt die Definition von „Stadt“ und stellt die sozialen Beziehungen in den Vordergrund und nicht die Einwohnergröße! Denn demnach wäre ja Jena mit seinen 100.000 EW sogar „Großstadt“. Da muss ich beim Schreiben gleich lachen, denn das ist für mich nämlich das unpassendste schlechthin. Na gut. Das dazu.
Wieder zurück:
Der Song auf Preisbock.de aber, der ist heute ja so schräg, dass ich mir nicht sicher bin, ob der die Kunden vertreiben soll oder ob das eine ganz extrem psychologische Masche ist, die Kunden erst so richtig weich zu klopfen, ihr Liebesleid so richtig sichtbar zu machen und zu zeigen, wie schlecht es ihnen geht. Und dann haben sie: tamtam die Lösung, nämlich sie müssen nur dieses wunderschöne Produkt kaufen, um sich zu erlösen und besser zu fühlen. Gut, ich würde zwar in so einem Moment eher heulen mit Musik und so, aber manche kaufen halt ein, damit es ihnen besser geht. Wir leben ja schließlich in einer Konsum-Gesellschaft…
Nett finde ich gerade, dass Konsum im Osten ja beim Aussprechen ganz anders betont wurde und mit DEM Konsum, dem wir uns heute hingeben könnten, wenn wir denn hinreichend viel Geld haben, „nichts“ gemeinsam hat. Naja gut, in beiden Fällen geht es darum, Geld in einen Laden zu tragen und in der Regel auch „was“ (auch immer das ist) raus zu tragen. Ok, es gibt schon ein paar Gemeinsamkeiten. Amüsieren tut es mich jedenfalls sehr, wenn ich an das „ANGEBOT“ denke, was mich zu Konsum-Zeiten zum Beispiel an der „Gemüsetheke“ herzlich empfangen hatte…
In diesem Sinne: Preisbock.de ist ebenfalls sehr „amüsant“, auch wenn man nicht immer alles zum Leben braucht.
ha, reingefallen!
aber dankeschön für deine treue!
Freue mich schon auf weitere nette musikalische Produktanpreisungen!
[...] doch mal ein fettes Tool für den Preisbock, oder? Gehirn generierte [...]